verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
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Doris
Gelöschter Benutzer
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Doris am 05.10.2008 00:40Hallo Anne,
ich habe von 1 Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen. Aber das war nicht schwer, denn ich war schwanger. Ich hab auch nicht wieder angefangen, auch das war nach der langen Zeit nicht besonders schwer. Deshalb möchte ich Dir ja auch erzählen, wie es eine Freundin von mir gemacht hat.
Also:
Sie war leidenschaftliche Raucherin und wollte aufhören. So plötzlich ging es aber nicht und sie wollte es langsam reduzieren. Am 1. Tag sagte sie sich: "Heute rauch ich 3 Zigaretten. Die erste um 11 Uhr. Sie wollte nicht unmittelbar nach dem Frühstück rauchen um ihre Gewohnheiten zu ändern(sie hatte nämlich immer nach dem Frühstück die 1. geraucht.) Die 2. rauchte sie, als sie von der Arbeit nach Hause kam. Die 3. dann kurz vor dem Schalfengehen.
Das war eine harte Zeit für sie und sie lebte von Zigarette zu Zigarette. Nach einiger Zeit rauchte sie nur mehr 2 und dann nur mehr eine.
Als sie dann auch auf die letzte verzichtete, fiel es ihr schwerer als sie gedacht hatte, und so versuchte sie, sich selbst zu überlisten, indem sie sich am Morgen einredete nicht aufhören zu wollen, sondern nur diesen Tag nicht zu rauchen. So schaffte sie es. Jeden Tag sagte sie zu sich: " Heute will ich nicht rauchen; wie es morgen sein wird, werde ich dann am nächsten Morgen entscheiden."
Bei ihr funktionierte es auf diese Weise. Sie raucht nun seit ca 20 Jahren nicht mehr.
Liebe Grüße
Doris
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Esther am 04.10.2008 16:26liebe anne......
versuch deinen satz vielleicht anders zu formulieren ...
vielleicht hilft er besser - wenn du ihn "positiv" formulierst... also keine negativen wörter verwenden
das gehirn versteht negationen nicht so gut.
beispiel gefällig ?
denke nicht an einen rosa elefanten.
(jetzt denkst du an einen rosa elefanten)
denke nicht an paris
(wahrscheinlich denkst du an den eiffelturm... )
usw.
lg esther
Wer Fragen stellt, muss auch akzeptieren, dass er Antworten bekommt.
Anne
Gelöschter Benutzer
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Anne am 04.10.2008 16:19Hallo Beate !
das stimmt,da hast du recht! ich glaube diese gedankenmuster ist gar nicht gut.das wird mich eher am aufhören hindern.daran will ich arbeiten.
danke für den focus link.das brachte mich auf die idee,was auch eigentlich gegen dieses sich selbst schuld geben ist.ich stelle mir gerade auch diesen "Niki" auf meiner art vor,es ist eigentlich eine gute vorstellung diesen dämon zu einer art wesen zu machen den man austreiben will.nicht mich selbst bekämpfen sondern diesen monster der mir "das alles" vorlügt...ich würde zigaretten brauchen,ich muss rauchen,ich könnte gar nicht aufhören.das stimmt ja alles nicht.das bin nicht ich die so denkt sondern dieser niki lügt das nur.ich denke ganz anders.
nun ich kann so viel heute berichten dass ich quasi seit gestern reduziert habe.ich weiss dass mein ziel nicht reduzieren ist aber ich sehe es nun als eine vorbereitung.letztenendes sehe ich es so:entweder weiter qualmen so wie gewohnt oder gar nichts mehr.das reduzieren auf dauer wird nicht klappen.ist auch nicht sinnvoll.ich habe heute früh 4-5 zigaretten geraucht.mittags eine und jetzt eine.wenns nicht anders geht dann "gönne" ich mir abends noch eine.ziel ist es aber gar keine mehr zu rauchen heute.wenn ich jetzt lust zum rauchen habe dann hab ich so einen satz den ich mir sage.(ich sage mir: kein mensch braucht zigaretten,zigaretten sind gift und schmecken ekelhaft,wenn ich rauche wird´s mir schlecht)dieser satz scheint mir zu helfen.
LG Anne
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Kiebitz am 04.10.2008 14:58Hallo Anne,
ich habe nie geraucht und kann dir daher auch keine direkten aufhör-tips geben (vielleicht hilft aber dieser text etwas: http://srv.forum.focus.de/fol/viewtopic.php?t=6603&start=0 - habe das von einigen leuten schon gehört, daß es ihnen geholfen hat).
Aber etwas ist mir aufgefallen: Immer machst du dich selber fertig wegen dem rauchen, gibst dir selber die schuld etc.
Es ist aber nun mal so, daß rauchen eine sucht ist, daran wirst du nix ändern. Also bist du auch nicht "schuld", wenn du es nicht schaffst, aufzuhören.
Sondern schuld sind einzig und allein die zigaretten, _sie_ sind deine feinde, sie mußt du bekämpfen - und nicht dich selber (das tut ja schon dein immunsystem zur genüge, hau nicht noch selber mit drauf...).
Das sind so meine gedanken zum thema, obs nützt weiß ich nicht, weil ich wie gesagt, selber nicht rauche (obwohl auch nichtraucher so ihre süchte haben, die sie manchmal bekämpfen müssen...).
Grüße
Beate
Wer Wissenschaft, Philosophie und Kunst besitzt braucht keine Religion.
(Michael Schmidt-Salomon)
Anne
Gelöschter Benutzer
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Anne am 04.10.2008 09:34Hallo ihr lieben! = Andrea,Mausilope,Emma,Alfa und Ulli
vielen dank für eure beiträge! ich rauche noch aber dieses thema ist sehr aktuell.sage euch bescheid wenn ich einen aufhörversuch starte.dieser thread hilft mir aber sehr in der geistigen vorbereitung.
LG Anne
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Ulli am 02.10.2008 15:54Hallo Anne,
ich hab das mit dem ausschleifen damals versucht. Wie ich nun mal so bin, nur noch 15 am Tag nur noch 10 und irgendwann hat die Ulli ihre Striche nicht mehr so korrekt gemacht, weil ich wie auf Entzug war. Schlimm ich bemogelte mich selber. Mir half nur, Packung weg keine mehr kaufen und du brauchst das nicht. Dies war 1989, muss sagen radikal hat funktioniert, aber ich drehte am Rad, träumte vom Rauchen, wusste nicht hast du heute nacht dir eine angesteckt oder was war das. Das Gefühl ich brauche dringend eine Zigarette war mein begleiter und ich habe es dann endlich geschafft.
Gut *ja* schulterklopf 
und vor 3 Jahren, in der Rheumaklinik, da kam so viel auf mich zu.
ZNS Beteiligung, der Arzt sprach von Endoxan und noch länger stationär und ich ging an die Bushaltestelle zu den Rauchern, bettelte den der die leichteste hatte an und dachte, dann wirst du ruhig und alles wird gut. Mittlerweile nur Gelegenheitsraucher und ich weiß ich sollte es eigentlich lassen so lange ich es kann, wenn der Körper erstmal meint er braucht das Zeug wieder, komme ich bestimmt davon schlechter los. Nur bei besonderem Stress und ich merke es bekommt mir nicht. schwindelig, kratzen im Hals beim ersten Zug und trotzdem manchmal gönne ich es mir
drück dir die Daumen
und vielleicht hilft der feste Wille
jetzt ab nun bleiben sie weg und egal was kommt ich will das so
Hypnose hat bei meiner Freundin geholfen...evtl. wäre das was für dich, aber man muss das wollen sonst geht es nicht
lg. Ulli
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von alfa am 02.10.2008 14:28Hallo Anne,
es gibt leider kein todsicheres Rezept um aufzuhören, ich kann dir nur sagen, wie ich es gemacht habe: ich bin kein Freund radikaler Lösungen, ich habe meinen Zigarettenkonsum „ausgeschlichen“
(wie beim Cortison ): Nichtraucherwohnung, Nichtraucherauto, Nichtraucherbüro, Nichtraucherfreund..... irgendwann war ich bei einer Zigarette täglich – am Werktagen, in der Mittagspause. Ich habe 13 Jahre lang 5 Zigaretten pro Woche geraucht und das ohne schlechtes Gewissen zu haben, denn die Menge an Schadstoffen kriegt man als Passivraucher auch mit.
Dann kam Lupi und ich habe auch auf die eine täglich verzichtet, das war aber überhaupt kein Problem mehr.
Ob radikal oder ausschleichend – ich wünsche dir dabei viel Erfolg,
lG Alfa
Emma
Gelöschter Benutzer
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Emma am 02.10.2008 12:35Hallo Anne,
ich habe vor 14,5 Jahren aufgehört zu rauchen von einem Tag auf den anderen.....
und habe nie wieder angefangen und bin so glücklich.
Der Grund war mein neuer Freund der Nichtraucher ist......
raucht dein Mann ??
ich weiß wie schwierig es ist mit dem rauchen aufzuhören, vorher habe ich 16 Jahre stark geraucht
und wollte auch immer aufhören, habe es aber nicht geschafft....
versuche es doch mit dem Buch von Allan Carr oder suche einen wichtigen Grund !!
um aufzuhören...
ich drücke dir die Daumen
Mausilope
Gelöschter Benutzer
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von Mausilope am 02.10.2008 12:13Hallo Anne! Ich möchte mich Steffen anschließen...Lief bei mir genau so. Aufgehört, wieder angefangen und je mehr man auf dieses "Klick" wartet, desto weniger kommt es.
Bei mir war es letztendlich der Ekel, der gesiegt hat. Immer dieser Geschmack im Mund und die Kleidung stinkt und dass Kopfschmerzen nach dem Weggehen gar nicht vom Alkohol kommen müssen, das hab ich auch erst als Nichtraucher gelernt
Nee, irgendwann hat mir bei einer dieser berühmten Morgenzigaretten so derart gegraust, dass ich fast kotzen musste und das war dann das Ende. Habe von einem Tag auf den anderen aufgehört und halte das jetzt seit etwa 4 Jahren durch. Ab und an rauche ich in lustiger Runde mal eine mit, meist nur zur Hälfte und hinterher ist mir aber immer so eklig, dass ich monatelang Ruhe vor dem Zwang hab. Dieses Ekelgefühl hab ich mir auch geankert und hols mir immer wieder her, wenn mich die Lust mal zu sehr überkommt.
Mein Mann hat vor einem Jahr wieder angefangen, hier mal eine im Büro, da mal eine beim Weggehen, jetzt murkst er wieder mit Kaugummis rum und so. Alleine, wenn ich ihm dabei zusehe, freue ich mich über meine eigene Stärke, das hilft auch ungemein 
lG! - die Mausilope
Re: verzweifelt wegen rauchen - habt ihr "nerv" mir zu helfen?
von andreula am 02.10.2008 09:36Liebe Anne
Auch ich habe 10 Jahre geraucht, ich kann deine Probleme sehr gut verstehen.... Vor vier Monaten ist mein Onkel mit 64 Jahren gestorben, er hatte eine routine Operation und ist dann zwei Tage später im Spital einfach so eingeschlafen und nicht mehr erwacht. Bei seiner Beerdigung stand ich am Grab und weinte lauter Wasser. Sein Tot hat mich total aus der Bahn geworfen... Die Tage danach habe ich soviel übers Rauchen nachgedacht wie noch nie, das war auch nicht bewusst, ich habe mir nur überlegt:" warum töte ich mich selber, wenn doch das Leben so schön und lebenswert ist"
so hat es auch Klick gemacht... Ich hatte Momente wo ich zu kämpfen hatte, doch ich habe mir immer und immer gesagt, heute rauche ich nicht! Und nun ist es vier Monate her...
Ich denke wenn es bei dir soweit ist und du auch wirklich nicht mehr rauchen willst, dann schafst du das auch!
Du musst nur ganz fest an dich glauben und vorallem keine Angst haben vor den Aufhören...
Ich wünsche dir viek Kraft! Du kannst das...
Liebe Grüsse Andrea
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