"Angst" vor Amitriptylin

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von Renate am 10.11.2011 18:07

Ja, aber da ist insgesamte erhöhte Lichempfindlichkeit gemeint und das kann dann ja nicht "nur" was an der Haut auslösen, sondern auch die systemische Kollagenose aktivieren, also insgesamt einen Schub auslösen, Gelenke, Organe, ZNS und Haut. Ist eben doch nicht so einfach mit den Alternativen bzw. Heilpflanzen.

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anniidol

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Beiträge: 3173

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von anniidol am 09.11.2011 21:26

naja, keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Ich hatte das beim Johanniskraut immer auf die Augen (Lichtempfindlichkeit) bezogen...

"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von Renate am 08.11.2011 11:30

Kommt beim Johanniskraut auch auf die Dosierung an, einige Präparate enthalten zB. nicht genügend Wirkstoff, meist zB. die es beim Discounter oder Drogerien gibt.

Wollte aber an sich nur nochmal auf haifischs Argumente bezüglich Johanniskraut eingehen und wenn ich mir dann bei Johanniskraut die erhöhte Lichtempfindlichkeit und eben auch die Wechselwirkungen die es mit anderen Medikamenten hat ansehe, so ist es dann doch nicht so einfach, es ist auch da einiges zu beachten.

Johanniskraut senkt durch Wechselwirkung die Konzentrationen der folgenden Arzneimittel im Blut und schwächt somit deren Wirksamkeit ab:

- Arzneimittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber transplantierten Organen (Immunsupressiva): Ciclosporin, Tacrolimus zur innerlichen Anwendung, Sirolimus -

Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen oder AIDS: Protease-Inhibitoren wie Indinavir, Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren wie Nevirapin -

Mittel zur Behandlung von Krebs (Zytostatika) wie Imatinib, Irinotecan, Ausnahme sind monoklonale Antikörper -

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien): Phenprocoumon, Warfarin - Herzmittel: Theophyllin, Digoxin, Verapamil - Lipidsenker: Simvastatin - Schlafmittel: Midazolam - Verhütungsmittel (Hormonelle Kontrazeptiva) - Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin und Nortriptylin

Quelle:
 http://www.phytodoc.de/heilpflanze/johanniskraut-extrakt/nebenwirkungen-wechselwirkungen-gegenanzeigen/

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.11.2011 11:32.

anniidol

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Beiträge: 3173

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von anniidol am 07.11.2011 23:49

sorry, ich vergaß: bei mir !!!
Ich habe es Jahre genommen und alles andere auch was man so sagt...

Ich spreche immer von mir und meinen Erfahrungen, ansonsten schreibe ich es dazu.

"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von Renate am 07.11.2011 22:49

Es kann schon helfen, gibt da auch längst Studien dazu.

Kein Antidepressivum, geschweige denn auf pflanzlicher Basis, hat in den letzten Jahren einen solch spektakulären Aufschwung genommen wie das Johanniskraut (Hypericum perforatum L.). Inzwischen steht es unter den antidepressiven Substanzen nach Verordnung und Verwendung sogar an vorderster Stelle (auch wenn es inzwischen wieder Umsatzeinbrüche gab). Und dass es sich um ein "teures Edel-Placebo" handelt, behaupten nicht einmal mehr seine schärfsten Kritiker, im Gegenteil: das Phyto-Antidepressivum Johanniskraut hat inzwischen durch mehr als 40 klinisch-therapeutische Studien belegt, dass sein Behandlungserfolg für leichtere (bis mittelschwere) Depressionen mit dem von synthetischen ("chemischen") Antidepressiva vergleichbar ist. Außerdem werden noch spezielle Heilanzeigen diskutiert: Winterdepression, körperbezogene Störungen, Trauerreaktion, Burnout-Syndrom, prämenstruelle Störungen, Klimakterium, Tinnitus (Ohrgeräusche), chronischer Schmerz u. a

Quelle: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/johanniskraut.html

Allerdings kann hat es auch Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten unter anderem Immunsuppression-Ciclosporin,  und Gerinnungshemmer und noch einige. Also vielleicht doch nicht geeignet für Kollagenosepatienten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.11.2011 22:53.

anniidol

56, Weiblich

Beiträge: 3173

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von anniidol am 07.11.2011 22:30

mit Johanniskraut richtet man sicher nichts gegen Depris aus.

"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
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Renate
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Re: "Angst" vor Amitriptylin

von Renate am 06.11.2011 14:57

Johanniskraut: hast recht, ich kenn es gut.
es ist tückisch, hilft aber oft erstaunlich gut.
Das ist Johanniskraut keine Ausnahme..denke ich.. Johanniskraut macht lichtempfindlich, Lupus auch - also ist es denkbar, dass es sich verstärkt. Doch bei dem eh nötigen Sonnenschutz ist das für mich das kleinere Argument. Schlimmer sind für mich die Leberschäden und Nebenwirkungen mit den Medis, die unvermeidlich sin

Johanniskraut habe ich mich noch nicht getraut zu nehmen, eben weil es immer heißt, es kann die Erkrankung aktivieren.
Wenn ich jetzt so überlege, das Quensyl, da steht unter Nebenwirkungen auch, das es zu erhöhter Lichtempfindlichkeit kommen kann. Aber das nehme ich ja trotzdem, weil es mir für die Kollagenose auch hilft. Wenn es aber zu Lichtempfindlichkeit als NW kommen kann, so könnte es ja auch die Kollagenose aktivieren ?

Ich nehme ja auch ein Antidepressivum und das schon vier Jahre lang, es hilft bei Schmerzen und Depression, aber schon einige male dachte ich mir, hoffentlich macht das meine Leber mit, aber an das Johanniskraut trau ich mich nicht ran, weil da so vor gewarnt wird.

LG Renate

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.11.2011 15:01.

concha

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Beiträge: 614

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von concha am 04.11.2011 14:05

@Anniidol: Ich nehme es Abends, war aber trotzdem tagsüber sehr müde. Jetzt ging es wieder, aber nun soll ich auf 50mg erhöhen. Mal sehen wie es dann tagsüber wieder wird.

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haifisch

46, Männlich

Beiträge: 36

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von haifisch am 04.11.2011 13:59

@ cira: wenn das so einfach wäre....mit dem glauben..
ist aber der weg, mir schon seit dem Ausbruch der Krankheit ein wenig hilft...

ich lese bücher, wenns wirklich nicht mehr geht mit dem wieder-einschlafen.
Mein hauptproblem ist nämlich das wiedereinschlafen.

das sich-hinlegen und schlafen-wollen klappt mitten in der nacht nicht,
das weiß ich aus eigener erfahrung...
das mit dem think-pink beim lodotra klappt beim abendlichen einschlafen bei mir super,
ich schlafe abends punkt 22.00 (plus::) gut ein,
denn dann habe ich meine lodotra geschluckt.... und alles ist gut.

das problem ist das aufwachen mitten in der nacht,
wenn ich dann das zeug im blut habe.
da reicht dann die berühmte erbse unter der matratze, um mich zu wecken,
und dann kommt das problem mit dem wiedereinschlafen (also bücherlesen).
ich bin dann hellwach, und erfahrungsgemäß hilft dann lesen, bis ich dann wieder müde bin.

Wenn ich nicht wach geworden bin, wache ich oft gerädert auf -
weil ich eben durch das fast aufwachen nicht tief / nicht gut / wie auch immer schlafe.
Im Urlaub bessert sich das regelmäßig, weil ich dann einfach ein wenig länger schlafe,
und dann anscheinend die nötige schlaftiefe erreiche, die für den erholsamen schlaf nötig ist.

ich hab ja lodotra verschrieben bekommen,
damit ich nachts nicht mehr den wecker stellen muss,
und das ist eigentlich prima.
es hat die schmerzen super gebessert,
die schlafdauer gebessert (weil kein wecker nachts),
aber den unerholsamen schlaf nicht wirklich beeinflußt.

Du schreibst, das der Lupi / Sharp das auch gut kann,
schlafstörungen machen.
ja, das ist sicher auch noch eine Komponente davon,
doch wenn ich nur Kollagenose-müde bin,
das kann ich recht deutlich erkennen.
Dann schlafe ich tief, bin kaum weckbar, und trotzdem total unerholt am morgen..
(Da macht selbst Cortison mich nicht mehr wach..)

trotzdem, ich bin eifrig am weiterprobieren,
denn mein schlaf ist mir wichtg

gruß fisch




Ein Haifisch ist kein Fisch...

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Cira
Gelöschter Benutzer

Re: "Angst" vor Amitriptylin

von Cira am 04.11.2011 06:30

Versuch doch mal, Dir direkt beim Augenzuklappen zu sagen: Oh schön, heute habe ich mein Lodotra. Da habe ich heute nacht keine Schmerzen. Da werde ich schön schlafen. Und morgen früh wird es mir gut gehen, weil ich dann keine Schmerzen mehr habe.


Und keinen anderen Gedanken mehr zulassen bis Du im Reich der Träume bist.  Das funktioniert.

Vielleicht kannst Du es auch in der Zeit verschieben. Also früher oder später nehmen, sodass es früher oder später ins Blut kommt. Bei mir ist es so, dass ich mit dem Wecker das (reine) Cortison erst um 1.45 Uhr nehme. Und dann muss es ja erst noch ins Blut kommen und wirken. Wenn irgendwas am Kochen ist, dann werde ich schon viel früher wach. Ich denke dann eigentlich am Anfang immer, dass ich seelisch und moralisch auf den Wecker warte und deswegen nicht mehr einschlafen kann. Irgendwann raffe ich es dann, dass es die Krankheit ist, die sich da bemerkbar macht, aber noch keine so richtigen Schmerzen schickt. Aber schon voll dabei ist.


Versuch mal noch ein bisschen.
liebe Grüße tina  

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