Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
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Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von kira am 15.02.2014 20:47Ich kann euch nur zustimmt, ich "verbiete" meinen Arbeitskollegen an manchen Tage die "Wie geht es dir Frage" ;) Es wechselt ohnehin wie das Wetter im April.
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von Howlingwolf am 15.02.2014 13:54Da kann ich BadCat nur beipflichten, Du klingst positiver! Schön. :)
Klar, die Gräten tun immer noch weh, aber die Stimmung ist etwas heller. BadCat hat ein schönes Wort gewählt: Achterbahnfahrt! Ja, Autoimmunerkrankungen sind tatsächlich eine Berg- und Talfahrt. Wenn es einem beschissen geht, sind die Blutwerte geizig und ziehen nicht mit, da streikt dann der Metabolismus sozusagen. Dann widerum geht es einem den Umständen entsprechend blendend und der Arzt will einen am liebsten in Isolation packen!
Du merkst, ich übertreibe, aber so ähnlich haben wir das alle schon einmal erlebt. Die Gefühle hinken irgendwie hinterher oder wissen gar nicht mehr genau, was sie funken sollen: Geht es mir nun gut oder nicht? Erst mal den Doc fragen, das Labor, die Experten im Krankenhaus. Wenn ich morgens gefragt werde: How are you? Sage ich oft erst mal: Ich weiß noch nicht!
Ich muß wirklich erst mal in mich reinhorchen, bin so wie ein Computer oder Mobiltelefon, das/der zuallererst mal updates und downloads braucht, bis klar ist, wo wie was funktioniert. Wie lange habe ich Saft, also wie gut konnte ich mich nachts schlafend wieder aufladen? Muß ich kürzer treten? Darf ich über die Stränge schlagen? Oder muß ich dann wieder einen viel zu hohen Preis für meinen Übermut bezahlen? Wag ichs, oder lieber nicht? Und meine Kinder? Kann ich denen das zumuten? Das sind alles so bewußte und unbewußte issues, die man im Kopf abklappert.
Letzten Endes bleibt es ein Tangotanz mit dem Wolf, ein feines austarieren, ausbalancieren, Nähe und Distanz zulassen: Aus Erfahrung weiß man dann schon irgendwann, oops, das war jetzt zuviel, da kommt mich sicher der Wolf knutschen!
Manchmal mußte ein Kuß zuviel wohl sein, man wollte einfach mitmachen, auch "leben", sehen wie die anderen normal ihr Leben gestalten, auch wenns dann nachher hirnrissig und zuviel war. :) Der/Die ein/e oder andere wird sich selber sicher in meiner Reflexion wider erkennen ;)
*Liebgruß* aus der Stadt Berlin, mit der ewigen Grundvibration *buzzzzzz* Die Stadt ist nie mehr gänzlich still, leider *seufz* Greetings to you <3 Natasha
Auf Regen folgt immer Sonnenschein!
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von BadCat am 15.02.2014 06:04Hallo Kira !
Heute "klingst" besser (finde ich) das ist gut (vor allem für dich,nicht wegen Forum) Diese krankkeit ist wirklich Psyhisch und physisch eine Achterbahnfahrt !
Und es ist nicht so leicht alles unter einem Hut zu bekommen aber auch auf sich zu achten...manchmal ist man besser darin manchmal klappt nicht so gut.
wünsch dir alles Liebe und bleibe hier erhalten...
"Sie sind eine sehr mündige Patientin" 
~ Zitat:mein Rheumatologe ~
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von kira am 14.02.2014 21:14Hallo ihr lieben Leidensgenossen 
Erstmal ein von Herzen kommendes Danke für eure Zeilen, wie der eine oder andere bemerkt hat war ich wirklich aufgebracht als ich meinen Beitrag verfasst habe. Viele eure Anregungen und Meinungen treffen auch durch aus auf mich zu.
Ja vielleicht schwingt auch ein bisschen nicht Akzeptieren wollen mit und ich stimme absolut zu dass dieses Ärztegerenne und sovieles andere sehr zermürbend ist und es da sehr hilfreich sein kann Unterstützung im Forum zu erhalten.
Ich versuche halt alles so gut es geht unter einen Hut zu bekommen und gebe auch offen und ehrlich zu mich des öfteren dabei zu übernehmen. Also ich denke immer noch wie im ersten Posting aber dass es sehr sehr schwer ist sehe ich auch immer wieder.
Da heute und auch schon gestern gelinde gesagt einer dieser absoluten Dreckstage ist und nicht mehr viel bei mir geht,werde ich morgen das Spital aufsuchen. Ich kämpfe natürlich auch weiter aber im Moment zwingt es mich auch in die Knie.
@ theo ich danke dir für deine Worte und ich persönlich sehe nichts verwerfliches in deiner Ausdrucksweise oder dergleichen und halte es auch für gut möglich dass es hier für Männer möglicherweise etwas schwieriger ist,kann es nicht bestätigen oder belegen aber ich könnts mir vorstellen 
Wünsch euch allen ein schönes Wochenende und sende euch liebe Grüsse von der Front!!
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von Theo_1956 am 14.02.2014 14:09Es ist sehr schade, das Personen in Foren wie diesem nicht sachlich bleibt und es immer wieder Personen gibt die förmlich Streit suchen und nicht sachlich bleiben sondern provozieren.
Es hat keineswegs mit Jammern zu tun wenn ich geschrieben habe das dieses Forum von Frauen dominiert wird. Hättest Du Dich etwas besser informiert dann hättest Du die Erkenntnis das vor allem Frauen an Lupus erkranken und somit die Mehrheit bilden - also dominieren. Genetisch bedingt tauschen sich Frauen intensiver aus als Männer dominieren also auch hier.
Dennoch schöne Grüße
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von mira am 14.02.2014 09:11Hi,
und wie lebt es sich so als Opfer von Frauen in diesem frauendominierten Forum? Das, was Du tust, klingt mir mehr nach Jammern als alle anderen Beiträge in diesem Forum.
Okay, nochmal ganz langsam für Dich: Sexismus ist, wenn man Männer und Frauen einen ungleichen sozialen Status zugeschrieben bekommen. Nach Deiner Aussage hast Du quasi dasselbe geschrieben wie Kira, hast aber viel mehr Kritik bekommen. Und das liegt angeblich ausschließlich an Euren unterscheidlichen Geschlechtern. "Denn Du hast einen großen Vorteil - Du bist eine Frau."
Mira
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von Theo_1956 am 14.02.2014 06:41Hallo Kira,
wie Du an dem Kommentar von Mira siehst - es hat sich nichts geändert. Das mit der Meinungsfreiheit. An Mira, was ist an meinem Kommentar der Hinweis auf Sexismus ?
Grüße Euch
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von mira am 13.02.2014 13:25Hallo,
Theo, das ist nicht Dein Ernst! Das, was Du hier schreibst, ist Sexismus.
Faktoren wie Schreibstil, Ausdruck, lesbare Rechtschreibung (!) sind möglichweise ausschlaggebender für die Art der Reaktion auf eine Aussage hier im Forum als die Hormonlage und das Geschlecht des Schreibenden.
Zu Kiras Post ist aus meiner Sicht alles gesagt. Sorry fürs OT, aber ich will Sexismus nicht so stehen lassen.
VG
Mira
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von Howlingwolf am 13.02.2014 13:14Hallo Libe Kira!
Nein, Du hast Dich NICHT unbeliebt gemacht, Du hast Deine Meinung, Du bist eine Erwachsene und alle Erwachsenen dürfen anderer Meinung sein, das ist gut und kann ausgehalten werden. Deine Meinung hat uns gefehlt, es ist DEIN Weg im Leben, den DU mit DEINEM Sohn gehst. Dafür Chapeau! und Weidmannsheil! Wird schon schiefgehen! Lach :)
Nein, ganz ernsthaft jetzt, wir Menschen planen unser Leben allzu gerne am Reißbrett für die nächsten +- 15 Jahre, aber das heißt nicht, daß Gott, die Erdgeister, Manitu, Buddha, Allah oder wer oder welche Entität auch immer nicht auch was zu sagen hat und wirken wird, ob wir nun wollen oder nicht!?
Ich bin seit frühester Kindheit krank mit diversen Autoimmunerkrankungen, die Ärzte sprechen bei UNS von einer " Familiendurchseuchung. " Das ist IHRE saloppe Art, die Häufung und die Schwere der Ausprägungen zu kategorisieren. Ich habe drei Kinder, 9 , 5 fast 6 und 1 Jahr alt. Die Schwangerschaften waren alle schwer, ich mußte meinem Körper die Kids regelrecht abtrotzen. Das sind einfach knallharte Fakten, ich suche kein Mitleid, die würde ich suchen, hätte ich mich breitschlagen lassen, keine Kinder zu bekommen. ICH wäre psychisch kaputt gegangen. Meine Tochter Beebee lebt in einer Pflegefamilie, die ich kenne, da ich mittlerweile nicht nur Schlaganfälle hatte.
Mein Vater hatte diese Probleme kurz bevor er starb, bei uns in der Familie in den USA sterben viele sehr früh an Autoimmunerkrankungen, sie sind fast alle Black American oder Native American ( " Indians " ). Klar bin ich nicht immer happy, besonders nicht, wenn ich einige Male vor meinem Vorschüler abgeklappt bin, er zu mir angerannt kam, laut schreiend: " Mommy, please don´t die! Don´t leave me alone! I love you! Please don´t die! " Erst da war ich alarmiert und in Panik, davor dachte ich, ach Du hast Kreislauf oder sowas. Doch die Panik ergriff mich, als mein Sohn so reagierte. Er ist sehr empathisch und mit mir verbunden, ab da wußte ich, da ist was im Busch. Auch dies schreibe ich alles, NICHT um zu jammern, sondern MEINE/ UNSERE Realität mit Lupus&Co zu schildern. DEINE Realität, so wie Du sie jetzt lebst, ist genauso gut und richtig, wie die Realität aller anderen Personen die hier gemeldet sind, auch meine.
Natürlich gibt es hier und da RATSCHLÄGE, aber das sind keinesfalls Befehle. Manchmal weiß doch ein alter Hase hier im Forum doch mehr als ich und ihr Rat ist mir wichtig. Zum Beispiel schätzte ich Renate´s Rat sehr, klar war sie manchmal "militant", aber wer ist das nicht mit einer chronischen Erkrankung? Ganz ehrlich sein ;) Ich galt schon als Kind als brutal ernst ( meine Schwester Tanya, 6 Jahre älter ), die Krankheit hat meinen Geist nicht vollends vernebelt! LOL
Ich sage gerne, was ich denke, mein ExPsychologe lobte mich dafür, sagte, ich erspare mir so viel Depressionen und Selbstzweifel/-hass. Ich wurde zu Anfang auch "gebeten" ich solle mich abmelden, mir wurde unterstellt, ich hätte mich selbst diagnostiziert, uvm. und siehe da, ich bin immer noch hier! Ich wollte ab und an einfach mal was schreiben, ich habe nicht viele Beiträge, bin lange nicht online und dann wieder aktiv und mitteilsam, aber harmlos. Die meisten hier im Wolfsrudel sind das auch - harmlos. Der Ton kann schon mal schärfer werden, die Last, die man manchmal tragen muß, wiegt schwer und kann auch das ein oder andere Mal zuviel werden. Aber immer wieder aufraffen tun sich die meisten, das weiß ich seit ich mich damals vor 8(?) Jahren angemeldet habe. Niemand hier ist Atlas, die Weltkugel kann schon mal bedrohlich schwer werden, kann das Gefühl vermitteln, einen zu erdrücken, aber dieser Zustand ist meist nur vorübergehend bei den Forumsbewohnern.
Bleib bitte, krall Dir einen KaffeeLatte und lass uns plaudern, hier beißt niemand und wenn doch mal virtuell die Zähne gezeigt werden sollten, dann kann man mit Worten spitze Zähne schleifen oder Missverständnisse klären. Nicht abschrecken lassen, dieses Forum kann Spaß machen, kann DIR auch helfen, wenn Du magst, versuchs mal weiter, wirst sehen, alles wird gut! :)
Fühl Dich gedrückt und verstanden! Luv Natasha
Auf Regen folgt immer Sonnenschein!
Re: Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben
von BadCat am 13.02.2014 12:04Hallo !
möchte nur kurz was sagen...also ich zähle mich selbst nicht zu der gruppe der dauerhaft resignierten /selbstmitleidigen /oder denen die aufgegeben haben,ganz im gegenteil ob wohl ich natürlich auch solche gefühle der frust kenne und zulasse...
mein wichitges anliegen wäre nur zu sagen...auf sich selbst zu achten und mit manchen dingen die eben nicht mehr machbar sind zu leben hat mit Resignation/Selbstmitleid/Aufgeben nichts zu tun :) ich habe eben manchme die "verloren" aber dafür andere gewonnen.
für mich ist das so der richtige einstellung im moment.andere haben andere und man selbst ändert sich auch immer wieder...und manchmal soll man auch "jammern" dürfen das braucht doch jeder mal...
thats it
"Sie sind eine sehr mündige Patientin" 
~ Zitat:mein Rheumatologe ~

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