Assistenzhunde
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Re: Assistenzhunde
von Leya am 26.07.2009 11:18Nun wo Welsangel es - die Praktiken in Spanien - erwähnt, möchte ich hier doch einen Link einstellen, auf den ich vorhin auf der Suche nach dem, was man mit ausgedienten Windhunden macht, gestoßen bin. Diese sind selbstverständlich keine Assistenzhunde wie in diesem Thread gemeint, aber sie sind dennoch gezwungen, dem Menschen bei der Jagd zu assistieren....unter unvorstellbaren Bedingungen. Hier fehlt jegliche in Verordnungen und Gesetzte eingebrachte "Interessenvertretung" der Hunde. Ähnliches könnte mit Assistenzhunden passieren. Auch deshalb bin ich dafür, dass für Assistenzhunde Behinderter verpflichtende Maßnahmen für die Zeit nach ihrem "Dienst" festgelegt werden.
http://www.windhunde-in-not.at/buchtipps/439-warum-wir-windhunden-aus-spanien-helfen.html
Gruß
Leya
Welsangel
Gelöschter Benutzer
Re: Assistenzhunde
von Welsangel am 26.07.2009 08:18Idee Hunde zum Nutzen des Menschen einzusetzen ist ja nicht verwerflich und das betreiben wir Menschen auch schon tasusende Jahre.
Nur ,wir Menschen haben immer weider die Neigung alle Negativen Seiten des Benutzens und Ausnutzens zu beschönigen.
Wenn ich mir pro und kontra zu dem Thema vorstelle fallen mir sofort die Praktiken mancher Halter in Spanien ein, die ihre "Ausgenutzten" bei einem Spaziergang im Wald an einem Baum erhängen.
Denke nicht, dass wir jemals eine artgerechte Lösung finden werden und alle brauchbaren gehen zu Lasten des Tieres.
Hier muss mit allen Verantwortlichen ein Konsenz gefunden werden.
LG Welsangel
Re: Assistenzhunde
von Leya am 26.07.2009 02:07Hallo Frau Krümelmonster,
die Assistenzhunde-Altersheim-Lösung hört sich toll an, aber...
ältere Herrschaften, die noch rüstig sind, befinden sich eben überwiegend nicht in einem Altersheim, sondern daheim, ggf. mit Unterstützung.
mir drängt sich die Vermutung auf, dass die Heimleitung von dieser Idee nicht gerade beigeistert wäre, denn sowohl Mehrarbeit für das Heimpersonal wie auch Beschwerden anderer Bewohner wären vorprogrammiert.
selbst wenn es diese rüstigen Senioren in Heimen gäbe und diese Wohnanstalten der Hundehaltung zustimmten, was würde mit dem Hund passieren, wenn der Senior verstirbt? Weiterreichen an einen anderen Halter?
---
Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu der Überzeugung, dass eine artgerechte Lösung verpflichtend sein sollte. Welche Position vertreten Vereinigungen der Behinderten? Welche die Züchter- und Trainervereingungen? Hat sich der Tierschutz schon geäußert? Und die Politik?
Gruß
Leya
Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer
Re: Assistenzhunde
von Kruemelmonster am 22.07.2009 22:21Liebe Frau Leya
,
selbstredend- aber solche beantworte ich doch mit besonderer Freude

OK, zurück zum (wirklich ernsten) Thema:
Das sehe ich ein bisschen anders: Sicher mag es Fälle von geistigen Behinderungen geben, in denen der Halter selbst nicht in der Lage ist Verantwortung zu übernehmen (in welchen er aber ohnehin zusätzlich menschlicher Alltagsunterstützung und -Anleitung bedürfen wird)- aber für jeden voll für sich verantwortlichen Gehandicapten sehe ich das so: Hund und eingeschränkter Mensch gehen (im Optimalfall) eine intensive Teambeziehung ein, aus der beide profitieren sollen: Der Mensch an Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, das Tier an der Möglichkeit zur maximalen Ausschöpfung seiner Potentiale und seiner Freude am Lernen und "spielen"- auch gehört dazu eine gegenseitige Übernahme von Verantwortung: Der Hund übernimmt täglich die Verantwortung den eingeschränkten Menschen sicherer durch den Alltag zu bringen- dafür hat der Mensch die "organisatorische Verantwortung", die Rahmenbedingungen des Hundelebens zu regeln (wozu auch Fütterung, Pflege, Gesundheitsvorsorge und co gehören)- ist diese Möglichkeit nicht gegeben, entweder durch den Halter selbst oder eben durch eine ihn unterstützende Person sollte meiner Meinung nach im Interesse des Tieres von der Haltung eines Assistenzhundes abgesehen werden. Es ist für viele eine große Chance, aber auch eine Aufgabe- und ich erwarte im Sinne der "gleichberechtigten Beziehung", dass der Mensch der sich darauf einlässt in der Lage ist das zu tun, was von dem Tier täglich erwartet wird: Verantwortung übernehmen.
Semi- abstrakt...
Aber eine Idee kam mir tatsächlich: Für verrentete Assistenzhunde könnte das Altersheim evtl. eine wirkliche Chance darstellen- nicht die Station der schwer eingeschränkten und pflegebedürftigen Senioren, aber was spräche dagegen, den Hund, der in seinem Leben hohe soziale Kompetenzen erworben hat später an rüstige Senioren abzugeben, für die er ein Schmusetier, ein zuverlässiger Begleiter sein könnte, ohne dass er "spezifische Aufgaben" zu erfüllen hätte. Senioren, die noch fit genug sind sich täglichen Spaziergängen mit dem Tier (dessen Bewegungsdrang im Alter ja auch nicht mehr dem eines Junghundes entspricht) zu widmen und denen er einfach durch seine Anwesenheit vielleicht auch noch ein Stück Einsamkeit nimmt- indem sie gemeinsam ihren Lebensabend so aktiv wie möglich und so ruhig wie nötig verbringen...
Re: Assistenzhunde
von Leya am 22.07.2009 13:59Hallo Frau Krümelmonster,
natürlich weißt Du, dass die Frage, ob jemand den Hund gefragt hat, rein rhetorisch war. Aber danke, dass Du trotzdem dazu etwas geschrieben hast.
Deine Ausführungen ändern zwar nichts an meiner Grundeinstellung zum (Aus-) Nutzen von Tieren, aber die von Dir genannten Hunderassen als Assistenzhunde einzusetzen erscheint mir nach Deinen Erläuterungen durchaus akzeptabel.
Aber das hattest Du für Dich selbst ja ohnehin schon positiv beschieden. Deine Frage war, "inwieweit man es" vor dem Hintergrund der ungeklärten Rentenlösung "als respektvoller Tierfreund verantworten kann die Praxis der Hundeassistenz zu befürworten oder gar zu praktizieren". Ich sehe auch nach diesem Austausch der Argumente immer noch keine akzeptable Lösung für die Rentenzeit. Es einfach dem ohnehin schon gehandicapten Halter zu überlassen oder zuzuschieben überfordert diesen sicherlich in vielen Fällen. Ich fände eine Hilfestellung, das Angebot von verlässlichen Lösungen, für dieses Problem hilfreich. Hilfreich für das Tier und den Halter. Hast Du in dieser Richtung praktikable Pläne, Ideen, Anregungen, schon Kontakte geknüpft? Oder beschäftigt Dich das Problem nur abstrakt?
Gruß
Leya
Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer
Re: Assistenzhunde
von Kruemelmonster am 22.07.2009 05:44Diese Frage kann ich dir leider nur aus der Beobachtungssicht eines rassengemischten Rudels beantworten, für diesen Fall aber definitiv mit einem ja. Auch meine Beobachtungen auf dem Hundeplatz gehen in eine ähnliche Richtung, nämlich der, dass es eben diese Rassen sind, die sich ihren charakterlich dominanteren (obwohl körperlich sicher teilweise deutlich unterlegenen) Artgenossen bei spielerischen Machtkämpfen sehr schnell unterwerfen, nicht versuchen für sich eine Alphastellung zu erreichen, freiwillig die Tränke räumen usw. Klar ist, dass es in einem reinen Labrador/ Retrieber Rudel sicher auch Alphatiere gibt (geben muss)- das werden dann aber auch, spekuliere ich mal, die sein, die für eine Ausbildung zum Assistenzhund nicht oder nur eingeschränkter geeignet sind.
Niemand- und solange niemand Dr. Doolitle persönlich kennt wird das auch keiner tun können- es gilt also für den verantwortungsvollen Halter/ Trainer, den "mutmaßlichen Willen" des Tieres zugrunde zu legen. Ist es mit Aufmerksamkeit und Freude bei seiner Arbeit, oder unkonzentriert, abgelenkt und unwillig? Zeigt es Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen, Stereotypen, apathisches Verhalten, Nahrungsverweigerung, mangelnde Stubenreinheit, oder ist es ausgeglichen und zeigt Freude an der Arbeit? Ich denke, mit einer etwas einfühlsamen Beobachtungsgabe wird man herausfinden können, ob dieses Hunde- Individuum für eine solche Aufgabe geeignet ist oder eben nicht.
Ich denke, dass das mitunter in der Verantwortung des Halters liegt, sich um eine liebevolle Familie zu bemühen, die sich nach seiner Dienstzeit um den Hund kümmert- ob die Hundeschulen, die diese Hunde ausbilden bis dahin ein Auge darauf haben und da ggf. Hilfe leisten versuche ich noch in Erfahrung zu bringen.
Die KK übernimmt mit viel gutem Willen die Anschaffungskosten für einen Blindenführhund- alle anderweitig gehandicapten müssen selbst das selbst tragen, bzw. auf Unterstützung durch Sponsorgelder der Ausbildungsvereine hoffen- Zuschüsse für den Unterhalt des Tieres gibt es ebenfalls keine von der KK- die Kosten für die Gandenbrothaltung kann man da also wohl gleich vergessen- nur ist die Tatsache, dass es keinen "festgeregelten, vorgeschriebenen Plan" gibt ja kein generelles Argument gegen die Haltung dieser Tiere- sie nimmt nur umso mehr den Halter, also den Gehandicapten selbst in die Verantwortung- auch schon in der vorausschauenden Planung, die meiner Ansicht nach eben verlangt, dass nicht nur die Versorgung des Tieres grundlegend, sowie in Abwesenheit des Halters (Krankenhausaufenthalte,..) gesichert ist, sondern eben auch eine akzeptable Rentenlösung gefunden wird.
Re: Assistenzhunde
von Leya am 22.07.2009 00:28Für mein Empfinden machen wir es uns mit dem sogenannten "will to please" zu einfach. Ach ja, der Hund möchte seinem Herrchen "gefallen", na, dann ist ja alles gut. Wie verhalten sich - bleiben wir bei dem Beispiel - Retriever und Labradore denn im Rudel? Ist dann von diesem "will to please" noch etwas übrig?
Wer hat den Hund gefragt, ob das wirklich so ist? Wäre er nicht vielleicht lieber mit anderen Hunden zusammen gewesen anstatt in einem Geschirr durch das Gewimmel der Stadt zu laufen und ständig alert zu sein?
Gibt es denn gesicherte Informationen darüber, was in Deutschland mit "ausgedienten" Assistenzhunden passiert? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Gnadenbrot-Haltung?
Gruß
Leya
Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer
Re: Assistenzhunde
von Kruemelmonster am 22.07.2009 00:07Danke auch euch beiden für eure Statements.
@blueberry: Die Praxis den Hund quasi zur Rente wieder zurück in die Ursprungsfamilie zu geben finde ich jetzt recht interessant, das setzt aber sicher ein sehr gut organisiertes Netzwerk zwischen Ausbildern und eben den Familien voraus, da ja doch einige Jahre (und ggf. andere Junghunde) dazwischen vergehen. Und die "Freizeit" mag für einen Blindenhund, der durch das Geschirr die klare Arbeitsfunktion für sich erkennen kann sicher funktionieren, in anderen Bereichen (Epilepsie, Demenz, am Extremsten) ist das mit der Freizeit sicher schwerer zu gestalten, da der Halter dem Hund ja wegen der Unvorhersehbarkeit der Ereignisse nicht bewusst frei geben kann.
@Leya: Das mit dem Einschläfern war auch zugegeben das sehr extreme Beispiel- "nur" wegen "Berufsuntauglichkeit" wid das wohl kaum passieren, allerdings sehe ich schon die Gefahr, dass die Definition von "Leiden" da bei Tieren einen etwas größeren Ermessensspielraum bietet (ein Vertretungstierarzt riet uns mal ernsthaft dazu, unser blindes Meerschweinchen einschläfern zu lassen, weil das ja kein Leben für das Tier sei, dabei war der Racker quietschfidel und fand sich in seiner Umgebung prima zurecht).
Die "Befehlsempfängerhaltung" ist bei Hunden (gerade den im "Behindertendienst" eingesetzten Rassen) übrigens eine sehr normale und für den Hund auch "befriedigende" Sache- dieser "will to please" ist bei Retrievern und Labradoren sehr ausgeprägt und auch ohne eine entsprechende Ausbildung sind diese Rassen schon sehr darauf aus "ihrem Menschen" zu Gefallen zu sein- von daher sehe ich sie in der Aufgabe als "gebrauchtes Teammitglied" schon sehr gut aufgehoben- sie kriegen ja auch viel zurück von ihrem Menschen, der sich (im Regelfall) doch auch sehr bewusst sein dürfte, was er an diesem zuverlässigen Partner hat und ihn entsprechend gut umsorgt.
Gerade aus dieser intensiven Bindung heraus stelle ich es mir allerdings immer schwieriger vor, den Hund, wenn die Zeit gekommen ist zu anderen Menschen in Rente zu schicken- ob diese Umgewöhnung wirklich so problemlos zu meistern ist, auch wenn es die Familie ist, bei der er als Welpe aufwuchs, da habe ich nach wie vor meine Zweifel
Andererseits sehe ich es auch ein bisschen wie Harald: Das rundum perfekte Leben gibt es nicht, weder für Mensch noch für das Tier- und das Tier hat in seiner Dienstzeit vielleicht mehr als jedes andere die absolute "Bedürfnisbefriedigung" (will to please)- in einer liebevollen Atmosphäre sein Gnadenbrot zu bekommen und die Trennung eben verwinden zu müssen könnte der "Preis" sein, den diese Zeit von ihm fordert....
Re: Assistenzhunde
von Leya am 21.07.2009 06:10Grundsätzlich kann ich natürlich nachvollziehen, dass der behinderte Mensch gern ein hilfreiches Tier an seiner Seite haben möchte um nicht von dauerhafter menschlicher Hilfe abhängig zu sein. Andererseits wende ich mich gegen jegliche "Nutzung" (um kein allzu negativ behaftetes Wort zu wählen) von Kreaturen. Wie etwa Pferde, die nicht mehr "genutzt" werden können und dann kurzerhand in die Wurst kommen. Das ist für mich vollkommen inakzeptabel.
Pesönlich habe ich noch nie einen Blindenhund längere Zeit beobachtet, kenne das Thema also auch nur aus TV-Reportagen. Bevor ich hier weiter schreibe, muss ich aber erwähnen, dass mir diese Befehlsempfängerhaltung von Hunden ohnehin sehr fremd ist und ich daher wohl nicht qualifiziert bin darüber zu urteilen, wie es dem Blindenhund / Assistenzhund während seiner Berufsjahre geht. Sicher können Hundehalter das wesentlich besser einschätzen. Dennoch, dieses ewige in Alarmstellung-Sein, nicht Hund, sondern Werkzeug sein, ich kann mir nicht vorstellen, dass das artgerecht ist.
Einschläfern von Tieren, also auch von Blindenhunden, die nicht mehr gewollt / gebraucht werden, ist m. E. in Deutschland nicht zulässig.
Der Assistenzhund muss unbedingt sein Gnadenbrot erhalten. In angenehmer, artgerechter und liebevoller Umgebung (das Beispiel von Blueberry hört sich sehr gut an). Das sollte verpflichtend geregelt werden. Ist das nicht gewährleistet, muss "Unter diesen Umständen stellt sich mir die Frage, inwieweit man es als respektvoller Tierfreund verantworten kann die Praxis der Hundeassistenz zu befürworten oder gar zu praktizieren." zwingend mit "Gar nicht" beantwortet werden.
Gruß
Leya
Re: Assistenzhunde
von blueberry am 19.07.2009 21:17Hallo Kruemelmonster,
ich wohne hier ganz in der Naehe einer Blindenhundenschule und hab mich mit dem Thema auch schon beschaeftigt. Auch von der Hundeseite aus, die liegt mir naeher 
Hier werden die berenteten Hunde nicht eingeschlaefert. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil hier in den USA ansonsten nicht zimperlich damit umgegangen wird (leider).
Es gibt hier spezielle Zuechter, die fuer die Blindenhundenschule zuechten. Die Welpen kommen dann fuer das erste Lebensjahr in eine Pflegefamilie, dort lernen sie das, was jeder Hund koennen sollte ( sitz, platz, hier, stubenrein...) ausserdem sollen die Hunde mit moeglichst allem sozialisiert werden, sprich andere Hunde, Katzen, Kinder, Stadt ... Deshalb duerffen die Junghunde auch schon ueberall hin mit, ins Restaurant, in den Supermarkt und so.
Mit einem Jahr kommen die Hunde dann in die Blindenhundenschule. Nach der Grundausbildung kommt dann auch
der zukuenftige Besitzer in diese Schule und Mensch und Hund lernen zusammen alles wichtige. Die Kommunikation muss ja funktionieren, ausserdem gibt es Unterschiede in den Anforderungen, je nach Lebenssituation des Blinden. Viele Pflegefamilien halten das Leben des Hundes ueber den Kontakt, wenn es wegen der Entfernung moeglich ist.
Wenn der Hund dann irgendwann aelter wird und in Rente gehen soll, kommt er nach Moeglichkeit wieder in die Familie, bei der er aufgewachsen ist. Dort kann er dann im Idealfall auch als Vorbild fuer den Junghund dienen. Ein alter Hund kann wohl leider nicht bei seiner Familie bleiben, weil er nicht versteht, dass er in Rente ist und der neue Hund die Aufgaben uebernimmt.
Ich sehe auch, dass es nicht ideal ist, dass ein Hund nicht sein Leben lang bei einer Familie bleiben kann. Aber ich muss auch sagen, ich hab 2 Hunde aus dem Tierschutz und es ist erstaunlich, wie schnell sich so ein Hund in einer neuen Lebenssituation einfindet und auch wohlfuehlt. Vorausgesetzt natuerlich, die Haltung ist artgerecht.
Die Blindenhunde sind auch nicht 24/7 im Dienst. Von klein an werden die Hunde an die Unterscheidung Halsband (=Freizeit) und Geschirr (=Arbeit) gewoehnt. Bei uns auf der Hundewiese kommt fast jeden Morgen ein Mann mit dem Blindenhund seiner Frau und laesst ihn toben. Die Frau ist waehrend dessen auf der Arbeit und braucht da keinen Blindenhund.
Das ist jetzt lang geworden, aber ich finde das ist ein spannendes Thema. Ich habe mal darueber nachgedacht, so einen Junghund in Pflege zu nehmen, mich dann aber aus verschiedenen Gruenden dagegen entschieden.
LG, blueberry

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