Assistenzhunde

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Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer

Re: Assistenzhunde

von Kruemelmonster am 19.07.2009 17:07

Harald, danke dir für deine Meinung.
Mein Problem ist weniger die "aktive Dienstzeit" dieser Hunde, während dieser sehe ich es prinzipiell ähnlich wie du, nämlich dass ihnen durch den intensivsten Kontakt mit ihrem Menschen, dem gegenseitig aufeinander angewiesenen Team, ein wunderbar erfülltes Hundeleben ermöglicht wird. Das frühere Altern als das von Artgenossen die keinen solch verantwortungsvollen Job zu erfüllen haben mag man "vermenschelt" auch noch als eine Art von "lieber ein erfülltes und glückliches Arbeitsleben gehabt und dafür zwei Jahre weniger die Rente genossen, als das ganze Leben unterfordert in Arbeitslosigkeit verbracht zu haben" ansehen.
Unglücklich bin ich nach wie vor mit der "Rentensituation" dieser Tiere, eben der meist unvermeidlichen Trennung aus diesem intensiven Arbeitsteam- das mag ein Mensch verstehen, dass er irgendwann nicht mehr zu "seiner Arbeitsstelle" gehen darf (obwohl ich Rentner kenne, die schlagen regelmäßig in ihrem alten Betrieb auf)- aber das einem Tier klar zu machen? Das grenzt an Quälerei- und die Unterbringung entweder bei seinem bisherigen Halter oder eben in dessen unmittelbarer Umgebung um den Kontakt möglichst noch halten zu können, die dürfte eben nur in einigen Fällen wirklich realisierbar sein. Und eben das auch mit in solche Überlegungen, Hundeassistenz ja oder nein, mit einzubeziehen gehört in meinen Augen eben auch zum verantwortungsvollen Umgang mit dieser Situation dazu.
Bin gespannt, ob noch andere Anregungen/ Meinungen dazu haben.

LG
Krümelmonster

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kerlchen
Gelöschter Benutzer

Re: Assistenzhunde

von kerlchen am 18.07.2009 01:26

@an All
Ich sprech in dem Beitrag die Extreme an.
Nicht gemeint sind die besten Freunde, die ihr Leben glücklich in einer intakten Familie oder einem nichtbehinderten Menschen haben, der alles versucht um auch das Tier glücklich zu machen.

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kerlchen
Gelöschter Benutzer

Re: Assistenzhunde

von kerlchen am 18.07.2009 01:02

Hallo Simone
Meine Denkart in der Richtung ist sehr einfach. Hunde mögen Beschäftigung und sind sehr dankbar für jede Art der Aufmerksamkeit durch Herrchen. Die Ausbidung, die sie durchlaufen ist sehr anstrengend und nicht jeder Hund hält da durch. Die es schaffen sind m.E. gerne dabei und erfüllen ihre Aufgabe bis zum Ende. Ob das dann wirklich mit der Spritze endet steht letztendlich in den Sternen.
Auf der anderen Seite sehe ich die Tiere , die ihr Leben im Tierheim fristen oder vom Herrchen ab und zu auf den Balkon geführt werden um ihr geschäft zu erledigen. Auch schlimm in Kleidung irgendwo vorgeführt werden um bei Freunden als Tierfreund zu gelten.
Fazit, wenn ich Hund werde, möcht ich im nächsten Leben auch Behinderten helfen.
LG Harald

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Kruemelmonster
Gelöschter Benutzer

Assistenzhunde

von Kruemelmonster am 17.07.2009 21:44

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Assistenzhunde in verschiedenen Varianten- Blindenführhunde sind ja nun schon lange etabliert und werden sogar von der Krankenkasse als offizielles "Hilfsmittel" getragen, aber zunehmend geht ja auch der "Trend" dazu anderen eingeschränkten Menschen einen vierbeinigen Begleiter zur Seite zu stellen (Demente, Epileptiker, Rollstuhlfahrer,...)
An sich ist es für den Menschen ja sicher eine tolle Sache, da sich erstens der Kontakt mit dem Tier an sich allgemein positiv auf die Psysche auswirken kann und die "Abhängigkeit" von einem Vierbeiner sich für viele doch noch "unabhängiger" anfühlt, als die entsprechende Unterstützung durch einen anderen Menschen.
Was mich beschäftigt ist nun aber die andere Seite, nämlich die des Tieres. Sicher, es werden in erster Linie Hunderassen für solche Zwecke ausgebildet, die sich charakterlich durch einen ausgesprochenen "will to please" auszeichnen, denen es quasi Freude bereitet "ihrem Menschen" zu "dienen"- andererseits sind diese Tiere letztlich 24h am Tag in Bereitschaft für ihren Menschen, also dauerhaft unter "Stress"- wirklich abschalten können sie kaum und das wirkt sich auch auf die Gesundheit/ Lebenszeit des Tieres aus- um es hart auszudrücken- sie werden "verschlissen"- denn wenn die "Leistungsfähigkeit" als Assistenzhund nicht mehr gegeben ist benötigt der eingeschränkte Mensch einen neuen Begleiter- er ist ja schließlich darauf angewiesen, dass der Begleiter "funktioniert"- den alten Hund als "Schmusetier" zu halten und zu versorgen wird nur in eingeschränktem Maß möglich sein- so dass er ein neues Zuhause braucht- er wird (was der Hund kaum verstehen dürfte) also von dem Menschen, für den er alles gegeben hat getrennt (oder schlimmer gleich eingeschläfert).
Unter diesen Umständen stellt sich mir die Frage, inwieweit man es als respektvoller Tierfreund verantworten kann die Praxis der Hundeassistenz zu befürworten oder gar zu praktizieren. Wie denkt ihr darüber?

LG
Krümelmonster

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