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coffeesickly

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 14.12.2010 11:28

Ich weiß nicht was man da alles testet. Vielleicht würde man ja sehen das ich was genommen habe was ich nicht nehmen sollte. Hui ... das war haarscharf.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 14.12.2010 11:20

Also nicht Rheumakrankenhaus. Mein "lieber" Rheumatologe meinte das wäre nicht nötig. Ich glaub er ist noch immer angekotzt davon, dass die mir damals MTX verschrieben haben. Krise abgewendet. Ich hoffe nur mir wird heute kein Blut mehr entnommen (wegen dem Metropolol)
Ich würde jetzt gern am liebsten meinen Rheumatologen wecheseln, aber ich weiß ja das das nicht geht.
Vielleicht wär es dumm gewesen, aber ich hatte einfach das Gefühl kein Arzt will mir mehr helfen. Ich hatte so langsam den Eindruck ich stehe allein da.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 14.12.2010 11:06

Ich habe schon angefangen die Tabletten zunehmen. Ich habe jetzt 3 mal Metropolol intus und hätte noch weitere 47 genommen und dann noch 60 Procoralan und schließlich alles Verapamil was ich gehabt hätte. Ich denke dann bleibt mein Herz stehen.
Ich habe nochmal mein Handy angemacht bevor ich weiter gemacht hätte. Die Schmerzstation hat angerufen, ich soll jetzt kommen. Noch heute Mittag. Vielleicht sollte ich doch mal überlegen ob ich an Gott glauben soll, ich hätte mich jetzt in den nächsten Studen mit Sicherheit umgebracht.
Ich fange an zu packen.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 14.12.2010 10:51

Er, der Rheumatologe will mir nicht helfen.
Er hat gesagt er würde stärkere Opiate ohnehin nur Krebs Patienten verschreiben. Und dann hat er schon wieder was von Fibromyalgie gesagt und das das dasselbe ist wie Fatigue. Und ich meinte, das er das nicht einfach sagen´kann, wenn er mich nicht mal untersucht hat.
Das war es jetzt.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 13.12.2010 19:23

Guten Abend,

so die Infusionstherapie ist nun ganz klar beendet. Was nicht hilft muss nicht weiterhin fortgeführt werden. Ich fand die Ärztin am Telefon komisch, sie tat so, als hätten wir uns nicht gestritten. So als würde ich in ihre psychische Auffälligkeitsdebatte einwilligen. Sie sagte mal wieder ich soll mich immer ausruhen und jeden Tag was für mich selbst machen. Tihi.... daraufhin habe ich gesagt, "Ich mache gerade etwas was meiner Seele gut tun, ich bin in der Uni, da wo ich hingehöre." :D
Mal sehen was der Rheumatologe morgen bringt.
So nun zu euren Beiträgen.

@Snowwhite: Da hast du mal einen guten Arzt gefunden, der "Leben können" auch im erweiterten Sinn versteht, nämlich nicht nur als überleben. So wie du den Tag strukturierst mache ich es auch schon, wobei ich einige Sachen, wie Haushalt momentan garnicht mehr planen kann. Da geht nur etwas an sehr guten Tagen. Da muss ich dann spontaner sein.
Du sagst du suchst immer wieder nach Möglichkeiten um einige Dinge doch auch zu tun, wie oft gelingt Dir das?

@We-No-Nah: Invalidenrente kann ich ja noch nicht mal beziehen. Dazu muss ich ja wenigstens schon mal gearbeitet haben (5Jahre). Ich habe aber noch nicht einen Tag in meinem Leben gearbeitet. Bist du auch noch jetzt in Rente oder hast du deine Arbeitsfähigkeit zumindest für einen kurzen Zeitraum wieder zurück erlangen können?

@Leya: Es ist gut, dass du uns mal daran erinnerst, dass ich hier schrittweise vorgehen muss. Solange noch nichts getan ist muss ich nicht an eine langfristige Konsequenz denken und die mir auch nicht durch irgendwelche Ärzte aufbrummen lassen. Ich liege praktisch auch schon seit Monaten auf dem Sofa. Ich richte den Tag ja nur nach Zeiten in denen ich sitzen kann oder eine kleine Strecke zurückliegen kann, aus. Besonders deine Beschreibung der Zeitlupenarbeit erkenne ich wieder. Wahrscheinlich hast du auch mit der Abhängigkeit der Zielsetzung in Bezug auf die Alters - und Persönlichkeitsstruktur recht. Du meintest, du wärst immer eher ein spontaner Typ Mensch gewesen. Ich gehöre zu den akribischen Planern. Ich wusste welchen Beruf ich ergreifen wollte da war ich 14 Jahre alt. Seit dem habe ich nichts anderes gemacht als danach gestrebt. Also als Vergleichswert. Ich glaube es würde mir leichter fallen, wenn mein Kopf die Arbeit auch total verweigern würde. Aber das ist ja das Ding. Mein Kopf kann noch, nur der Rest nicht mehr. Mit leichter fallen meine ich hier nicht, dass das wohl angenehmer ist (um Gottes Willen), ich meine nur, ich könnte dann vielleicht leichter loslassen und würde nicht so klammern.

@Renate: Dieses Anpassen ist bestimmt etwas, was kein Ende nimmt. Neue Begebenheiten erzwingen ja auch neue Strategien. Rein theoretisch mache ich das aber schon seit 5 Jahren. Wie lange hat es bei Dir gedauert, bis du eine feste Basis entwickelt hattest? 5 Jahre kommen mir ganz schön lang vor.
Der Link ist super. Ich glaub ich hätte auch mit dieser multimodalen Therapie garnicht so das Problem wenn die nicht gesagt hätte, dass die eigentliche Schmerzlinderung nur von der Psychotherapie kommen soll. Dann erschieße ich mich, das dauert mir zu lange.

Ich habe Angst vor morgen, Angst davor, dass er mich belächelt und nach hause schickt. :'(

LG

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Re: kälteschutzcreme ??

von coffeesickly am 12.12.2010 20:22

Eine aus Wolle selbst gestrickte Gesichtsmaske ginge ja auch
In bunten Farben mit gestreiftem Muster ist auch freundlicher. Dann fällt auch die Identifizierung des Täters nach dem Banküberfall etwas leichter. :D
Nein Spass bei Seite. SnowWhite denk bitte dran, dass du diese Chemikalien dann auch einatmest. Ich meine also, die müssen unbedingt raus! Hoffentlich kannst du sie waschen. Es wär schön wenn sie dich wärmen kann.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 12.12.2010 19:26

Die Progressive Muskelrelaxation kann ich schon. :-) Naja für mich bringt es eher Pranayama.
Es ist für mich kein Problem meinen Körper zu entspannen, aber es ist was anderes den Kopf zu entspannen. Daher tendiere ich eher zu dieser indischen Atemtechnik. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Pranayama
Durch das Zählen der Atemzüge ist da eher der Kopf beschäftigt.
Ich verstehe was ihr damit meint wenn ihr versucht euer Leben auch in anderen Bereichen zu beruhigen. Ich verschiebe mal die Frage auf was anderes. Ich glaube dann ist eher klar welche Frage ich meine. Wonach strebt ihr? Was sind eure Ziele? Woran orientiert ihr sie?
Meine Ziele lagen bisher immer in der geistigen Leistung. Da hatte ich genug zu tun. Einigen ist es bestimmt auch so gegangen. Viele von euch sind schon frühzeitig verrentet. Wenn man den Beruf nicht mehr ausübt, da entsteht praktisch im Tagesablauf eine riesige Lücke. Womit habt ihr sie gefüllt?
Ich meine die ganze Abstriche sind klar. Die mache ich schließlich schon zu genüge. Unabhängig davon, dass ich nie ein typischer Partygängermensch war, habe ich nie an sowas teilgenommen. Ständig fragen mich Leute ob ich auch mal in der Freizeit etwas mit ihnen unternehmen will, ich muss leider immer nein sagen. Das ist schon ne Einschränkung auf die ich verzichte. (nur als ein Beispiel)

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 12.12.2010 18:14

Jap richtig, ich will nicht lernen mit diesen Schmerzen zu leben. Ich will weniger Schmerzen. Der Unterschied ist glaube ich klar. Und ich glaube auch nicht, dass ihr wollt, dass ich mit diesen Schmerzen leben lerne. Da bin ich sicher. Denn schließlich ist ja noch nicht mal die medikamentöse Bandbreite aller Möglichkeiten erschöpft.
Ich bezog mich beim nicht lernen wollen zu akzeptieren auf folgende schon eingeführte Aktivitäten: Freunde treffen, Einkaufen gehen, putzen, irgendetwas tun um dem Tag einen Sinn zu geben ... Grundversorgung und so - wer will darauf schon verzichten?
Ich mein, niemand weiß, wann es einen erwischt. Und ich wünsche euch allen noch ein sehr langes uns möglichst erfülltes Leben. Aber dann überlege ich nun mal, wie lange ich ein so sein ertragen könnte. Mein Geist dreht schon jetzt "am Rad" (sagt man das so?). Ich denke seit Wochen darüber nach was ich wohl tun könnte, wenn man mir einen Großteil dessen, was mich mal glücklich machte nimmt. Mir fällt nichts ein. Wenn ich nun Einschränkungen weiter hinnehmen würde, so wie ihr mich dazu auffordert, was könnte ich an dieser Stelle machen? Wie habt ihr es gemacht? Ich meine nicht die Methodes der Akzeptanz sondern die Ersatzhandlung die ihr eingeführt habt.
Ok, ich werde Ironie zukünftig deutlicher kennzeichnen. Aber die Aufklärung zur Invalidisierung war dennoch informativ und erregt Assoziationen.
Also wir reden hier mal wieder über die Motivation zu dieser Anpassung. Das haben wir schon lange gemacht, lasst uns mal einen Schritt weiterkommen. Ich weiß ja warum ihr immer wieder drauf besteht. Es ist gesünder und man lebt wahrscheinlich auch länger dadurch. Wie lernt man also sowas? Mögliche Antwort wäre die Psychotherapie. Aber welche Methoden wurden bei euch angewendet? Das meine ich ganz allgemein ;-). Wen ihr mir die nämlich nennt, könnte ich vielleicht eine Vorstellung davon haben, ob ich dafür überhaupt empfänglich bin.

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 12.12.2010 16:03

Neeeee Dani. Die Fragen nach dem Zitat sind eher milde Ausdrucksformen für Ironie. ;-)

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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?

von coffeesickly am 12.12.2010 15:50

Also der Link den du gesucht hast trifft schon das Ziel, ich finde aber die Erklärungen sehr oberflächlich. Also die ganze Sache kann eben sehr umfangreich sein oder auch nicht. Ich habe gerade selbst nach einer allgemeinen Definition gesucht, aber keine möglichst allgemeine gefunden.
Hm... vielleicht kann ich es ja so machen, dass ich davon erst erzähle wenn ich mich schon auf der passenden Station befinde. So gehe ich kein Risiko ein, bin aber ehrlich.
Ich hätte Angst, wenn ich einmal ausgestiegen bin, komme ich nie wieder. So viele Ärzte wollen nur noch, dass ich nichts weiter mache außer zum Arzt zu gehen. Ist das nicht auch massiver negativer Stress? Die betonen das immer so endgültig. Meine Hausärztin letztens, "Sind Sie schon invalidisiert?" 8-(. Was ist das für ein Seinszustand? Ist da das berufliche gemeint oder das Körperempfinden?

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