Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
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Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Dani am 18.06.2009 01:22Ähm.... ist das jetzt Dein Ernst?
Für Säuglinge gibt es - abgesehen von der Farbe - noch nicht wirkliche geschlechtsspezifische Geschenke. Also mir fällt da jetzt nix explizites ein. Wenn ich für das Kind werdender Eltern etwas kaufe, dann habe ich dabei noch nie auf das Geschlecht Rücksicht genommen, sondern etwas fürs Baby gekauft. Abgesehen davon, mein Sohn hat als Kleinkind sehr gerne mit meiner Babypuppe gespielt. Soviel auch zum Thema "geschlechtsspezifisch"..
Und auch so eine Baby-Party seh ich nicht als Grund, so einen Test zu machen.
Erstens weiß man durch den Ultraschall schon weit vor der Entbindung das Geschlecht und zweitens, wenn das Kind sein Geschlecht eben noch nicht zeigen will, dann ist es eben so.
Ich bin immer noch der Meinung, dass die Amis spinnen. Auch wenn das grundsätzlich sehr nette Menschen sind.
Liebe Grüße
Dani
Das ganze Leben ist ein Irrenhaus und das Forum ist die Zentrale! 
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Kaffeejunkie am 18.06.2009 02:45... naja, meiner nicht wirklich ... deren schon

Du (und die meisten Deutschen vermutlich) nicht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es für den einen oder anderen in den USA einer sein kann.
Sicher, ich sag ja auch nicht, dass ich das persönlicih gut finde. Ich wollte nur mal darauf hinweisen, dass es neben den "moralisch/ethisch verwerflichen" Gründen, die hier angeführt wurden, vielleicht auch (für Amis) recht praktische gibt.
Kaffeejunkie
Gabi
Gelöschter Benutzer
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Gabi am 18.06.2009 06:01Hallo Kaffeejunkie,
Dort ist es üblich, bereits einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin eine sogenannte „Baby Shower“ Party zu veranstalten.
hinterlegen die werdenden Eltern häufig in einem Geschäft eine „Wunschliste“, von der sich die Gäste dann etwas aussuchen, was sie schenken.
Für die werdenden Eltern ist es natürlich viel einfacher, eine solche Liste zusammenzustellen, wenn sie über das Geschlecht vorab informiert sind
Eine falsche Information hat also eventuell nicht nur das in der „falschen Farbe“ gestrichene Zimmer zur Folge.
es mag sein, dass es in den USA oder sonstwo ähnliche Gepflogenheiten gibt. Na und?
Wenn DAS ein vorrangiges Motiv für einen Geschlechtstest sein soll, legt das ein beredtes, trauriges Zeugnis vom Zustand einer "zivilisierten" Gesellschaft ab.
Und, sorry, das hat nichts mit "praktischen" Gründen zu tun und auch nicht mit "negativem Sehen" - ich finde das einfach nur noch krank

LG, Gabi
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Dani am 18.06.2009 07:01@Kaffeejunkie:
Dann kam das bei mir falsch an.
Wahrscheinlich durch Deinen Nachsatz:
Liebe Grüße
Dani
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Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Billa am 18.06.2009 07:07Hallo,
Das ist für mich überhaupt kein Grund, das darf doch nicht wahrsein, dass man so einen Test machen läßt, nur weil die Leute zu .......... sind, um etwas zu schenken.
Ob das eine recht praktische Sache ist, dass ich "nur" eine Hilfestellung bekomme, welche Farbe ich kaufe?
Hör jetzt auf, ärgere mich beim schreiben schon!
L.G. Billa
"Glaube versetzt Berge und Wissen rückt es wieder an seinen Platz."
(Wolfgang Möcker)
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von mmair am 18.06.2009 07:24Spricht lieber nicht, über dinge das du gar nichts von weis! Ein Ultraschall bitte, das ist keine versicherungsleistung in den USA! Es kostet wahrscheinlich soviel wie deisen blöden Test. Die meisten Leute sind gar nicht versichert. Der Rechtliche Lage ist in den USA zwar anders, lächerliche höhen Summe wegen zu heißes Kaffee usw. Da sind die Antwalt schuldig, aber wieso nicht wenn die eine fette Beute einholen kann, das nennt man Kapitalismus. Ich bin sicher das hat wenig mit der entaüschung oder gefühl deiser Frauen, mehr mit einem klugen Anwalt/-in. Besonderes in deiser Wirtschaftskrise höfft jeder ins Geld "einzufallen":) Ein Beispeil sind die Hintergebliebende Angehörige den Opfern von Air France Flight 447, viele wollen ein Prozess in den USA, Nach Deutschen oder Franzöischen Recht ist der Summe basiert auf wieviel Geld das Opfer in seine Restliche leben verdienen könnte, sowie wieviele Angehörige Er/Sie finanzielle verantwörtlich sind. In den USA ist das nur ein teil was die verlangen kann, da gibst es auch Geld für die "schmerzen" Psychologische trauma (lebenslängliche therapie wurd bezahlt) und alles möglich. Ich glaube keiner deisen Menschen das Geld lieber haben wollen als sein geliebter Vater/Ehemann/Geschwester am leben. Aber für irgandwelches Anwalt kann es nicht genug sein. Also ich denke wohl das der Hersteller eine solche Test verantwörtlich sind für die versprechen (richtigkeit) seiner Produkt, wenn ich ein Staubsauger kaufen es sollt saugen nicht wahr? Klar ein Gewehrleistung "Money-back Garentie" ist selbst verstandlich. Wollen die Eltern deswegen ihren Kinder nicht? Ich glaube es geht gar nicht in deiser richtung! Die haben das test aus neugiere, wenn es sich doch "anderes" entpuppt, haben Sie Geld reklaimiert, viellecht ein Anwalt eingeschaltet weil das Hersteller verweigert. Den Anwalt findet heraus es gibst andere Eltern das auch Reklamieren wollen, Er seiht eine möglichkeit viel Geld herauszuholen! Die Eltern speilen Natrülich mit,Sie wurden es auch tun, NICHT WAHR?
Man muss das Beste hoffen, das Schlimmste kommt von ganz alleine.
Having Lupus wouldn't be so annoying if it weren't for the advice of other people.
Gabi
Gelöschter Benutzer
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Gabi am 18.06.2009 07:54@Monique
Mir (ich spreche nur für mich) geht es weder um die Verunglimpfung von Amerikanern (die Nutzung des vorgeburtlichen Geschlechtstests und seine juristische "Ausschlachtung" stehen hier für mich nur prototypisch für eine auch anderswo verbreitete Haltung, die ich nicht akzeptieren kann) noch um die konkrete Klage.
Mich stört extrem die Instrumentalisierung des Kindes an sich - egal, ob es nun als "Wunscherfüller", Statussymbol, Accessoire oder sonstwas der Eltern dient oder sein nicht wunschgemäßes Geschlechtstestergebnis (dabei ist mir wurscht, ob ultraschallermittelt oder labortechnisch bestimmt) als Vehikel für "Geldbeschaffung" sowohl in den Familien als auch durch Anwälte benutzt wird.
Klar ist der Versicherungsstatus in den USA ein anderer als hierzulande - trotzdem ist mir nicht klar, warum Menschen unbedingt das Geschlecht ihres Kindes vorgeburtlich wissen müssen (wenn sich das ergibt, okay, wenn nicht, was ändert es??). Medizinisch kann es dafür durchaus Gründe geben - diese dürften jedoch privat und gesamtgesellschaftlich eher eine deutlich untergeordnete Rolle spielen...
Wie ich schon ausgeführt hatte, ist mir dabei die grundsätzliche Haltung zum "Kind nach Wunsch" (auf Bestellung?) statt willkommenem Wunschkind (Zufallsprinzip) suspekt - will sagen: "Machbarkeits"ideen führen zu teils grotesken gesellschaftlichen Entwicklungen und persönlichen Aktivitäten.
Ich bleibe dabei: ich finde das schlimm!
LG, Gabi
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Micky am 18.06.2009 08:48@Monique
Danke, dass du die genauen Umstände hier mal erläuterst. So ungefähr hatte ich es mir schon gedacht.
@Gabi
Ein solches "Na und?" müssen wir dann aber auch für unsere Ansichten gelten lassen.
Dieser Wunsch besteht auch bei nicht-amerikanischen Eltern und ist doch nichts Schlimmes. Außerdem ist das jedem selbst zu überlassen.
Vielleicht noch zur Erläuterung:
Ich habe das Geschlecht meines Kindes erst bei der Geburt erfahren. Nicht, weil ich das nicht wollte, sondern weil es nie zu sehen war im Ultraschall. Dabei war ich schon seeehr neugierig, aber was soll´s.
Die moralischen Bedenken, die hier geäußert werden, teile ich vollkommen. Allerdings sehe ich im konkreten Fall gar keinen Anlass dazu, weil die Hintergründe m. E. andere sind. Da geht es nicht um "Aussortieren" oder "Designer-Kinder".
Und drittens und letztens: Es gibt nunmal unterschiedliche Wahrnehmungen von Normalität. Wer sind wir, darüber urteilen und verurteilen zu wollen?
Gruß Micky
Gabi
Gelöschter Benutzer
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Gabi am 18.06.2009 21:13Kirstin,
vielleicht kannst Du versuchen zu differenzieren:
Ich habe hier einen gesellschaftlich zunehmenden Trend diskutiert und niemanden "verurteilt", sondern meine Meinung zu etwas gesagt - ich finde die gesellschaftliche Entwicklung und den Verfall so mancher Werte nach wie vor erschreckend.
Natürlich kann ich auch andere Ansichten gelten lassen - es ändert meine deshalb nicht unbedingt.
Mein "na und?" bezog sich keineswegs auf die Gepflogenheiten, von denen die Rede war, sondern auf den daraus gefolgerten Schluss, dass dazu die Kenntnis des Geschlechts ungeborener Kinder erforderlich sei....
Ich bezweifle nicht, dass die von Monique geschilderten Motive - Geld für kluge Anwälte oder auch Eltern, die die Chance nutzen - vorkommen; dennoch stützen sie gerade meine Bedenken.
Nochmal zum Thema Kinder: ich habe nichts dagegen, wenn künftige Eltern z. B. das Geschlecht ihres Kindes wissen möchten; das lässt sich aus meinen Beiträgen auch nicht herauslesen - ich werde nur nachdenklich ob des Aufwands und der manchmal getroffenen Konsequenzen.
Übrigens finde ich schade, dass gerade so "natürliche" Themen wie Schwangerschaft (sollte an und für sich eine hoffnungsvolle, frohe Zeit sein - mit Überraschungen; es heißt nicht umsonst "ein Kind erwarten") zunehmend versachlicht/verfremdet und dabei solche Dinge wie Instinkt völlig vernachlässigt werden. Das Wort "mütterlicher Instinkt" wage ich schon kaum zu schreiben....
Das Kind nach Wunsch, Maß und Plan ist leider zunehmende Realität und kein Hirngespinst von mir - der vorliegende Fall, das hatte ich bereits ausgeführt, dient als Diskussionsgrundlage und nicht als Verhandlungsgegenstand 
Dazu mag jede/r gerne denken, was sie/er will - ich glaube, dass ich nicht die Einzige hier bin, die sich erlaubt, gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen kritisch zu hinterfragen, auch wenn ich kein "Patentrezept" dagegen habe.
Gruß, Gabi
Welsangel
Gelöschter Benutzer
Re: Vorgeburtlicher Geschlechtstest - wo leben wir??
von Welsangel am 18.06.2009 21:55Leider wird sich der Trend noch weiter gleichlaufend mit den med. Möglichkeiten ausdehnen.
Meine persönliche Meinung - völlig pervers.
Gesunde Neugier auf die Niederkunft eines Kindes ist doch völlig in Ordnung. Vielfach wird auch im Rahmen der ärztlichen Versorgung schon mal was zum Zuordnen gefunden. Ist ja gut.
Die gezielte Suche nach dem Geschlecht birgt Unbekanntes und bisher noch nicht Überdachtes.
Was und wer hat denn einen Nutzen davon wenn ein Kind dann als er oder sie geboren wird. Was will denn jemand dagegen tun.
Wenn ich da z.B. an Gesellschaften in China oder Indien denke wird mir übel bei dem Gedanken dass bereits im Vorfeld Eingriffe ins Leben passieren könnten.
Oder ganz bewusste Eingriffe geplant werden weil etwa bestimmte Vererbungsmöglichkeiten seltener Krankheiten vorliegen könnten oder, oder.......
@ Gabi
finde Deine persönliche Einstellung zu dem Problem klasse und schließe mich direkt an.
LG Welsangel

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