Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from coffeesickly on 10/30/2010 08:17 PMHabe ich mich doch nicht geirrt.
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from wolfskind on 10/30/2010 08:27 PMdas gute an den opiaten ist dass man eingestellt wird und dann sich selbst quasi versorgen kann. es gibt ja auch die möglichkeit mit dem doc rücksprache zu halten ob man kurzfristig auch mehr nehmen kann.
ich nehme jetzt ein paar wochen nach einem festen zeitplan oxycodon und ich bin super zufrieden. für mich wäre das nichts immer wieder stationär gehen zu müssen.
gut ist auch dass man damit alle schmerzen (so lange sie eben wirklich vom lupus kommen) in den griff kriegen kann. weil man ja hoch und runter dosieren kann.
Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über.
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from coffeesickly on 10/30/2010 09:08 PMGenau diesen Vorteil sehe ich eben auch. Bei mir ist die Kollagenose auch eindeutig die Ursache. Diese Schmerzmittel modelliert eben dadurch alle Symptome. Super Sache. Das hilft ja auch zusätzlich auf Dauer Prednisolon einzusparen. Dieser Grund steht unter anderem auch auf meinem Überweisungszettel für die Schmerzambulanz.
Renate
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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from Renate on 10/30/2010 09:21 PMBei stärkeren Schmerzen kommen dann Opioide zum Einsatz. Eine große Untersuchung von Rheumaerkrankungen in der rheumatologischen Kerndokumentation hat ergeben, dass über die Hälfte der Patienten starke bis sehr starke Schmerzen hat. Somit ist laut WHO-Schema die Indikation für den Einsatz von Opioiden gegeben. Das Interessante an dieser Untersuchung ist, dass die Stärke der Schmerzen unabhängig von der Dauer der Erkrankung war.
Es sollten vor allem so genannte retardierte Präparate zum Einsatz kommen, die eine Langzeitwirkung entwickeln und die entsprechend in regelmäßigen Abständen eingenommen werden (alle 8 bzw. 12 Stunden).
Quelle: http://dgrh.de/1713.html
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from coffeesickly on 10/30/2010 09:29 PMDanke Renate, es ist gut das mal zu lesen!
Mein Rheumadoc hat es mir ja auch so erklärt. Bei diversen anderen Arztterminen haben die Ärzte dann ganz abweisend darauf reagiert, so als ob es das schlimmste überhaupt wäre. Das verunsichert schon ziemlich.
So mein Gewissen ist beruhigt. Jetzt muss nur die Zeit noch schneller umgehen. Zu blöd, dass wir morgen früh die Uhr eine Stunde zurück stellen müssen
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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from Heidi on 11/03/2010 06:17 PMHallo, das ist so eine Redensart und meint, dass man neben dem Lupus auch noch andere chronische Erkrankungen und auch Kollagenosen haben kann. Für mich hat mein Wirbelsäulenrheuma nicht unbedingt was mit dem Lupus zu tun, allenfalls, dass beide Kollagenosen sind und mir wurde nicht geholfen, solange alle nur beim Lupus gesucht haben. Das entzündliche Wirbelsäulenrheuma wurde völlig separat diagnostiziert und dabei helfen einfach keine Opiate gegen Schmerzen. Deshalb ist ein Basismedikament Sulfasalazin, hat mit dem Lupus nichts zu tun. So habe ich das jedenfalls verstanden. Bei der Barbortherapie bin ich auch immer die einzige, die auch noch Lupus hat, die anderen sind immer ausschließlich Rheumapatienten.
LG Heidi
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Renate
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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from Renate on 11/03/2010 06:20 PMHallo Heidi, eine kurze Frage: Welche Kollagenose ist dein Wirbelsäulenrheuma dann ?
Renate
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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from Renate on 11/03/2010 06:29 PMWeil wenn du schreibst dein Wirbelsäulenrheuma ist auch eine Kollagenose, dann müsste es ja zu einer der folgenden Kollagenosen gehören:
Quelle:http://dgrh.de/kollagenosen0.html
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from coffeesickly on 11/03/2010 07:07 PMDann habe ich wohl kein Wirbelsäulenrheuma, denn meine Opiate schlagen ja an. Die Dosis ist doch nur nicht ausreichend. Bezüglich des Wirbelsäulenrheumas, welches auch eine Kollagenose ist, bin ich ebenfalls gespannt.
Gegen Sulfasalazin bin ich sehr sehr allergisch. Das war garnicht schön.
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
from Heidi on 11/04/2010 09:38 PMHallo,
obwohl ich beruflich auch wissenschaftlich arbeite, hatte ich nie den Ehrgeiz, meinen Krankheiten wissenschaftlich auf den Grund zu gehen,wenn ich mich auch versuche zu informieren.Ich kann ein Medizinstudium und jahrelange eRFAHRUNG NICHT ERSETZEN DAMIT UND HABE IM ÜBRIGEN GENUG DAMIT ZU TUN; MEINEN aLLTAG ZU SCHAFFEN:
Mein Rheumatologe, dem ich sehr vertraue, geht die Probleme aber auch nicht im Paket an. Er schaut immer, was ist gerade führend, denn es gibt keine Therapie, die auf Alles wirkt. Deshalb bin ich gerade auch auf 16 Tabletten am Tag plus der Spritze wöchentlich Enbrel/Immunsuppressiva. Es geht mir damit aber relativ gut z.Zt., abgesehen von dem überaktiven Darm, der aber schon seit Jahren sehr schlecht in den Griff zu bekommen ist.Kurz gesgat, ich weiß es nicht, aber soviel habe ich verstanden, das Wirbelsäulenrheuma ist nicht unbedingt eine Begleiterscheinung oder Erweiterung vom Lupus.
Ich habe leider diverse erbliche Komponenten, die da mitspielen könnten. Bin eigentlich auch froh, es solange geschafft zu haben, ein relativ normales Leben gelebt zu haben, mit 2 gesunden Kindern, 31 Jahren Beruf, trotz Lupus, der sich in den letzten Jahren auch erheblich erweitert hat, trotzdem, bin froh es so gemacht zu haben und alle sagen, erstaunlich, wie das bei ihnen gelaufen ist. Muss letzlich jeder selbst entscheiden denke ich. Kann auch sein, dass ich demnächst den Preis hoch bezahle, aber mein relativ normales Leben trotz frühem Lupus ist mir auch viel wert, insbesondere die Kinder und mein beruflicher Werdegang, der mich trotz erheblicher Einschränkungen noch relativ zufrieden macht. Aber das ist alles eine Frage der persönlichen Wertsetzung uind alles hat seinen Preis
LG
Heidi
"Umwege erhöhen die Ortskenntnis!"

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