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Kaffeejunkie

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Re: ernährung bei kollagenosen ? gestern bei einfach gesund

von Kaffeejunkie am 29.11.2010 13:21

Fettarme Milchprodukte nehme ich, weil in fettarmen auch weniger Arachidonsäure drin ist, als in fettreichen Milchprodukten.


Die Aussage ist zwar grundsätzlich nicht verkehrt und ich begrüße es, dass der Arachidonsäure endlich auch in der Schulmedizin Beachtung geschenkt wird, was in der Naturheilkunde schon seit Jahrzehnten der Fall ist.

Dennoch stimmt die Schlußfolgerung, dass fettarme Milchprodukte besser sind, nicht.

Dazu muss ich allerdings etwas weiter ausholen.

Arachidonsäure gehört zu den Omega-Fettsäuren. Davon gibt es die verschiedensten, z.B. 3, 6, 9, einfach-/mehrfach gesättigte / ungesättigte.

Die wichtigsten aus dem Bereich der Omega3/6 Fettsäuren sind

Omega 3:
EPA = Eicosapentaensäure (stark entzündungshemmend)
DHA = Docosahexaensäure (entzündungshemmend)
LNA = Linolensäure (entzündungshemmend)

Omega 6:
AA = Arachidonsäure (entzündungsfördernd)
LA = Linolsäure (entzündungsfördernd, falls im Verhältnis wenig LNA vorhanden)

Nun ist es so, dass in den meisten Lebensmitteln sowohl Omega3 als auch Omega6 Säuren enthalten sind. Und zwar in einem bestimmten Verhältnis.

Wenn ich nun also der Milch Fett entziehe, entziehe ich nicht nur die entzündungsfördernde Omega 6 Fettsäure, sondern auch die entzündungshemmende Omega 3 Fettsäure. Das Verhältnis bleibt aber mehr oder weniger gleich.

Natürlich hast du Recht, dass ich bei fettreduzierter Milch absolut gesehen weniger Omega 6 zu mir nehme, aber eben auch weniger Omega 3.

Im Grunde ist es ähnlich wie bei Cholesterin. Ein niedriger/hoher Wert sagt erstmal gar nichts aus, denn es kommt bei Cholesterin in erster Linie auf das Verhältnis von HDL/LDL an. Bei den Omega-Fettsäuren ist es das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6.

Wenn man sich also bei Lebensmitteln ausschließlich am absoluten Arachidonsäure-Wert orientiert, müsste Fischöl mit eines der schädlichsten, entzündungsfördernden Nahrungsmittel sein. Ist es aber nicht, da es zwar einen sehr hohen Arachidonsäure-Wert hat, aber gleichzeitig auch sehr, sehr viel Eicospentaensäure enthält, wodurch der entzündungshemmende Effekt deutlich überwiegt.

Noch eine Anmerkung zu fettreduzierten Milchprodukten:

In der „normalen Vollmilch“ sind Wasser, Kohlenhydrate, Milchfette, Eiweiße, Calcium, Spurenelemente & Co. in einem bestimmten Verhältnis vorhanden. Wobei der Anteil von Fett und Eiweiss annähernd gleich hoch bei 3,5 - 4 % liegt. Wenn ich nun Fett entziehe, bleiben logischerweise im Verhältnis gesehen mehr andere Stoffe übrig. Das führt dazu, dass der relative Eiweiss-Anteil steigt.

Wäre im Grunde auch noch kein großes Problem, jedenfalls nicht, wenn man gesund ist (und vor allem keine Nierenfunktionsstörung hat), und durch den Ersatz von Vollmilchprodukten durch fettreduzierte Produkte nicht insgesamt mehr zu sich nehmen würde, was aber die meisten tun.

Neben dem relativen Eiweiß-Überschuss kommt es ebenfalls zu einem relativen Phosphat-Überschuss. Und bei beiden handelt es sich um Calcium-Räuber, wobei tierisches Eiweiß die Ausscheidung von Calcium fördert und Phosphat die Aufnahme behindert.

Meiner Meinung nach wäre es also besser, den Konsum von Milchprodukten insgesamt einzuschränken oder aber z.B. die Milch einfach mit Wasser zu verdünnen. Dann bleibt wenigstens das Verhältnis der Inhaltsstoffe erhalten und der Fettanteil sinkt durch die Verdünnung mit Wasser ebenfalls.

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Re: Bücher in griechisch

von Kaffeejunkie am 26.11.2010 21:13

Ich würde es mal bei internationalen Buchhandlungen wie Thalia, Frenche, evtl. Lehmanns oder so versuchen.

Oder im Netz, z.B. hier

oder bei booklooker.de in der Detailsuche Griechisch eingeben.


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Re: Trotz Corti+Vit.D Wirbeleinbrüche!!!

von Kaffeejunkie am 25.11.2010 11:02

@Leya

Die Information stimmt so nicht ganz. In Calcium Sandoz Forte ist neben Calciumcarbonat auch Calciumlactatgluconat enthalten.

Mal zum Verständnis:

Calciumcarbonat allein ist in neutralen Flüssigkeiten (wie z.B. Wasser) fast gar nicht löslich. Es kann nur in Verbindung mit Säure gelöst werden. Dies passiert bei Einnahme normalerweise im Magen durch die Magensäure. Wenn man nun Protonenpumpenhemmer nimmt, ist die Säureproduktion im Magen eingeschränkt bzw. je nach Dosis nicht mehr vorhanden. Reines Calciumcarbonat könnte also nicht gelöst werden.

Anders bei Calciumgluconat. Dies kann auch in neutraler Flüssigkeit gelöst werden, braucht also keine Säure und kann somit besser aufgenommen werden, wenn ein Mangel an Magensäure (durch Erkrankungen, Protonenpumpenhemmer etc.) vorliegt. Daher wahrscheinlich die Empfehlung, in diesem Fall kein reines Calciumcarbonat einzunehmen.

Bei dem Produkt Calcium Sandoz forte ist es nun aber so, dass

a) nicht nur Calciumcarbonat sondern auch Calciumlactatgluconat enthalten ist, was die Löslichkeit um ein vielfaches erhöht und
b) Zitronensäure zugesetzt ist, was auch wiederum zu einer besseren Löslichkeit führt und
c) dadurch, dass es eine Brausetablette ist, entsteht beim Auflösen in Wasser auch CO2 (Kohlendioxid = Kohlensäure)

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Kaffeejunkie

P.S. Ich finde das Produkt trotzdem nicht besonders gut, da nämlich auch Natriumcyclamat (Süssstoff) enthalten ist, was - meiner Meinung nach - nicht unbedingt gesund ist und in den USA bereits seit 40 Jahren verboten ist.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.11.2010 11:08.

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Re: Fragen und Antworten zur Homöopathie

von Kaffeejunkie am 20.11.2010 01:35

Wolfskind, ich weiß wirklich nicht, worauf du mit diesem Thread hinaus willst. Ich verstehe nur soviel: Du hast etwas gegen die Naturheilkunde, speziell gegen die Homöopathie.

Die von zitierten Beiträge stammen alle von einer Seite, die bekannt dafür ist, alles, was sich (noch) nicht wissenschaftlich erklären lässt, anzuzweifeln, auseinander zu pflücken und teilweise ins Lächerliche zu ziehen.

Dabei zitierst du willkürlich einzelne Passagen, die in dein Denkmuster passen.

Da wird der Homöopathie z.B. eine Wirkung abgesprochen und ausschließlich der Placebo-Effekt als Erklärung angeführt. Dieser wird im Falle der Homöopathie als Negativ-Beweis angesehen. Dass er aber auch bei schulmedizinischen Medikamenten eine sehr starke Rolle spielt, vernachlässigst du.

Hier nur mal ein Zitat aus dem gleichen Text, in dem dies deutlich wird.

Placebos wirken bei allen Menschen - mehr oder weniger stark. Gibt man Patienten "unwirksame" Placebo-Tabletten als angebliche Schmerzmittel, dann geht es denen besser als wenn man ihnen "echte", bewährte Schmerzmittel mit ihrer Nahrung verabreicht, ohne es ihnen zu sagen.


Weißt du, es gibt Dinge, die lassen sich heute (noch) nicht wissenschaftlich erklären, vielleicht werden sie es auch niemals, vielleicht aber auch doch. Mach doch nicht einfach alles schlecht, was du nicht verstehst.

Es gab eine Zeit, in der es als wissenschaftlich bewiesen galt, dass die Erde eine Scheibe ist. Menschen, die dies öffentlich anzweifelten, wurden verfolgt. Später war dann bewiesen, dass die Erde eine Kugel ist, und sich die Sonne um die Erde dreht. Kopernikus und später Galilei zweifelten dies an und sie wurden mundtot gemacht, Galilei wurde gezwungen, seiner Überzeugung abzuschwören und lebenslang unter Arrest gestellt. Er wurde übrigens erst 1992 vom Vatikan rehabilitiert.

Die Hummel dürfte nach den Gesetzen der Aerodynamik nicht fliegen können, sie tut es aber. Und auch schon bevor Newton das Gravitationsgesetz publizierte, sind Dinge mit einer bestimmten Geschwindigkeit heruntergefallen und nicht etwa schweben geblieben oder gar weggeflogen.

Okay, ich schweife vom Thema ab. Aber was ich sagen möchte, ist eigentlich nur, wir müssen nicht alles als falsch oder verwerflich ansehen, nur weil wir es (noch) nicht verstehen oder wissenschaftlich erklären können.

Gerade in Bezug auf chronische Krankheiten und deren Behandlung muss letztendlich jeder seinen eigenen Weg finden und gehen, sei es nun die Schulmedizin, die Naturheilkunde (TCM, Ayurveda, Phytotherapie, Homöopathie etc.), Psychotherapie oder was auch immer ... oder eine Kombination aus verschiedenen Formen der Therapie.

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Re: Quensyl absetzen. Erfahrungsberichte erwünscht

von Kaffeejunkie am 02.11.2010 14:37

@Renate: natürlich hab ich das selbst geschrieben. Aber ich bezog mich da auf einen Beitrag von dir gestern abend, in dem du schriebst

01.11.2010 20:52:59 - Renate
.... helfen ja auch nicht immer Schübe zu verhindern.


@Schnupfnudel

.. Auch wirkt und ich betone "wirkt" es so als würden einige hier voll und ganz auf die Medikamente setzen .. weil man die " eben nehmen muss".
Klar muss man sie teilweise nehmen... aber ich hinterfrage gerne... und ich denke es ist immer erstrebenswert ein Leben mit so wenig wie möglich Medikamenten zu führen, ganz egal wie gut sie wirken. Jedes Mittel hat seine Nachteile...


Genau das meine ich. Ich habe eben auch häufig den Eindruck, dass die Gefahren des Absetzens von vielen hier als potenziell gefährlich eingestuft werden, die der lebenslangen Einnahme aber vernachlässigt werden.

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Re: Quensyl absetzen. Erfahrungsberichte erwünscht

von Kaffeejunkie am 02.11.2010 14:00

@Wolfskind: hast Recht, das "verhindern" stammt nicht von dir sondern von Renate. Deshalb brauchst du mich aber noch lange nicht anzuschreien.

Letztendlich geht es mir aber - und das habe ich auch durch den Fettdruck versucht aufzuzeigen - um Aussagen wie "immer", "niemals" und vor allem "sicher".

Denn, letztendlich ist jeder anders, reagiert unterschiedlich auf Medikamente und eine 100 %-ige Sicherheit gibt es in der Medizin nicht.

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Re: Quensyl absetzen. Erfahrungsberichte erwünscht

von Kaffeejunkie am 02.11.2010 13:18

@Renate

Doch das Cortison ist der stärkste Entzündungshemmer ! ....


Dass Cortison mit der stärkste Entzündungshemmer ist, habe ich auch niemals bestritten.

Darum geht es aber im Grunde nicht. Hier wurde nach Erfahrungen mit dem Absetzen eines Basismedikamentes (in diesem Fall Quensyl) gefragt.

Und Wolfskind hat behauptet, dass naturheilkundliche Mittel einen Schub niemals sicher verhindern können. Ich habe nur gesagt, das dies schulmedizinische ebenso wenig sicher könnten. Denn sonst müsste ja niemand jemals mehr einen Schub haben.

Und bei den Kollagenosen muss ja doch häufig schnell gehandelt werden.


Auch das ist sicher richtig. Nur sehe ich persönlich einen großen Unterschied darin, einerseits in einer akuten Situation zeitlich begrenzt z.B. Cortison einzunehmen, oder anderseits ein Leben lang z.B. Zytostatika einzunehmen.

Und ich finde es völlig legitim, wenn sich jemand darüber Gedanken macht, was er seinem ungeborenen Kind zumuten möchte oder nicht. Und von daher finde ich es sehr schade, dass hier fast ausschließlich auf die Gefahren hingewiesen wird, die durch ein Absetzen von Basismedikamenten entstehen können, die Gefahr der Beeinträchtigung durch die Medis aber grundsätzlich als geringer eingestuft wird.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.11.2010 13:23.

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Re: Quensyl absetzen. Erfahrungsberichte erwünscht

von Kaffeejunkie am 01.11.2010 20:44

...aber wenn man jetzt mal ganz plump sagt, ob du jetzt die medis nimmst oder weiter das was dir hilft, denn klar ist dass die pflanzlichen sachen niemals sicher schübe aufhalten können werden....


@wolfskind: Das können schulmedizinische Medikamente genauso wenig.

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Re: Petition an den Bundestag: Beibehaltung der vollständigen paritätischen Beitragsfinanzierung in der GKV

von Kaffeejunkie am 21.10.2010 17:38

Danke fürs Einstellen Leya.

Habe natürlich auch mit gezeichnet. Ich denke, dass ist eine der wichtigsten Aktionen, die wir alle unbedingt unterstützen sollten. Denn, wenn der Herr Rösler mit seinem Programm durchkommt, ist das der Anfang vom Ende des solidarischen Prinzips.

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Re: Habe neue Therapieempfehlungen

von Kaffeejunkie am 29.08.2010 21:10

Dazu hatte ich auch schon häufiger Erythrozyten, Leukozyten und pathologische Zellzylinder im Urin.


Meinst Du Akanthozyten?



Akanthozyten und Zellzylinder sind nicht das gleiche.

Bei Zellzylindern kann es sich um sog. zellfreie Zylinder, hyaline Zylinder, etc. oder aber auch um Zellzylinder mit epithelialen, erythrozytären, leukozytären oder bakteriellen Einschlüssen handeln.

Akanthozyten sind abnorm geformte Erythrozyten, oder auch Stachelzellen genannt. Sie besitzen keine "normale" runde Form, sondern Ausstülpungen der Zellmembran.

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