Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
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Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von Renate am 15.01.2009 18:49ich würde das gleich wieder mit dem Psychotherapeuten und dem Neurologen/Nervenarzt durchsprechen, dass es wieder vermehrt kommt. Das Herz kann man ja nebenbei in gewissen Abständen trotzdem untersuchen. Ist ja sowieso sinnvoll da ab und zu drauf zu gucken bei Kollagenosen.
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von drago0404 am 15.01.2009 18:40Ja, stimmt. War schon immer so, sobald ich Angst vor etwas hab, muss ich sofort zur Toilette! Was ich noch seltsam fand, was aber ja nicht im Zusammenhang stehen muss, ich musste danach auch oft aufstoßen. Ich bereue total, dass ich da den Puls gefühlt hab, denn sonst wäre ich noch im Glauben, es wäre der Magen und der Gedanke war mir lieber.
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von Renate am 15.01.2009 18:17Herz, Verdauung zB. wird ja durch das vegetative Nervensystem gesteuert und wenn das durcheinander gerät kann es auch zu solchen Symptomen kommen. Und da du das schon Jahre hast und dein Herz und andere Organe ja erst durchgecheckt wurde könnte es doch auch was vegetatives sein. Diese Toilettengänge würden auch dazu passen.
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von drago0404 am 15.01.2009 18:13Ich hab ja geschrieben, dass ich, als ich links lag, dieses Stolpern gemerkt hab. Ich hab es nicht als was wahrgenommen, was strahlt, sondern als wenn genau an dieser Stelle (linke Seite) was liegt, was dann so stolpert. Fast so, als würde ich direkt von außen drauf liegen.
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von drago0404 am 15.01.2009 17:57Ich weiß nicht. Ich kann halt nur sagen, dass es an der Seite "gewackelt" hat, dann hatte ich dieses Ziehen oder wie auch immer und dann, als es so holperte, war mein Puls (hab gefühlt am Handgelenk) total aus dem Takt. Ich hatte ganz schön Angst. Geht ja schon seit Jahren so.
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von Renate am 15.01.2009 17:39meinst du nicht es könnte auch eine Störung des vegetativen Nervensystems sein ?
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von drago0404 am 15.01.2009 17:16Das ist ein ganz merkwürdiges Gefühl:
Wenn man Angst vor etwas hat, hat man ja auch ein Ziehen im Bauch, so ist es zum Teil (nur stärker), zum anderen vergleichbar, wie wenn man kurz vorm Husten steht, aber nicht hustet. Also wie ein leichter Druck. Als wenn in mir was "Giftiges " ist, was seine Dämpfe nach oben drückt.
Sorry, ich kanns nicht anders beschreiben.
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von Renate am 15.01.2009 16:55Kerstin was meinst du mit Hochströmen
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von drago0404 am 15.01.2009 16:19Ich denke schon, dass das, was ich beschrieben hab, Muskeln waren, denn gestern Abend hatte ich Rhytmusstörungen, aber so stark, dass ich am liebsten ins Krankenhaus gefahren wäre. Ich hatte das schon öfters.
Angefangen 2003. Silvester hatte ich immer so ein komisches Gefühl im Hals, es ist schwer zu beschreiben; wenn man Angst vor etwas hat, kriegt man ja auch so ein Ziehen im Bauch, das hatte ich auch, nur sehr stark, als wenn ich nicht richtig Luft kriege und ein Holpern im Körper, obwohl ich durchatmen konnte. War ganz komisch, hab mir auch immer an den Hals gegriffen. Zuerst nur sporadisch, dann ständig. Im Krankenhaus haben die ein EKG gemacht, und in dem Moment hatte ich es auch. Laut EKG war alles ok. Die sagte dann, da wird Magensäure hochsteigen und gegen die Luftröhre drücken, aber soweit ist nichts mit dem Herzen. Haben mir Riopan mitgegen und danach gings auch.
Die letzten Jahre hatte ich es ab und an wieder, aber da ich ja im Glauben war, dass es vom Magen war, war es zwar unangenehm, aber ich kam damit klar. Fand es zwar komisch, wenn es zb nach Treppensteigen mal kam, aber ich dachte, der Magen wird dadurch auch hochgepuscht. Im November hatte ich diese Sache wieder, war aber viel stärker, merkte auch ein Stolpern im Körper. Trat die letzten Monate überwiegend und so stark im Liegen auf.
Die letzten Tage hab ich schon wieder dieses "Hochströmen" gemerkt und wusste, da kommt bald was. Gestern lag ich hundemüde im Bett und plötzlich (lag auf der linken Seite) merkte ich wieder das Hochströmen stark und auf einem Mal war auf Unterbrusthöhe ein Flattern da, ganz stark und dieses Ziehen/Strömen war ganz doll. Hörte nicht auf. Vor Angst musste ich gleich auf Toilette. Dann gings wieder. Ich hab mich auf die Couch gelegt (schräg) und es war wieder da, ich dachte schon, es hört nie auf.
Dann hab ich den Puls gemessen- total durcheinander, also nicht das typische dum dum dum, sondern dumdum dum dum dumdumdum- also ohne Rythmus und als er dann wieder normal war, dann recht schnell, dann wieder normal und dann ging das alles von vorn los. Diese Rysthmusstörung waren jeweils so 10 sec und über 1, 5 Stunden verteilt. Ich hatte so sehr Angst. Musste auch danach viel aufstoßen.
Mein Hausarzt hat gesagt, weil ich nicht mehr rauche, kann nix passieren (haha), aber ich will mit dem Thema endlich abschließen. Hab mir nen Termin bei nem Kardiologen geholt, denn das gestern hat mir zu sehr Angst gemacht. Mein Hausarzt hat mich auch nicht untersucht, es sei die Wirbelsäule usw. Wurde ja schon herzmäßig untersucht, aber seit ich es verstärkt wieder hab, nicht mehr, deshalb will ich auf Nummer sicher gehen. War sehr unangenehm gestern und beängstigend. Ich verfalle nicht mehr in Panik, aber auf die leichte Schulter will ich es auch nicht nehmen, zumal die ursprüngliche Diagnose, also, dass es der Magen ist, nicht gestimmt hat.
Gabi
Gelöschter Benutzer
Re: Herzstolperer, Krampf oder Nerven?
von Gabi am 12.01.2009 21:11Hallo Kerstin,
Das weiß ich und will das auch nicht "klein"reden. Und Du kriegst das hin, da bin ich überzeugt!
Sieh es auch mal so: Dein Nikotinentzug war eine sehr bedeutsame, einschneidende und anerkennenswerte
Leistung und hat von Dir ein nicht unerhebliches Maß an Übernahme von Eigenverantwortung (das ist gleichbedeutend mit einer neuen Unsicherheit!) gefordert - folglich ist hier ein Prozess im Gange, an dem Du reifen wirst und der immer mal wieder anstrengend ist. Die Fähigkeit, nicht vor lauter Unsicherheit dabei aus dem Tritt zu kommen, entwickelst Du erst allmählich mit Deiner Psychotherapie - da sind kleinere "Rückfälle" in die Angst fast unausweichlich, aber nicht zwingend gefährlich!
Nur Mut, Du wirst damit nur stärker

LG, Gabi
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