Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von Renate am 11.04.2012 20:18

Also müsstest du doch nach diesem Verständnis Ärztin sein - so viel wie du weißt

Nee, ich bin 100 Prozent keine Ärztin , bin nur Betroffene und das halt schon sehr viele Jahre, deshalb wahrscheinlich viel Wissen mit der Zeit.

Ja das stimmt meines Erachtens schon, dass es auch Menschen gibt, die nicht wirklich arbeiten wollen und soziale Hilfen ausnutzen, das finde ich sehr traurig, weil es dann auch noch diejenigen mit ausbaden müssen, die wirklich sehr krank sind und aktuell nicht arbeiten können. Musste die Erfahrung vor Jahren selbst machen, damals schon krank mit Kollagenose und alleinerziehend mit drei minderjährigen Kindern. Da einige oder sogar viele das soziale System ausgenutzt hatten, so musste ich darunter leiden, unter den strengen Maßnahmen, obwohl ich da wirklich nicht arbeiten hätte können und noch drei Kinder gleichzeitig mit Krankheit großziehen hätte können. Es hat mich auch damals geärgert, dass einige gesunde Menschen versucht haben das so auszunutzen und die Kranken das dann mit ausbaden mussten, also so in der Art. Es war für mich auch seelisch gesehen sehr schlimm, ich musste mich ständig rechtfertigen, dass ich den Unterhalt für mich und die Kinder nicht selbst erarbeiten kann. In der Zeit habe ich auch sehr viel geweint, ich war so traurig.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.04.2012 20:20.

desiderata
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von desiderata am 11.04.2012 20:04

Also müsstest du doch nach diesem Verständnis Ärztin sein - so viel wie du weißt

ICH hatte von Arbeitsunwilligen geschrieben und nicht von irgendwelchen Gutachten.
Diese Menschengruppe kann man z. B. bei der Arbeitsagentur oder im Gemeindeumfeld häufiger antreffen; immer mehr Jugendliche haben beispielsweise keinen Schulabschluss und "keinen Bock", arbeiten zu gehen.....um das zu sehen oder zu erfahren, braucht es nichts Anderes als offene Augen und Ohren.


@Kokosfloeckchen
Entschuldige bitte, off-topic Ende von meiner Seite

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von Renate am 11.04.2012 19:51

Nö bin keine Ärztin, aber trotzdem interessiert mich wie du darauf kommst, dass das so ist:

(obwohl es da zunehmend auch Gegenbeispiele gibt, leider!).

Das kann doch dann eigentlich nur ein Arzt wissen, der selber auch Gutachten erstellt!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.04.2012 19:55.

desiderata
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von desiderata am 11.04.2012 19:46

Wie meinst du das denn desiderata und vorallem woher weisst du das ? Bist du etwa Ärztin und auch Gutachterin ?

Nein, du?

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von Renate am 11.04.2012 19:42

(obwohl es da zunehmend auch Gegenbeispiele gibt, leider!).

Wie meinst du das denn desiderata und vorallem woher weisst du das ? Bist du etwa Ärztin und auch Gutachterin ?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.04.2012 19:43.

desiderata
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von desiderata am 11.04.2012 19:15

@Kokosfloeckchen

Es liegt weder in meiner Art noch in meinem Bestreben, einfach etwas zu unterstellen. ;)

Das hatte ich auch nicht unbedingt so empfunden. Manchmal verleitet aber eine Situation dazu, die Dinge (zu) negativ zu sehen - das war gemeint - und dann machen es sich die Betroffenen selber schwer

Selbstverständlich kann ich verstehen, dass es für einen 30jährigen Mann (oder eine gleichaltrige Frau) alles Andere als nett ist, nicht mehr zu arbeiten (obwohl es da zunehmend auch Gegenbeispiele gibt, leider!).
Daran hängt ja Einiges und keineswegs nur das Einkommen, sondern auch das gewohnte Selbstbild und meistens auch ein Ideal.
Wenn es aber eben nicht geht, geht es nicht - und das wird ein seriöser Gutachter schon sehen, davon bin ich überzeugt.
Es gibt sicher auch unter den Gutachtern Nullnummern, aber nicht flächendeckend....

Berichte doch mal, wie es war, wenn ihr den Termin hattet!

Grüße, desiderata


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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von Renate am 11.04.2012 17:38

Es liegt weder in meiner Art noch in meinem Bestreben, einfach etwas zu unterstellen.

Und Kokosflökchen, nein das tust du meines Erachtens nach nicht und das Forum ist doch auch dazu da, sich mit anderen zu besprechen (schriftlich), die ähnliches erleben/erlebten Aufgrund von Kollagenosen. In der Tat ist es doch auch so, dass Kollagenosepatienten mit ihren Symptomen und Beschwerden/Einschränkungen häufig eben nicht ernst genommen werden. Du unterstellst mit deinen Bedenken ganz sicher niemandem was, denn häufig ist es ja so, dass diese Erkrankungen von vielen (nicht von allen !) Gutachtern nicht ernst genommen wird. Mach dir keine Gedanken mehr wegen Unterstellung oder so, du hast hier nichts falsches geschrieben !

Alles Gute!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.04.2012 17:40.

Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von Renate am 11.04.2012 16:13

Was kann ich tun?

Hallo Kokosflöckchen,

ich kann euch gut verstehen, wie ihr euch gerade in der Situation und dem bevorstehenden Termin fühlt. Kenne das Gefühl sehr gut von mir selber.

Aber, ich denke ihr habt gut vorgesorgt, dein Mann bringt Unterlagen mit und ich denke einiges wird dem Arzt dort auch schon vorliegen. Ich finde, er soll sich dort so geben, wie er sich gerade fühlt, nicht verstellen oder ähnliches. Du hilfst deinem Mann, in dem du für ihn da bist, wenn er sich aussprechen möchte, in dem du ihm zum Termin begleitest. Auch wenn du eventuell vor der Türe wartest, es wird ihn beruhigen, zu wissen, da ist jemand der auf ihn wartet, falls es nicht gut läuft oder er es seelisch gerade nicht so verkraftet. Mir hilft es schon, wenn dann jemand da ist, der mich auffängt, in den Arm nimmt und dem ich alles erzählen kann.

Der Termin muss nicht negativ verlaufen, versucht doch dem Termin trotz allem so gelassen wie möglich entgegen zu blicken und lenkt euch einstweilen mit Dingen ab, die euch Freude bereiten. Den Termin selbst könnte man mit was Schönem verbinden, was man im Anschluss an den Termin macht, so mache ich das bei unangenehmen Sachen häufig, dann freue ich mich nämlich trotzdem auf den Tag, weil nach dem Termin etwas schönes folgt, auf das ich mich freuen kann.

LG Renate

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.04.2012 16:14.

sara

46, Weiblich

Beiträge: 142

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von sara am 11.04.2012 12:13

hallo. also ich wollte auch kurz ein bißchen mut machen. ich bin seit 9 monaten krankgeschrieben und der mdk hat bei mir ein begutachtung per aktenlage gemacht. am ende durfte ich weiter zu hause bleiben und sie haben eine reha vorgeschlagen. wenn du alle unterlagen hast ist das schon die halbe miete. hoffe für euch auf einen gescheiten arzt. liebe grüße sara

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Kokosfloeck...

45, Weiblich

Beiträge: 6

Re: Sozialmedizinischer Dienst - was tun?

von Kokosfloeckchen am 10.04.2012 21:32

Hallo desiderata,

erst einmal vielen Dank für deine Antwort.

Die Frage, warum er dorthin soll, wurde schon in dem Schreiben der KK beantwortet: Um zu prüfen, ob er wirklich arbeitsunfähig ist. Deshalb auch meine Bedenken. Es liegt weder in meiner Art noch in meinem Bestreben, einfach etwas zu unterstellen. ;)

Es ist momentan alles etwas schwer für uns, da die Situation völlig neu ist und wir noch nicht wirklich wissen, wie es jetzt weiter gehen soll. Einem 30jährigen Mann, der für sein Leben gern gearbeitet hat, beibringen zu müssen, dass er das jetzt erst einmal nicht mehr kann, ist nicht leicht. Er würde lieber heute als morgen wieder zu seinem Job zurückkehren, aber sein behandelnder Prof hat uns schon gesagt, dass das vorerst nichts wird. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass mein Gatte Kraftfahrer in einem Chemiewerk ist (oder war - er hat vergangenen Monat die Kündigung bekommen), und die Fahrerei ist erst einmal gestrichen. Er darf momentan, wenn überhaupt, nur Kurzstrecken mit dem PKW fahren. Das hilft da natürlich überhaupt nicht.

Jedenfalls haben wir alles an Berichten und Ergebnissen und Informationen zusammengetragen, und wir hoffen, dass der zuständige Arzt bei dieser Untersuchung am Montag das versteht, was los ist.

Es ist natürlich schön, dass deiner Freundin geholfen wurde! Bisher gibt es ja von diesen Begutachtungen nicht so viele positive Berichte, daher ist es natürlich auch schön zu lesen, dass es nicht immer so läuft. ;)

Also hoffen wir einfach, dass alles gut wird. Wenn man das denn so nennen kann.

Habt dennoch erst einmal vielen Dank für eure Antworten - wir werden sehen. :)

Einen schönen Abend!

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