Erst Embolie und nun auch noch Borreliose.....

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Frechdachs

-, Weiblich

Beiträge: 58

Erst Embolie und nun auch noch Borreliose.....

von Frechdachs am 22.11.2009 18:56

Hallo Ihr Lieben ! :-)

War schon lange nicht mehr hier und wollte wieder mal "Hallo" sagen.

Mitte Januar hats mich schwer erwischt, bekam von jetzt auf gleich sakrische Schmerzen im Thoraxbereich, vor allen in der rechten Brustseite. Konnte nicht mehr im Liegen schlafen, saß auf der Couch und versuchte wenigstens etwas zu schlafen, was aber aufgrund der Schmerzen beim Atmen fast schier unmöglich erschien.
Schleppte mich dreieinhalb Tage mit immer stärker auftretenden Schmerzen, Atemnot und immer schlechter werdender Bewegungen durch die Gegend, bis mich eine Bekannte dazu brachte "gezwungener Maßen freiwillig", mich von ihr ins Klinikum bringen zu lassen. Dort verklickerte mir nach ca. zwei Stunden Wartezeit ein Assistenzarzt, das ich wohl ein kleines Wirbelsäulenproblem habe und wollte mich wieder heim schicken. Klärte ihn dann ersteinmal auf, das ich kurz vor Weihnachten eine leichte Thrombose gehabt hätte und zudem Lupus-Patientin sei. Daraufhin meinte er, dann sollte ich halt mal zur Sicherheit !!!! für ein oder zwei Tage in der Klinik bleiben. Ich dachte, ich krieg nen Schreikrampf.
Also nochmals über eine Stunde in der Notaufnahme verbracht, bis man mich dann endlich auf Station brachte.
Die Stationsärztin hörte mich kurz ab und brach sofort in Hektik aus.Beorderte sofort einen Lungen-CT und machte den Assistenzarzt in der Notaufnahme anschließend zur Schnecke.
Nach der Röhre klärte sie mich auf, das ich wohl vor einiger Zeit schon eine leichte Embolie gehabt haben mußte, dies wohl aber nicht bemerkt hätte (na prima!). Daraus entstand dann eine deftige Entzündung incl. Flüssigkeitseinschluß im rechten Lungenflügel (darum auch diese wahnsinnigen Schmerzen) und im linken Lungenflügel war eine frische Embolie vorhanden. Also zwei Wochen Klinik mit Antibiotikagaben. Die ersten zwei Tage gabs Antibiotika in flüssiger Form, leider blieb es nicht dabei und danach bekam ich Antibiotiatabletten, auf die reagierte ich dann auch sofort allergisch und mußte dann die restliche Zeit mit mehr oder weniger starken Durchfall verbringen.:red:
Anschließend war ich knapp eine Woche zuhause, dann ging es in die Rehaklinik ins Berchtesgadener Land, dort wurde die Reha auch schon am zweiten Tag nach meiner Ankunft von drei auf vier Wochen verlängert.
Als ich wieder heimkam und in die Arbeit ging, kam der nächste Schock. Man teilte mir mit, das ich bis auf weiteres vom Dienst freigestellt wäre, da man ersteinmal den Betriebsarzt heranziehen möchte, um zu wissen inwieweit ich noch einsatzfähig wäre. Ich war völlig von den Socken.:?:8-(
Da die Betriebsärztin auch nicht wußte, was das alles soll, rief sie in meinem Beisein den Personaler an. Da erfuhr ich dann, das meine Stelle einfach während meiner Abwesenheit gestrichen wurde.
Einige Tage später mußte ich in der Personalabteilung anmarschieren. Dort wurde mir dann eröffnet, das man mich abserviert (nach über 9 Jahren Zugehörigkeit in der Firma und obwohl ich sogar in die Arbeit ging, wenn es mir absolut mies ging oder ich statt Kranksein sogar den größten Teil meines Urlaubes genommen hatte, wenn es nicht anderst mögich war). Der Betriebsrat wollte das nicht hinnehmen, aber man examierte an mir ein Exempel. Denen war es egal.
Wohl hätte ich über das Arbeitsgericht gehen können, aber da ich alleine lebe und niemanden habe, der mir wenigstens einwenig Unterstützung hätte geben können (psychisch, sowie auch finanziell), hätte ich das erst recht nicht durchstehen können. Nach schweren Verhandlungen konnten wir die Personaler immerhin dazu bringen, mich bis Ende diesen Jahres bezahlt freizustellen.
Bis jetzt habe ich noch keinen Job und aufgrund meiner Erkrankung die leider immer schlimmer wird, ist es auch nicht sehr einfach einen neuen Job zu finden.
Dann mußte ich noch umziehen und dieser Stress legte sich kräftig auf meinen Lupus.
Die Rheumaschübe wurden immer stärker und ich hätte den gesamten Tag am liebsten nur geschlafen.
Im September bekam ich dann aufeinmal starkes Fieber (obwohl ich ja Fieberschübe gewohnt bin) und Schmerzen die nicht die typischen Thrombose - oder Rheumaschmerzen waren.
Nach über einer Woche suchte ich denn doch einen Arzt auf, der sofort sämtliche Tests durchführte. Zwei Tage später wurde ich in die Praxis beordert. Dort wurde mir dann mitgeteilt, das ich eine schwere Borreliose habe,also wieder Antibiotika (auf die ich aber wenigstens nicht mit Durchfall reagierte, uff).
Da ich auch noch lebenslang Marcumar nehmen muß,wurde ja schon von den letzten drei Kliniken und den ehemaligen Hausärzten ein spezielles Blutgerinnungstestgerät beordert, das im Frühjahr aber von der AOK abgelehnt wurde, da es aus sozialmedizinischer Sicht nicht nötig wäre. Mein neuer Hausarzt hat nun nochmals einen Antrag gestellt, zudem befinde ich mich jetzt seit einigen Wochen in Psychotherapeutischer Behandlung (Gesprächstherapie), weil ich ziemlich am Boden bin, außerdem hat er auch einen Kurantrag gestellt, diesmal die Neurologische Schiene. Nun sind wir gespannt, inwieweit etwas genehmigt wird.
Derzeit bekomme ich auch Krankengymnastik, nun hat der Physiotherapeut festgestellt, das ich wohl nicht nur irre verspannt bin, sondern auch übersäuert. Nur geht es mir seit der vorletzten Behandlung ziemlich schlecht, Schmerzen und Fieber wechseln sich ab, echt toll.:motz:

Hat jemand von Euch Erfahrung, was Borreliose und Lupus angeht?:?:

Liebe Grüße
Frechdachs

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Ginkgo

-, Weiblich

Beiträge: 172

Re: Erst Embolie und nun auch noch Borreliose.....

von Ginkgo am 22.11.2009 20:38

Hallo Frechdachs!

Als ich Deinen Bericht gelesen habe - habe ich mich irrsinnig über die Ungerechtigkeit geärgert - die Dir da widerfahren ist! - ..... vor allem - wenn man IMMER versucht hat - möglichst wenig Krankenstand zu nehmen!

Meiner Meinung nach - hättest Du da schon große Chancen - da zu intervenieren - denn - soweit ich weiß ist das nicht möglich, daß man IM KRANKENSTAND so einfach gekündigt wird!

Wünsche Dir, daß Du BALD daß sich da doch bald wieder was zum POSITIVEN ändern wird!

Derzeit bekomme ich auch Krankengymnastik, nun hat der Physiotherapeut festgestellt, das ich wohl nicht nur irre verspannt bin, sondern auch übersäuert. Nur geht es mir seit der vorletzten Behandlung ziemlich schlecht, Schmerzen und Fieber wechseln sich ab, echt toll.


Da bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch - ich denke - von wegen ÜBERSÄUERUNG solltest Du Dich doch eher mit dem Rheumatologen beraten lassen - habe schon des öfteren gehört, daß Physiotherapeuten diverse Alternativ-Tipps geben - aber - sie machen KEINE BLUTUNTERSUCHUNGEN - und haben in der Regel da auch keine spezielle Ausbildung - also VORSICHT!!!!!!!!!!!!! - frage da lieber Deine Ärzte!

LG Ginkgo

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Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Erst Embolie und nun auch noch Borreliose.....

von Leya am 22.11.2009 20:56

Oh je oh je, da ist es ja für Dich ziemlich dicke gekommen.
Ich wünsche Dir baldige Besserung und dass die Kur und das CoaguChek-Gerät genehmigt werden.

Zum Thema Lupus und Borreliose kann ich nichts beitragen.

Gruß

Leya

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CMarina

-, Weiblich

Beiträge: 3770

Re: Erst Embolie und nun auch noch Borreliose.....

von CMarina am 22.11.2009 22:47

Liebe Frechdachs!

Das ist ja eine bodenlose Frechheit, was Deine Firma da durchzuziehen versucht. Willst Du nicht vielleicht doch nochmal den Betriebsrat kontaktieren ob doch noch irgendetwas machbar ist in Deinem Sinne, und wenn es eine dicke Abfindung ist?!
Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen: in erster Linie dafür, dass es Dir schnell besser geht, zum anderen dafür, dass Du eine gute Lösung für Dich findest!

Liebe Grüße und alles Gute für Dich!

CMarina


?Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.? - Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph

?Musik ist unter den Künsten die komplizierteste, aber die mächtigste - vergleichbar etwa dem Flugzeug unter den Verkehrsmitteln.? - Christoph Rueger (*1942), dt. Musiktheoretiker u. Hochschullehrer, Berlin

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Micky

55, Weiblich

Beiträge: 2487

Re: Erst Embolie und nun auch noch Borreliose.....

von Micky am 23.11.2009 08:06

Hallo Frechdachs,
da wurde dir gesundheitlich wie auch arbeitsrechtlich wirklich übel mitgespielt.

Wohl hätte ich über das Arbeitsgericht gehen können, aber da ich alleine lebe und niemanden habe, der mir wenigstens einwenig Unterstützung hätte geben können (psychisch, sowie auch finanziell), hätte ich das erst recht nicht durchstehen können.

Denke doch noch mal darüber nach, ob du nicht doch den Rechtsweg beschreiten willst oder lass dich wenigstens mal beraten dazu. Vielleicht kannst du Prozesskostenhilfe bekommen.

Ich wünsche dir, dass du recht bald wieder auf die Beine kommst.

Gruß Micky

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