Borreliose und jetzt Lupus??

Erste Seite  |  «  |  1  |  2 [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Älteste Beiträge zuerst ]


teekanne

42, Weiblich

Beiträge: 4

Borreliose und jetzt Lupus??

von teekanne am 08.06.2010 12:50

Hallo zusammen,

ich bin im moment etwas durcheinander und mich trotz meiner langen Krankengeschichte kurz fassen zu können.

Seit zwei Jahren habe ich eine Borreliose (Diagnose: IgG positiv im Blut mit diversen Banden, Liquor positiv, Borrelien LTT pos.) Ich habe schon zig Antibiosen hinter mit, einmal war ich auch durch Antibiotika symptomfrei, aber dann kam schnell ein Rückfall, viele Antibiosen haben mir nicht geholfen, was allerdings nicht ungewöhnlich ist bei der chronischen Form.

Meine Borreliose-Beschwerden sind:

-kognitive Probleme, zeitweise nicht mehr denken können
-Nebel im Kopf
-"komische Wahrnehmung" wie unter einer Käseglocke
-Nervenschmerzen auf der rechten Körperhälfte, vor allem re. Arm, re. Bein
-Nackensteifigleit, geschw.Llymphknoten, Dauerhalsschmerzen, Grippesymptomatik, Müdigkeit, geringe Belastbarkeit
-Hautbrennen an den Oberschenkeln

Diese Symptomatik ist z. T. sehr schwankend, auch das ist typisch für die Borreliose.

Vor ein paar Wochen habe ich eine neue Antibiotikatherapie gemacht mit Minocyclin und Tinidazol.
Zu Anfang hatte ich unter der Therapie eine Herxheimerartige Reaktion, das ist oft bei Borreliose der Fall, wenn eine Therapie anschlägt (bei mir verstärkt Grippesymptomatik). Als dann das Tinidazol dazu kam hatte ich extreme Brennschmerzen der Brustwirbelsäule und diese war sehr druckempfindlich. Tinidazol ist ein sehr potentes Medikamt in der Borreliosebehandlungund löst die zystischen Formen der Borrelien auf. Bei der Therapie kommt es oft vor, dass neue Symptome dazukommen.
Nach 4 Wochen musste ich die Therapie wegen einer Allergie gegen Mino abbrechen.

Schon während der Therapie hatte ich brennende, rote Handinnenflächen, von zeit zu zeit.
Jetzt, nach der Therapie stellen sich komische Symptome ein:

-Hautjucken, Ameisenbeissen
-trockene Augen
-Hautbrennen, z. T. überall, am stärksten im Gesicht und an den Handinnenflächen.
-wenn ich Druckstellen auf der Haut bekomme, sind die nicht wie gewöhnlich rot, sonder sehen aus wie Nesselsucht, nur ohne Bläschen
-leichtes Palmarerythem und auch hier brennen der Handinnenflächen, kühlen hilft.

Alle Symptome sind wechselhaft, mal ganz verschwunden, mal stärker, mal schwächer.

Am schlimmsten ist jedoch das Gesicht. Es fühlt sich an wie Sonnenbrand (brennt und spannt), ist auch rot um die Nase herum und auf den Wangen, also es sieht auch aus wie Sonnenbrand. Es scheint nicht wie ein typischen Schmetterlingserythem zu sein, denn dieses hört ja an den Nasolabialfalten auf, meine Rötung geht da weiter. Wenn ich mein Gesicht kühle wird es besser.
Auch abends wird es besser und es war schon zwischendurch für ein od. zwei Tage ganz weg.


Ich habe hier keinen guten Arzt in der Nähe, der Borreliosespezialist ist weit weg und hat Urlaub.
Das geht jetzt schon seit zwei, drei Wochen so.


Ich bin jetzt mal ins örtliche Labor gefahren und habe mir auf eigene Kosten Blut entnehmen lassen:

Leber, Niere okay
Leukozyten: 4,1
Ery: 4,33
Thrombos: 201

ANA 1:160 (Fluoreszenzmuster: feingesprenkelt, nukleolär Mitosen positiv)

Das alles kann auch von der Borreliose kommen, auch die ANA Erhöhung.
Aber das mit meinen Gesicht macht mir schon Angst, es ist so extrem!
Ich habe Angst jetzt auch noch eine Kollagenose zu bekommen, denn wenn ich Cortison nehmen muss, kann ich mir gleich die Kugel geben, dann werde ich meine Borreliose nie los!!!

Ich habe auch gelsen, das bei einem medikamenteninduzierten Lupus das Fluoreszenzmuster ehr homogen ist.

Was meint ihr dazu? Ist das mit meinem Gesicht und den Handinnenflächen typisch für einen Lupus? Ich habe echt Angst!

Viele Grüße und danke fürs lesen.

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  |  2

« zurück zum Forum