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coffeesickly

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Re: Assoziationsthread

von coffeesickly am 22.12.2010 15:46

Armut

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 22.12.2010 13:21

Ja das ist ja das Versorgungsproblem hier im Thüringen. Ich denke auch das eine Polyneuropathie möglich ist und vielleicht nahe liegt, aber wie du es schon sagst, woher wissen die das?
Ich werde es in Weißen wirklich noch mal probieren.
Ich gehe jetzt meinen Frust wegshoppen und freue mich schon auf morgen, denn dann muss ich ja wieder in die Schmerzambulanz (jucheee :s 3).
Für das Stangerbad habe ich natürlich kein Geld, als armer Student.

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coffeesickly

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 22.12.2010 13:04

Die Ambulanz in Weißen nimmt leider keine Patienten mehr auf, sonst wär ich da längst, ich würde sogar Schlange stehen. Ich schaue mich hier in Erfurt mal um.
Ich bin ein bisschen verwundert, weil ja im Bericht steht, ich hätte eine Polyneuropathie. Aber es wurden gar keine weiteren Untersuchungen gemacht. Was mache ich jetzt damit? Lasse ich das gelten? Steht sogar mit Diagnoseschlüssel da. Mich hat auch keiner darüber aufgeklärt, dass wirklich eine vorliegt.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 22.12.2010 12:46

Mir wurde erzählt, dass ich das Stangerbad selbst bezahlen müsste, weil das die Krankenkassen nicht mehr übernehmen. Schade ist das auf jedenfall.
In Weißen nahm man mich sehr ernst und da wurde ich auch auf die Medis eingestellt. Glaubst du, dass ein Internist auch eine Kollagenose behandeln kann? Ich würde nur sehr ungern bei meinem Rheumatologen bleiben.
Und zu den Terminen. Da sagten mir die Ärzte, ich muss eben Prioritäten setzen. Entweder ich habe starke Schmerzen oder ich gehe zur Uni. Muss ich halt selbst wissen wie es geht. Aber du sagst es ja schon, dass schafft man nicht mal ohne Uni.
Wie kann es sein, dass ein Krankenhaus einfach eine Diagnose (ich meine nicht mal speziell meine sondern allgemein) nicht anerkennt? So von wegen, ach Diabetes, gibt es nicht. Multiple Sklerose, Krebs, das gibt es alles nicht. Sie haben nur was an der Waffel.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 22.12.2010 12:13

P.S.: Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass es hilft.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 22.12.2010 12:10

Hallo,

ihr seid voll lieb! Toll das du da angerufen hast Leya, diese Info bringt mich wirklich weiter. Ich denke das ist mein nächster Anknüpfpunkt.

Erstmal bin ich jetzt wieder zuhause und verdammt froh darüber. Ich fasse jetzt mal eben zusammen was in den letzten Tagen noch so passiert ist. Es wurde noch eine weitere physiotherapie hinzu gezogen, eine manuelle Therapie. Die war sehr hilfreich, aber auch hier bleibt der Effekt nur sehr sehr kurz. Am nächsten Tag ist er schon wieder vorbei. Der Psychiater ist wegen Überlastung nicht mehr erschienen. Ich hatte auch keine Gespräche mehr mit der Psychologin. Auf diesem Gebiet kann man also nicht von Behandlung reden. Sie war trotzdem nett, hat aber keinen langfristigen Effekt auf mich erzielt. Hat mir nur empfohlen die Psychotherapie wieder aufzunehmen und gegebenenfalls einen mehrwöchigen Aufenthalt in Erwägung zu ziehen. Hm naja, nun hat meine Psychologin mich aber abgewiesen, nach Angaben war sie aber in Beziehung zum Krankenhaus sehr kooperativ und besorgt. Vielleicht höre ich ja noch was von ihr, wer weiß. Das Tilidin wurde weiterhin tatsächlich noch durch Tramnadol ausgetauscht.

Jetzt zum Arztbrief: Erstaunlich war für mich, bei den Diagnosen ist sogar eine Polyneuropathie aufgeführt, sonst nichts neues. Als Therapie wurde hier wie gesagt hauptsächlich Physiotherapie empfohlen. Noch mal zur Wirksamkeit: progressive Muskelrelaxation: 0 Entspannung; Stangerbad: hilfreich, wird aber ambulant nicht durchgeführt, Rückentraining: unwirksam und daher wird von mir nicht weiter geführt; manuelle Therapie: am sinnvollsten aber nur von kurzer Dauer (ich ziehe es in Erwägung)
In diesem Arztbrief steht noch folgender durchaus interessanter Satz: "Das Grundproblem des hohen Chronifizierungsgrades, des anhaltenden Wunsches, durch eine medikamentöse Therapie endlich schmerzfreier zu werdeb und die vielen Begründungen dafür, dass nichtmedikamentöse physiotherapeutische und entspannungstechnische Maßnahmen eben nicht regelmäßig durchgeführt werden können, bergen im Verlauf die Gefahr, dass ohne adäquate somatisches Korrelat die medikamentöse Therapie unkritisch ausgebaut wird." aha, worauf weist sie hier also hin? Sie sagt ganz klar (hat sie auch im Abschlussgespräch gesagt), dass es sicher Ärzte gibt, die mir sehr gern was ordentliches verordnen. Sie empfiehlt mir nur von diesen Abstand zu nehmen.

So jetzt noch mal die eigentliche Erklärung dafür, dass ich so inadäquat behandelt wurde, die Chefärztin hat es mir nämich erklärt: Undifferenzierte Kollagenosen gelten in diesem Krankenhaus nicht als akzeptable Diagnose. Das ist also als ob ich nichts hätte. Im Anschluss hat man auch noch einen Test auf Fibromyalgie durchgeführt, des übrigens negativ ausgefallen ist. Ja genau, ich sage es ja, mir tut eben nicht alles weh. Und jetzt kommt es .....Wär der Test auf Fibromyalgie positiv ausgefallen, hätte man mir auch noch das MTX und das Prednisolon weggenommen. Als sie mir das sagte sind mir fast die Augen rausgefallen. 8-( 8-( 8-(
Wenigstens aber hat die Rheumatologin empfohlen mir doch diese Medis zu lassen.

So wie fühle ich mich jetzt: Ich würde jetzt gern vor einen Zug springen :D. Mir geht es nicht wirklich besser.

Es wollte auch keiner verstehen das ich vollzeit Studium und 2 x Physiotherapie, 1 x Rehasport, 1 x Psychotherapie, 2x Arzttermine in der Woche nicht vereinbar sind. Die meinten echt, da wär ja nichts dran das zu schaffen. - Error.

In so fern ich mich dazu entschließen könnte weiter zu leben, würde ich diesen ganzen Mist 3 Wochen machen (also was ich für sinnvoll halte) um dann zur Hausärztin zu gehen, damit sie mich nach Weißen schickt, um endlich adäquat behandelt zu werden. Aber stimmt ja, ich habe ja nichts.

Manchmal wünschte ich, es gäbe eine ganz neue Sprache in der man zum Ausdruck bringen könnte, was es heißt sich so zu fühlen, wie ich mich jetzt fühle, denn dafür fehlen mir bei weitem die Worte.

LG

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coffeesickly

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 18.12.2010 16:19

Also ich mache progressive Muskelrelaxation nach Jakobsen in der immer die Morgensteifigkeit einsetzt, Stangerbad (einmal ab in die Badewanne und bitte unter Strom setzen) und Rückenschule. Jeweils 20 Minuten. Wirklich hilfreich finde ich das Stangerbad. Da war nie ein Rheumapatient dabei immer nur Leute von der Orthopädie. Also keine klassischen Rheuma - Physiotherpiee - Dienste.

So ich mache mich jetzt wirklich auf den Weg. Ich wünsche euch noch einen schönen vierten Advent. Ich melde mich sobald ich kann.

LG

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 18.12.2010 16:11

Eben drum. Aber die Ärztin meinte, Physiotherapie hätte einen Placeboeffekt wenn ich dran glaube. So etwas wie Krankengymnastik habe ich ja nicht mal.
Das mit der Versicherung ist klar. Aber ich denke es ist nicht so dramatisch, da sie mich am Mittwoch direkt nach hause geschickt haben, damit ich meine Medis hole. Wär das nicht der Fall, hätte ich auch noch mal gesondert darauf hingewiesen.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 18.12.2010 15:57

Ich habe bezüglich der Physiotherapie eher auf den Placeboeffekt angespielt. Das es was bringen kann, ist klar. Hatte ich auch schon oft. Aber 3 Behandlungen, wo eine lediglich ne Entspannungstherapie ist, macht nicht viel Sinn. Da muss man schon mehrere haben. Das sind auch keine klassischen Rheuma - Anwendungen. Ich hatte zumindest zuvor noch nie ein Stangerbad. Und in der Rückengruppe sagen mir die Therapeuten ständig, dass ich da nicht hingehöre mit meinen Schmerzen. Die sagen immer, das soll nicht weh tun.
Ausgebüchst war hier auch nicht negativ gemeint. Ich hätte ja bescheid gesagt, aber es war niemand von den Krankenschwestern da. Die werden mich schon nicht vermissen, wenn sie wissen das ich sonst ja alles da gelassen habe. Ich denke ich werde auch bald wieder los machen, sonst wird es zu auffällig.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 18.12.2010 15:32

Also ich liege auf der Palliativstation die auch Schmerzpatienten versorgt. Von so eíner Station muss ich euch dringend abraten. Ich habe das Gefühl ich muss denen immer erklären warum ich eine Morgensteifigkeit habe.
Mich wundert auch immer noch warum die mich jetzt so schnell da haben wollten. Ein Pfleger meinte zu mir ich wäre von Platz 20 auf Platz 1 gerutscht. Ich wäre demnach etwa im April drangekommen 8-(.
Niemand hat mir erklärt warum das so ist.
Meine Medis haben sie mir wieder gegeben nach dem ich sie gestresst habe. Sie wollten sie mir erst nicht geben, weil sie zu teuer sind 8-( .... naja wie gesagt ich habe Stress gemacht. Die wollten mein Herzmedi dann der Kosten wegen noch durch einen Betablocker ersetzen (ohne Untersuchungen, ohne Kardiologen, einfach wegen der Kosten). Das habe ich nicht mit mir machen lassen. Die Medis kamen dann aber ziemlich schnell.
Der Rheumatologe war tatsächlich bei mir. Er sieht es wie schon im Thread erwähnt so, dass man nichts machen sollte, wenn die Entzündungswerte nicht erhöht sind. Ich habe denen dann erklärt, dass die bei mir nur ohne Corti hochgehen, aber das war denen egal. Da hieß es dann auch ich soll mich halt mit dem MTX zufrieden geben.
Nach dem dritten Tag freudiger Übelkeit und Erbrechen habe ich dann auch endlich mal was stärkeres gegen das Erbrechen bekommen. Jetzt kann ich zumindest meine Nahrung wieder bei mir behalten.
Diese Station sieht sich auch nicht so sehr als Diagnostiker, die meinten, es ist hier nur in ihrem Interesse die Symptome zu managen.

Tja Leute, gegen den Einwand, nur Tumorpatienten bekommen hochpotente Opiate kann ich nichts sagen, ich habe keinen Tumor. Aber ich weiß ja, dass hier viele welche nehmen.

Mal sehen wie es weiter geht. Der Psychologin habe ich war von den Suizidgedankenn gesagt, ich find sie sehr nett, sie
kümmert sich gut. Ich glaube deswegen macht sie den Ärzten auch noch mal Druck. Hat sie zumindest so gesagt. Mal sehen wie das ausgeht. Ich würde stark bezweifeln, dass die mich mit den selben Schmerzen nach hause gehen lassen. Die meinten auch sie würden mich gegebenenfalls im Januar noch mal für 3 Wochen aufnehmen. Aber wozu denn? Für Physiotherapie? Nein danke.

Mal sehen was das noch wird. Eine andere Ärztin meinte auch ich müsste auch ein bisschen an die Physiotherapie glauben. Ich sagte: "Dann gebt mir lieber ein TicTac, da glaube ich sicher dran, ist auch billiger.".

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