Lupusphsychatrie

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Renate am 04.12.2010 16:05

Ich musste am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn die Kollagenose nicht beachtet wird und alles auf die Psyche geschoben wird. Ich war sogar in der Psychiatrie und wurde mit mehreren Psychopharmaka abgespeist, weil ja meine Beschwerden alle angeblich von einer psychischen Erkrankung kamen. Unter den Medikamenten war auch Tavor, von dem ich dann mit aktiver Kollagenose einen Entzug durchstehen musste. Und es standen bei mir zu Anfang und noch längere Zeit auch fehldiagnosen mit in meiner Akte, auch dann noch als die Kollagenose fest stand. Nach langer Zeit habe ich es geschafft, dass diese Diagnose rausgenommen werden, es belastet mich heute immer noch sehr was mir widerfahren ist .

Ich schließe mich Patinas Ausführungen an!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.12.2010 16:10.

wolfskind

37, Weiblich

Beiträge: 1577

Re: Lupusphsychatrie

von wolfskind am 04.12.2010 16:04

ich denke patina ging es darum dass viele ärzte aufhören zu suchen und sagen dann einfach man hätte eben einen an der waffel. obwohl hinter den symptome der lupus gesteckt hat.
wenn man dieser stelle weiter machen würde und tiefer schaun würde ob hinter den (psychischen)symtomen vielleicht noch etwas anderes steckt, dann wäre vielen viel eher viel besser geholfen.

klar ist das nicht einfach. weil auch jeder lupus anders ist. is doch ganz logisch.

danke dass du mich zitierst. natürlich nehme ich keine befunde mit in denen steht ich wäre sonst wie gestört obwohl tatsachen etwas anderes zeigen und befunde etwas anderes bewiesen haben. auf noch mehr durcheinander kann ich gerne verzichten. denn je mehr chaos in den unterlagen herrscht desto schwieriger wird es auch symtome zuzuordnen und zu behandeln.

da ich mich nicht streiten wollte und um korrektur bitten wollte habe ich den befund nicht mitgenommen.

Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über.

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Phoenix
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Phoenix am 04.12.2010 15:47

Würden sie ein paar Minuten auf die Richtige Diagnose verwenden, könnte man damit viele unsinnige Maßnahmen sparen.


Patina,

glaubst Du wirklich, dass es so einfach ist?
Ich nicht.

Es führt wohl nichts an der Tatsache vorbei, dass es manchmal eine Zeit lang dauern kann, bis des Pudels Kern gefunden ist. Und daran inkl. Erschwernis sind die Betroffenen manchmal durchaus aktiv beteiligt.

Ich habe zum Beispiel hier vor ein paar Tagen gelesen (in einem anderen Thread), dass jemand "die Befunde zu einem neuen Arzt mitnimmt, mit denen sie übereinstimmt" (nicht die, in denen "Schmarren" stehen).
Das klingt für mich ungefähr so, als wollte jemand ein bestimmtes Ergebnis herbeiführen.


Und was die psychischen Gesichtspunkte betrifft: wer kennt einen Menschen, der psychisch immer komplett intakt und stabil ist? Es gibt nicht nur DIE eine Ursache für veränderte seelische Bedingungen. Ein bisschen komplizierter ist es dann vielleicht doch.

Gruß, Phoenix

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Patina
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Patina am 04.12.2010 15:34

Ja, ich fänd es auch besser, es würden mehr gut ausgebildete Internisten in den psychiatrischen Kliniken geben, damit man sich nicht noch an Fehldiagnosen abarbeiten muss. Es ist eben auch eine Fehldiagnose, wenn man körperliche - durch die Kollagenose - bedingte psychische Krankheiten als nicht körperlich bedingt ansieht. Klar kann es helfen zu erfahren, wie man mit Depressionen usw. umgeht (Patientenschulung). Aber die Ursache muss auch richtig behandelt werden. Ansonsten wird man auch daran krank, dass einem die Schmerzen und die unendliche Müdigkeit nicht geglaubt wird und epileptische Anfälle, als Simulantentum gedeutet werden. Es ist doch viel sinnvoller, die Ärzte akzeptieren die Grunderkrankung mit ihrer Müdigkeit, den Schmerzen, den hormonellen Entgleisungen und dadurch ausgelösten psychischen Störungen, als ständig mit so versteckten Vorwürfen wegen Inaktivität und Widerstand und "wollen nicht an sich arbeiten" zu kommen. Hätt ich eine Beinamputation hinter mir, würde jeder meine Schwierigkeiten akzeptieren und mir keine Vorwürfe über Trauer, nicht weiter wissen und Schmerzen machen. Niemand würde die Beinamputation leugnen. Niemand würde verlangen, dass ich damit tanzen gehe. Für mich ist es ein Stück aus dem Tollhaus, wenn teuer bezahlte Ärzte ihre Patienten mit so rein oberfläch betrachteten Sprüchen abtun. Würden sie ein paar Minuten auf die Richtige Diagnose verwenden, könnte man damit viele unsinnige Maßnahmen sparen. - Ich hab auch Krebspatienten in Kliniken erlebt, deren Krebs etwas versteckt lag. Die wurden Jahre auf Depression behandelt, statt auf Krebs. Sowas darf es in unserem teuer bezahlten und weiterhin auch geföderten Gesundheitssystem nicht geben. Da sollte Herr Roesler sich mal fragen, woran das liegt. Das hat nicht nur mit überteuerten Medikamenten zu tun. Das ist eher eine Frage von Ausbildung und Grundeinstellung zu seinem Beruf.

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wolfskind

37, Weiblich

Beiträge: 1577

Re: Lupusphsychatrie

von wolfskind am 04.12.2010 15:07

sogar eher noch umgekehrt! man hat die beschwerden WEGEN der psyche!

Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über.

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Renate am 04.12.2010 14:26

Psychische Störungen gibt es bei oder durch Kollagenosen ja gar nicht so selten.

Was mich aber sehr ärgert ist, dass es von so einigen Ärzten und auch Psychotherapeuten nicht im Zusammenhang mit der Kollagenose gesehen wird oder erkannt wird.

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Patina
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Patina am 04.12.2010 13:42

Oberarzt: "Ja, wenn es mir an so vielen Stellen weh täte, würde ich auch ins Krankenhaus gehen."

Patient Burger: "Sind Sie schon Herr Oberarzt. Sie sind schon im Krankenhaus."

Ein ganz schläfriger Patient, dem während der ganzen Zeit der Koppf herunterhängt, wacht plötzlich auf. Er spricht den Oberarzt mit blanken Augen ganz mitfühlend an: "Und hat es Ihnen schon was geholfen, Herr Doktor?"

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Patina
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Patina am 04.12.2010 13:28

Die Stationsärztin: "Über meinem Kopf schwebt kein Kreis. Das kann gar nicht sein. Wenn sie weiterhin so aggressiv sind, hohl ich meinen Dreizack raus. Da werden Sie sehen, was eine Harke ist!"

Oberarzt: "Aber nun beruhigen Sie sich mal, Frau Kollegin. Man muss ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen."

Oberarzt, sich einem Patienten zuwendend: "Sagen Sie mal, Herr Burger, sie haben da letzte Woche so einen Mann gemalt, auf den ganz viele Pfeile flogen. War das der Heilige Sebastian?"

Patient Burger: "Nein, Herr Doktor. Ich heiß nicht Sebastian. Ich sollte der Frau Doktor aufzeichnen, wo es mir überall weh tut."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.12.2010 13:29.

Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Renate am 04.12.2010 12:35

Psyche
Bei einer chronischen Erkrankung, noch dazu bei einer, die Schmerzen verursachen kann, ist immer auch die Psyche betroffen. Der Mensch ändert sich unter dem dauernden Einfluss von Krankheit, das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt, unsere Ziele und Wünsche wandeln sich in neue, dem veränderten Leben angepasste, usw. Hier kann es hilfreich sein, psychotherapeutische Hilfe kurzfristig oder auch in Form einer längeren Therapie in Anspruch zu nehmen.

Quelle:
http://www.lupus-live.de/tipps_und_tricks/lupus_die_wichtigsten_fragen.htm#Psyche

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Lupusphsychatrie

von Renate am 04.12.2010 12:03

Neuropsychiatrische Symptome des systemischen Lupus erythematodes
Zentralnervensystem
Aseptische Meningitis, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Demyelinisierendes Syndrom, Kopfschmerzen (einschließlich Migräne und idiopathische intrakranielle
Hypertension), Bewegungsstörungen (Chorea, Parkinson ähnliche Bewegungsstörungen), Myelopathie, Epilepsie, akute Verwirrtheitszustände oder Delieren,
Angststörungen, Kognitive Störungen, Affektive Störungen, Psychosen

Quelle: http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=1040

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