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Re: schwerbehinderung "g"??

from sungmanitu-wakan on 01/07/2009 09:19 AM

Nachtrag zum Widerspruch vom 17. Juni 2005 nach Akteneinsicht



Sehr geehrte Damen und Herren,

zusätzlich zu den schon im o.g. Schreiben aufgeführten Begründungen möchte ich folgendes ausführen:

Das vorliegende Gutachten zur Erwerbsminderung wurde vor einem Jahr erstellt, einige der beigefügten Befundberichte sind noch älter und insofern nicht ausreichend aktuell.

Grundsätzlich kommt es beim LEV häufig zu Schmerzen in den Gelenken ohne das eine von Schwellung, Überwärmung, Rötung vorliegt. Die Schmerzen bsd. in den Füßen resultieren u.a. aus Durchblutungsstörungen sowie Entzündungen der Sehnen- bzw. Bandansätze und sind durch eine orthopädische Inspektion nicht sofort und von außen feststellbar.

Das (doppelt unterstrichene) „durchgehend“ im Befundbericht von Fr. Dr. … bezieht sich mit Sicherheit nicht darauf, dass die Beschwerden seit 1999 unverändert sind, sondern darauf, dass ein Krankheitsverlauf vorliegt ohne beschwerdearme bzw. –freie Intervalle wie es sonst häufig beim LEV auftritt. (gegebenenfalls tel. Rückbestätigung durch Fr. Dr. ...)

Bezüglich der neurologisch-psychiatrischen Beteiligung im Rahmen des LEV sowie der vorliegenden reaktiven Depression sind die Auswirkungen auf die Lebensumstände nicht berücksichtigt worden, auch erfolgte Ihrerseits keine Kontaktierung des angegebenen Facharztes.

Bei der „Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr“ muss zwingend die zeitliche Einschränkung mit berücksichtigt werden. (Nochmals zur Verdeutlichung: Morgens bin ich wegen der für rheumatische Erkrankungen bekannten Morgensteifigkeit nicht in der Lage aus dem Haus zu gehen, über Mittag darf ich mich wegen der Lichtempfindlichkeit nicht draußen aufhalten und so bleiben mir lediglich die Abendstunden bzw. bin ich auf ein Auto - mit Fahrer – angewiesen um etwas erledigen zu können. Ich wüsste nicht als was sonst man diesen Zustand beschreiben kann, wenn nicht als eine „erhebliche Einschränkung“!)

Bei der Höhe des GdB sieht der Gesetzgeber in der entsprechenden Tabelle (26.18) bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mit mittelgradigen Auswirkungen einen GdB-Grad von 50-70 vor. Da die Beeinträchtigungen durch die Therapie und die übrigen Behinderungen zusätzlich berücksichtigt werden müssen – denn es bestehen hier ja zusätzlich negative Auswirkungen, Wechselwirkungen und Potenzierungen – ist ein Gesamt GdB von 50 entschieden zu niedrig angesetzt!

Zum Abschluss möchte ich aus meinem Schreiben vom 17. Juni d.J. wiederholen:
„Es kann aber bei schubweise verlaufenden Erkrankungen wie dem LEV , wo man nie weiß wann der nächste Schub kommt, wie lange er dauert, nicht sein, das der Grad der Behinderung und etwaigige Zusatzzeichen sich nach den Einschränkungen zu „guten“ Zeiten oder nach einer Art Durchschnitt richten!
Vielmehr müssen GdB und Zusatzzeichen auf die Einschränkungssituation innerhalb eines Schubes abstellt werden.
Deshalb erwarte ich eine erneute Überprüfung und Bewilligung meines Antrages“ .

Mit freundlichem Gruß

Erst habe ich gemerkt, daß es so ist -
und dann habe ich begriffen warum es nicht anders sein kann.
Und doch will ich das es anders wird!
Tucholsky

Reply Edited on 01/07/2009 09:19 AM.

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Re: schwerbehinderung "g"??

from sungmanitu-wakan on 01/07/2009 09:19 AM

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich erhebe Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid vom 27. Mai 2005.

Ich beantrage Akteneinsicht zu dem Vorgang und behalte mir vor, der unten vorliegenden Begründung des Widerspruches noch Weiteres hinzuzufügen.

Sie schreiben es sei „keine wesentliche Änderung in den gesundheitlichen/rechtlichen Verhältnissen eingetreten“.
Das stimmt nicht. Die Krankheitssituation hat sich seit dem Jahre 2000 ständig verschlechtert. Es bestehen im Bereich der Hände und Handgelenke irreversible Funktionseinbußen durch die entzündungsbedingte Entkalkung, dauernde Schmerzen in den Füßen und Knien, Muskelschwäche in den Beinen welche zu den Beeinträchtigungen führen die in der schon am 20. Dezember 2004 mitgeschickten Anlage aufgelistet sind!
Die notwendige aggressive Therapie mit Immunsuppressiva (seit April zusätzlich MTX, was im Dezember schon absehbar war)und starken Schmerzmitteln (seit Frühjahr 2004 Valoron) hat erheblichen negativen Einfluß auf den Allgemeinzustand. (Anlage vom Dezember!)
Sie führen in Ihrem Bescheid eine Berücksichtigung der neuro-psychiatrischen Beteiligung im Rahmen des LEV, sowie die extreme Lichtempfindlichkeit die aus der Erkrankung resultiert nicht auf, ich muß also annehmen das die sich daraus ergebenden massiven Einschränkungen der Teilnahme am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben nicht berücksichtigt wurden. (Anlage vom Dezember!)

Sie schreiben ich sei in meiner „Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr nicht erheblich beeinträchtigt“. Das stimmt nicht.
Laut Broschüre „Nachteilsausgleiche“ des Landesversorgungsamtes erhält das Merkzeichen „G“ „wer infolge einer altersunabhängigen Einschränkung des Gehvermögens Wegstrecken bis 2 km bei einer Gehdauer von etwa einer halben Stunde nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten oder Gefahren gehen kann. ...“
In Schubsituationen, welche immer wieder für einige Tage eintreten, bin ich nahezu bewegungsunfähig und an die Wohnung gebunden!

Erst habe ich gemerkt, daß es so ist -
und dann habe ich begriffen warum es nicht anders sein kann.
Und doch will ich das es anders wird!
Tucholsky

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Re: schwerbehinderung "g"??

from sungmanitu-wakan on 01/07/2009 09:17 AM

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beantrage im Rahmen des Nachprüfungsverfahrens wegen der Behinderung -entzündliche Gefäßerkrankung- eine Erhöhung der Grades der Behinderung und Zuerkennung des Zusatzvermerkes -g- , da sich in Schubsituationen die Beinträchtigungen erhöht haben.
Die behandelnden Ärzte sind auf dem Fragebogen aufgeführt. Über die Auswirkungen der Erkrankung habe ich eine Anlage beigefügt.

Mit freundlichem Gruß


Anlage zum Schreiben vom 14. Dezember

Beeinträchtigungen durch die Erkrankung Lupus erythematodes

- infolge der Athralgien der Fuß- und Kniegelenke und der rasch ermüdenden Muskulatur stehen, heben, tragen, Treppen steigen nur sehr eingeschränkt möglich , bereits nach sehr kurzer Gehstrecke Pausen und teilweise Begleitung erforderlich
- Feinmotorik und Kraft der Hände, Finger sehr stark eingeschränkt, Taubheitsgefühle mit Danebengreifen und Fallenlassen von Gegenständen – dadurch bei der Hausarbeit und z.T. bei der Körperpflege Hilfe durch Familienmitglieder erforderlich
- übergroße Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit
- Gangunsicherheiten, Anstoßen an Gegenstände, Schwindel
- Erschöpfungszustände schon bei geringen Belastungen, ständiges Schlafbedürfnis, Überlastungen lösen Verstärkung der körperlichen Beschwerden und psychische Überreaktionen aus, d.h. dem Ruhebedürfnis muss nachgegeben werden dadurch bekommt man vieles nicht fertig und braucht für alles was man sich noch zutrauen darf viel länger als ein Gesunder
- gesteigerte Infektanfälligkeit durch Immunsuppression – soziale Beziehungen eingeschränkt
- Lichtüberempfindlichkeit: Sonne und manches künstliche Licht sowie Bildschirmstrahlung verursachen Gesichtserythem und lösen Krankheitsschübe aus – Verhüllung notwendig, über Mittag auch im Winter nicht nach draußen
- schlechte Konzentration, Wortfindungsstörungen und Vergesslichkeit, teilweise kann selbst Gesprächen in der Familie nicht gefolgt werden, z.B. Telefonate nur ganz eingeschränkt möglich da keine so schnelle Reaktion möglich
- Angstattacken, Depressionen und Schlafstörungen

Erst habe ich gemerkt, daß es so ist -
und dann habe ich begriffen warum es nicht anders sein kann.
Und doch will ich das es anders wird!
Tucholsky

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Re: Lupus-Pass

from sungmanitu-wakan on 01/06/2009 12:49 PM

Hallo zusammen,
ich finde den Pass auch etwas überzüchtet (den Präventionsteil), ansonsten aber besser als irgendwelche zusammengesammelten Arztbefunde. Ich werde ihn ausfüllen (-lassen) und mit Cortisonausweis, Röntgenpass, Glaukompass, Schwerbehindertenausweis zusammen in die Brieftasche tun. Mein Mann ist von dem Ding vorbehaltlos begeistert, er meint auch das sähe "amtlicher" aus als die verschiedenen Zettel die mehrfach bei uns rumliegen.

Das ich im Notfall darauf vertrauen muß das Sanitäter und Arzt gerade ausgeschlafen und gut gelaunt sind und das Gehirn auf volle Leistung gestellt haben fällt mir auch sehr schwer zu akzeptieren, ist aber nicht zu ändern. Genauso wenig wie der Fall das ich bei Bewußtsein bin und der Arzt mir nicht glaubt bzw. sich weigert sich etwas sagen zu lassen von so einer dahergelaufenen Patientin. Solche Szenarien verfolgen mich auch immer wieder in meinen (Alp)träumen, trotz mittlerweile überwiegend positiver Erfahrungen mit Ärzten.
Ich persönlich glaube aber nicht das die Qualität/ oder Nichtqualität des Lupuspasses oder irgendeines anderen Notfallausweises daran etwas nachhaltig ändern kann.

Gruß Susanne

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Tucholsky

Reply Edited on 01/06/2009 12:49 PM.

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Re: Ich mag.....

from sungmanitu-wakan on 01/06/2009 08:30 AM

... das ihr immer wieder nette Ideen habt.

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Tucholsky

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Re: Kollagenose V.s. PTBS

from sungmanitu-wakan on 12/20/2008 01:11 AM

Hallo Sioux,
das ist eine schwierige Kombination, die du da hast.
Bekommst du denn Medikamente, hilft Kortison oder ein Rheumaschmerzmittel gegen deine Beschwerden? Hast du ein Basismedikament?
Prinzipiell kann eine Kollagenose auch bei relativ niedrigen Antikörpertitern ganz entsetzliche Schmerzen in den Gelenken machen. Leider auch ohne das etwas auf dem Röntgenbild oder im Ultraschall zu sehen ist. Bei mir war viele Jahre nichts zu sehen, jetzt sind die Erosionen da und alle Ärzte sind ganz erstaunt darüber.
Ich glaube du könntest Erfolg haben wenn du nach dem Motto vorgehst – ich habe Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Lungenprobleme, ich brauche ihre Hilfe,
möchte wissen woran das liegt, an meiner Kollagenose oder der PTBS damit mir entsprechende Therapien, die dann auch wirklich helfen, verordnet werden können.
Also von alleine die „Psychoschiene“ ansprichst, offensiv damit umgehst. Denn es kann ja wirklich sein das sich beides gegenseitig beeinflusst und verstärkt.
Alle hier werden dir bestätigen das Stress Einfluss auf die Erkrankung hat. Und jemand mit PTBS ist gestresst! Andererseits trägt eine schlecht abgeklärte und ungenügend behandelte Kollagenose natürlich nicht dazu bei das du an der PTBS arbeiten kannst.
Versuche hartnäckig zu sein und dabei so ruhig und sachlich zu bleiben wie es dir möglich ist. Und wechsele den Arzt wenn du nicht weiter kommst.
Ich wünsche dir wakantankas Mut und Kraft
Gruß Susanne

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Re: Leckere einfache Weihnachsplätzchen- Rezepte

from sungmanitu-wakan on 12/20/2008 12:17 AM

Ich möchte euch einfach mal danke! sagen.
Habe eure schönen Rezepte gelesen und mich dann nach Jahren wieder rangetraut ans Plätzchen backen. Und habe jetzt eine große Dose selbstgebackener Plätzchen und Lebkuchen stehen für Weihnachten. Freu.
Der letzte Versuch endete in einer Minikatastrophe - ich saß heulend in der einen Ecke, mein Sohn maulend in der anderen. Ich hatte mich einfach übernommen und beim Backen eskalierte das Ganze. Danach habe ich jahrelang schon das Grausen gekriegt wenn ich nur an Plätzchen gedacht habe. Dank euch ist das Grauen jetzt weg!!
Gruß Susanne

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Re: Was kochst Du heute ?????????

from sungmanitu-wakan on 12/20/2008 12:11 AM

Ich ahbs auch geschafft zu kochen heute,
lecker Wruken (Steckrüben)eintopf

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Re: Weihnachtsweisheit

from sungmanitu-wakan on 12/19/2008 11:50 PM

http://www.wolles-website.de/service_weihnachten_weisheiten/weisheiten.html

www.amazon.de/Das-Weihnachtshasser-Buch-Dietmar-Bittrich/dp/3499620723 - 255k -

Oder

http://www.kolumnen.de/krauleidis-271108.html

oder hier
http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/jingle-hell-jingle-hell/

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Reply Edited on 12/19/2008 11:56 PM.

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Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

from sungmanitu-wakan on 12/17/2008 10:30 AM

Wenn man den ganzen Tag im Hamsterrad rennt hat man erst abends Zeit zu merken wie besch... es einem geht.
Gruß Susanne

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Tucholsky

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