Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
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Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Kruemelmonster am 27.02.2009 15:15Ob sie eine rechtliche Handhabe hätten, dich zum Vorzeigen des Bescheids zu zwingen kann ich dir nicht sagen- aber vielleicht überdenkst du, ehe du in der Manier eines trotzigen Kleinkindes gleich solche Gedanken wie "Geht die gar nix an" denkst, dass dieser Termin nicht dazu gedacht ist dich zu schikanieren- er ist deine Chance, deine Chance vielleicht trotz Krankheit und Einschränkungen einen Weg zu finden, wie du im Arbeitsleben verbleiben kannst. Um dich diesbezüglich möglichst ausführlich und umfassend beraten zu können benötigt die Beraterin jedoch möglichst umfassende Informationen über die Art deiner Beeinträchtigungen- und warum du die Prozentzahl erhalten hast, die du hast, das ist im Ausweis nicht vermerkt. Du kannst also doch eigentlich nur gewinnen, wenn du diese Chance nutzt und mit der Beraterin kooperierst- um vielleicht gemeinsam mit ihr eine berufliche Perspektive für dich zu erarbeiten.
Ich drücke fest die Daumen, dass ihr gemeinsam deinen ganz individuellen "optimalen Lupusarbeitsplatz" einrichten könnt.
LG
Krümelmonster
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Micky am 27.02.2009 17:03Ist das so? Hm. Hab mich bislang doch für jemanden gehalten, der eher sachlich und rational agiert und reagiert. Aber gut, wenn du das so siehst...
Du liegst sicher nicht falsch mit deiner Ansicht, dennoch bin ich nicht der Meinung, auf Anforderung vor jedem "die Hosen herunterlassen zu müssen" .
Gruß Micky
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von fr.maus am 27.02.2009 17:31Eigentlich brauch man es ja vorher nicht zu erzählen,is ja bei Schwangeren auch so,du hättest es vielleicht erst nach der Probezeit erzählen sollen.L.G.Anke
Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Kruemelmonster am 27.02.2009 18:39Musst du auch nicht- es ist immer eine eigene, bewusste Entscheidung. Jedoch finde ich es relativ vermessen, von jemandem Hilfe zu erhoffen/ erwarten, vor dem ich nicht offen legen will, wobei er mir eigentlich helfen soll. Mit einer "Forderungsliste" dort aufzulaufen und nur anzugeben "ich brauche dieses und jenes am Arbeitsplatz" kommt wesentlich weniger nachvollziehbar, als es entsprechend mit "ich habe dieses und jenes Problem und denke, dass es so oder damit zu kompensieren wäre" zu unterstreichen- und nebenbei haben solche Berater ja nun durchaus auch ein bisschen Erfahrung damit Schwerbehinderte in den Arbeitsmarkt zu integrieren- ich persönlich würde mir nicht die Chance verbauen, von eben dieser Erfahrung zu profitieren und vielleicht noch die ein oder andere Idee mitzunehmen, die ich selbst im Vorfeld noch gar nicht hatte.
LG
Krümelmonster
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Tine am 27.02.2009 19:32Ich hab zur Optimierung meines Arbeitsplatzes nun einen Stehtisch bekommen. Es ist eine Verlängerung meines Schreibtisches, den ich aber bei Bedarf (mit Motor) rauf und runter fahren kann. Somit kann ich verschiedene Arbeiten auch im Stehen verrichten und habe somit mehr Freiheiten.
Wichtig war bei meiner Entscheidungsfindung auch, dass mein neuer Job (ist schon ein paar Jahre her) nicht Saison bedingt ist. Also herschaufeln was geht und dann wieder eine Woche nix. Jetzt ist es gut ausgeglichen (immer viel Arbeit), aber da ich alleine das Ressort bearbeite kann ich mir alles einteilen, je nach Gesundheitslage.
Vielleicht können die zwei Punkte auch eine Entscheidungshilfe für dich sein.
Alles Gute für den nächsten Termin
Liebe Grüße, Tine 
Wer Rächdschreibfeler endteckt, darf sie behalten - die sind extra gestreut!
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Micky am 01.03.2009 10:52@all
Ich danke euch für die Tipps und Hinweise. Das hilft mir schon weiter.
@Krümelmonster
Inhaltlich kann ich dir durchaus folgen. Allerdings finde ich die Art und Weise, wie du deinen Standpunkt zum Sachverhalt und meinen Fragen dazu formulierst, leicht grenzwertig.
Gruß Micky
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von anniidol am 04.03.2009 11:01Kann sie dich nicht fragen was du hast ? Das kann man doch in dem kommenden Gespräch klären. Ich wüßte nichtmal ob ich den Bescheid noch hätte. Ein Arztbericht tuts doch auch. Zwingen kann sie dich sicher nicht aber deine Beschwerden muß sie schon kennen, die Diagnosen nicht unbedingt wenn du es nicht möchtest.
"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)
Karen
Gelöschter Benutzer
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Micky am 04.03.2009 14:10Ziel ist es, inhaltlich darzulegen, warum ich schwerbehindert bin. Das ist mir schon klar. Worum es dabei geht, habe auch ich verstanden
Und wenn es der Sache dient, bin ich gern bereit, meinen Teil beizutragen.
Aber um das klarzustellen: Nicht ich bin auf die zugegangen, und "will was", sondern das ganze ist Teil von Vermittlungsversuchen seitens der Arbeitsagentur. Das zum einen, wenn auch nur am Rande.
Zum anderen hält sich meine Obrigkeitshörigkeit in Grenzen. Will heißen, ich überlege schon genau, wem ich welche personenbezogenen Daten von mir gebe oder nicht. Und deshalb muss die Überlegung gestattet sein, ob ich meinen Bescheid mal eben so auf Anforderung offenlege(n muss) oder nicht. Denn hier geht es um meine Daten und ich entscheide - mit allen Konsequenzen, ganz klar.
Da jeder Mensch anders gestrickt ist, kann man diese wie auch andere Verhaltensweisen schlecht bewerten oder verurteilen. So sehe ich das jedenfalls.
Ich hätte meine Frage nicht hier eingestellt, wenn ich mir nicht erhofft hätte, von euren Erfahrungen profitieren zu können. Für eure gut gemeinten Ratschläge danke ich euch.
Gruß Micky
Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer
Re: Der optimale Lupus-Arbeitsplatz?
von Kruemelmonster am 04.03.2009 14:22Sorry, aber das sehe ich nicht ganz so- du willst, wenn auch indirekt sehr wohl was von der Arbeitsagentur- nämlich jeden Monat dein Geld auf dem Konto. Der Bezug von ALG ist allerdings daran geknüpft, dass du der Arbeitsagentur zur Vermittlung zur Verfügung stehst- da du als Schwerbehinderte nunmal spezielle Bedürfnisse am Arbeitsplatz hast ist es ein Teil der Vermittlung zu eruieren, für welche Positionen du ggf. mit Anpassungen des Arbeitsplatzes vermittelbar bist- und dich (und ggf. auch den potentiellen Arbeitgeber) eben auch ganz praktisch bei der Anpassung des Arbeitsplatzes zu unterstützen.
Sollte die Beraterin dabei zu dem Eindruck gelangen, dass du nicht kooperieren willst- am Ende vielleicht gar kein Interesse an einer erfolgreichen Vermittlung haben, dann könnte sie genauso rigoros wie du bzgl. "ich muss das nicht offen legen" mit einem "dann merken Sie's halt an einer anderen Stelle" reagieren- so sehr ich es auch nachvollziehen kann, dass es eine unschöne Position ist aus der ungünstigen Ausgangslage der Schwebehinderung wieder auf den Arbeitsmarkt zu wollen und dass das gehörig an einem zehren kann und man vielleicht auch mal gut gemeintes gegen sich auffasst- in der Position die Spielregeln zu bestimmen bist du eher nicht.
LG
Krümelmonster
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