Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

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Dani
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Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von Dani am 15.12.2008 21:53

Hallo wolvesse,

Inzwischen habe ich dann fast manchmal das Gefühl, mir in gewisser Weise selbst Gewalt anzutun.

In gewisser Weise macht man das ja auch. Aber was bleibt einem anderes übrig, wenn man einen Job hat. :#:

Spinne ich jetzt, denke ich dann manchmal selbst...

Du spinnst ganz bestimmt nicht! Ich denke, dass ist einfach Überforderung. Der Körper kann ja nicht reden und macht sich dann halt durch andere Signale bemerkbar..

liebe Dani, ich wünsche Dir, dass Du auch langsam wieder auf die Beine kommst!

Danke schön. :-)

@NiNoa:
Danke für die Hexerei. Wehe, das wirkt nicht!!! :D

Liebe Grüße
Dani

Das ganze Leben ist ein Irrenhaus und das Forum ist die Zentrale! :D

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wolvesse

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Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von wolvesse am 15.12.2008 19:32

Liebe Dani,
ich danke Dir.
Du sprichst mir so aus der Seele!
Letzte Woche war ich ja 3 Tage krank geschrieben und da war ich einfach auch wahnsinnig froh drüber, ich lag in diesen Tagen fast ausschließlich herum. Ich war so froh, mich nirgendwo hin quälen zu müssen. Inzwischen habe ich dann fast manchmal das Gefühl, mir in gewisser Weise selbst Gewalt anzutun.
Es geht ja dann auch irgendwie immer, aber danach bricht dann eben alles zusammen.
Letzten Freitag hatte ich mit Müh und Not dann noch 3 Stunden bei meinen Fünfern unterrichtet, das ging dann zwar ganz gut, obwohl mir der Doc kurz zuvor noch auf die Nase gebunden hatte, dass mein Tinnitus natürlich auch von einem Tumor kommen könne ( DANKE!), aber danach hatte ich ganz zittrige Knie. Spinne ich jetzt, denke ich dann manchmal selbst...

Wie gesagt, so ein paar Stunden viermal die Woche wäre wahrscheinlich okay, aber nicht an manchen Tagen 7 Stunden und dann vielleicht noch ne endlose Konferenz und daheim noch Vorbereitung.

liebe Dani, ich wünsche Dir, dass Du auch langsam wieder auf die Beine kommst!

wolvesse

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Dani
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Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von Dani am 15.12.2008 18:29

Ich finde es so schwierig, mit der Tatsache umzugehen, dass es sehr große Schwankungen gibt.

Ja, das ist auch bei mir das Problem. Man kann nix richtig planen etc.. vor allem ist es nervig, wenn sich das Befinden von einer Sekunde zur anderen ändert. Ich bin ja nun auch schon in der 5. Woche krankgeschrieben und ich "geniesse" es, mich hinzulegen, wenn mein Körper das verlangt und nicht wenn ich gerade mal Zeit dazu habe.
Freizeitaktivitäten habe ich auch schon lange nicht mehr.... Ich arbeite zwar nur 25 Std. die Woche, aber in der Freizeit muß ich mich davon erholen. Mehr schaffe ich nicht. Naja, bin ja auch schon 33 und da kann man halt nicht mehr so :rolleyes:
Ich finds einfach frustrierend!

Wolvesse, ich wünsche Dir, dass Du in den Ferien mal zur Ruhe kommst.

Liebe Grüße
Dani

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wolvesse

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Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von wolvesse am 15.12.2008 18:14

Hab noch was vergessen:
ne Wiedereingliederung kann man erst machen, wenn man am Stück oder akkumuliert 6 Wochen krank war, das habe ich noch nicht hinter mir.

Ich habe nach meinem schweren Schub ne Wiedereingliederung gemacht, allerdings nur für drei Monate, danach hatte ich an dieser Privatschule damals freiwillig reduziert, weil ich noch nicht verbeamtet war und ich keine Ahnung hatte, ob ich es überhaupt noch schaffen würde mit dem Job. Da bekam ich einfach Angst, dass sie mich ganz entsorgen könnten!

wolvesse

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wolvesse

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Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von wolvesse am 15.12.2008 18:10

Liebes Rudel,
zuerst danke ich ich Euch mal für Eure lieben unterstützenden Worte.
Dani:
die Knuddelinchen finde ich ganz toll, da musste ich unter Tränen lachen!!!

Mir geht es heute wieder etwas besser und weil heute Philipp Lahm bei uns in der Sporthalle auftritt, fielen bei mir 4 Stunden aus, so waren es plötzlich nur noch drei - das habe ich dann ganz gut bewältigen können.

Das Schlimme ist: wenn man zwischendurch immer wieder Tage hat, an denen es eigentlich ganz okay ist, dann denkt man sich, man sollte sich nicht so anstellen.
Ich finde es so schwierig, mit der Tatsache umzugehen, dass es sehr große Schwankungen gibt.

Theo:
ich schränke ja meine Freizeitaktivitätem auf ein Minimum ein, ich treibe fast keinen Sport mehr, sage ständig Feiern uund Verabredungen ab, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem dies zum einen gar nicht mehr ausreicht zur Regeneration, zum andern macht es so einfach auch keinen Spaß mehr.

Ich hoffe jetzt, dass ich mich in die Weihnachtspause retten kann, dann kann ich da ausruhen und meine Korrekturen schaffen.
Dann mal sehen, wie es weitergeht.
Bei uns ist leider der totale Notstand an der Schule, so etwas wie eine Krankenvertretung gibt es bei uns nicht, es ist sogar schwierig, eine Schwangerschaftsvertretung zu bekommen, das wird regelmäßig auf die Kollegen umverteilt, sodass alle ohnehin schon bis an den Rand belastet sind.
Klar, wenn es soweit wäre, dass ich wieder umkippe, dann wäre das mit der Auszeit eh schon keine Frage mehr, aber rein von den Blutwerten sieht es danach ja nicht aus - habe sie mir gerade vom Nephrologen mitgeben lassen, weil ich am Do nen Termin beim RheumaDoc habe.
Mit dem werde ich das mal besprechen.

Ich schätze, ich drehe mich wirklich ein bisserl im Kreis, ich finde es so schwer mit diesem Auf und Ab - in letzter Zeit allerdings eher Ab- zurechtzukommen...´

Das Gute an der Schule: durch den Lärmpegel höre ich diesen pulssynchronen Tinnitus kaum mal, das ist ja auch schon mal was, nicht wahr!



Viele Grüße,
wolvesse

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NiNoa

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Beiträge: 428

Gegen die Verzweiflung!!

von NiNoa am 15.12.2008 15:08

Hallo Rudel!

Melde mich in letzter Zeit selten, weil es mir recht gut geht.
Man könnte jetzt sagen, dann soll sie doch still sein, aber nix da. Denn auch wenn wir eigentlich alle schon zu groß/alt/lang/krank oder ungläubig dafür sind, jetzt wird gehext:

Ich hexe euch allen (fair verteilt, daher muss nicht gedrängelt werden!) eine dicke Portion Kraft, Mut, Durchhaltevermögen, Gesundheit und eine Sonderportion Feenstaub zur freien Verfügung!!

Ich hexe dies von meinem kleinen Schreibtisch aus in die Welt und bin sowas von sicher, dass es ankommt!! Für heute (und wahrscheinlich nur für heute) habe ich Kraft für euch alle! Insofern: bedient euch! Es kann nur mehr werden :D!

Falls ihr euch fragt, was ich heute morgen geschluckt habe?! Nix (außer dem üblichen Pillencocktail und der ist ja sogar ärztlich verschrieben;-)). Nein, ich feiere mich einfach mal selbst. Dass ich nach 10 Jahren (hatte nämlich im November mein 10-jähriges!) das erste Weihnachtsfest mal ohne Krankenhaus und/oder total zugedröhnt werde verbringen dürfen! Zwar sehen die Fakten gar nicht so anders aus wie in den Vorjahren, aber irgendwie hat sich in den letzten Monaten der innere Knoten ein bissel gelöst und ich habe es ansatzweise kapiert: erst ich, dann meine Lieben, dann das Leben, die Freunde, der Job, das Finanzamt, die Bausparkasse, der Zahnarzt usw. ;-)!

Wahrscheinlich/Vielleicht sieht es ganz bald schon wieder anders aus, aber für den Augenblick ist es so und das genieße ich! Und umso mehr wünsche ich mir (und es ist ja ganz bald Weihnachten!), dass -hexhex- mein Zauber bei euch ankommt!

Alles Gute für euch Alle, NiNoa

"Ich habe unter denen, die sich einer unerschütterlichen Gesundheit erfreuen, noch keinen getroffen, der nicht nach irgendeiner Seite hin ein bißchen beschränkt gewesen wäre; wie solche, die nie gereist sind." André Gide (1869-1951)

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Sunflower

58, Weiblich

Beiträge: 1416

Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von Sunflower am 15.12.2008 10:05

Ich wünsche Dir gute Besserung. Ich kann nicht mehr sagen, als was die anderen dir schon geraten haben. Ich vergleiche mich immer mit einem Duracell-Häschen aus der Werbung in den 80ern. Ich werde immer langsamer, je mehr ich leiste. Ich weiß nur leider nicht, wo ich neue Batterien kaufen kann...
LG
Sabine

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theo1956
Gelöschter Benutzer

Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von theo1956 am 15.12.2008 08:06

Hallo wolvesse,

nimm besser eine Auszeit und überlege ob Du aus Deinen Freizeitaktivitäten was herausnehmen kannst.

Schöne Grüße Theo

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Ulli

59, Weiblich

Beiträge: 256

Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von Ulli am 15.12.2008 07:54

nicht aufgeben so schwer es auch fällt und vielleicht ist die Auszeit wenn auch im Moment doof doch das beste. Bei mir kündigen sich so Schübe an und ich habe gemerkt, wenn ich diese Zeichen versuche zu übergehen, was zwar schwer möglich ist dann haut es mich am Ende ganz um.

Vielleicht auch noch mal so leidig man die Ärzte ist, das zu klären ob vielleicht ein Medi hinzukommt oder was auch immer sie für dich tun können, wozu gibt es denn die Halbgötter. Ich weiß das zu schreiben ist einfacher als es zu tun, aber gib nicht auf und gönn dir Ruhe wenn der Körper es dir sagt

ich weiß das hilft jetzt nicht wirklich viel mein getippsel,
deshalb ein dickes knuddeln

lg. Ulli

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mondbein

64, Weiblich

Beiträge: 733

Re: Jetzt bin ichauch am Verzweifeln

von mondbein am 14.12.2008 20:00

Hallo wolvesse,

mir geht es zwar auch alles andere als rosig, aber ich muss ja wenigstens nicht arbeiten.
Ist es nicht möglich für dich, mal eine größere Auszeit zu nehmen? Ich hab ja die letzten Jahre auch häufiger gefehlt durch den Lupus, aber das ging in der Schule, obwohl ich mir natürlich auch immer blöd vorkam...
Ich war sogar über 5 Wochen während der Schulzeit in der Rheumaklinik, das war kein Problem, da es vorher bekannt war und ein Ersatz gestellt wurde.
Was ist mit Wiedereingliederung - ist da schon mal was gelaufen in dieser Hinsicht? Dann hättest du wenigstens keine finanziellen Einbußen...

Ich wünsch dir erst mal viel Kraft bis zu den Ferien und hoffe, dass vielleicht noch jemand einen Geistesblitz hat.

Die beste Medizin gegen entgleiste Größenordnungen ist die Lektüre von Todesanzeigen.

Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.
Václav Havel

Ewig währt am längsten!

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