Was tun - welcher Arzt ?

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Dani
Administrator

51, Weiblich

Beiträge: 8639

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von Dani am 22.07.2010 21:20

@Annette:
Du erinnerst Dich, wie es mir im November/Dezember 2008 ging? Lass es nicht so weit kommen..
Hätte ich damals eher auf meinen Rheuma-Doc gehört und eine Psychotherapie gemacht, wäre es bestimmt nicht so weit gekommen..

Zum Freundes-und Familienkreis..
Ich denke, die sind mit sowas einfach überfordert. Als es meiner Mom letzens so schlecht ging habe ich gemerkt: Ich bin lieber Betroffene, als Angehörige eines/einer Betroffenen. So bescheuert es auch klingt..

Liebe Grüße
Dani

Das ganze Leben ist ein Irrenhaus und das Forum ist die Zentrale! :D

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hanni_nanni
Gelöschter Benutzer

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von hanni_nanni am 22.07.2010 22:10

Hallo gegeben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.08.2010 22:31.

Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von Leya am 22.07.2010 22:31

@ hanni_nanni

Ich glaube, Deine Freundin ist als Therapeutin ziemlich ungeeignet. Das fängt schon damit an, dass sie gegen die ärztliche Schweigepflicht verstößt. Damit hat sie sicherlich eigentlich auch ihre Zulassung verwirkt, denke ich.

Viele Forumsteilnehmer berichten von sehr guten und vor allen Dingen hilfreichen Therapie-Erfahrungen. Eigentlich habe ich hier noch nie von negativen Erfahrungen gelesen. Ich finde es daher sehr bedenklich, dass Du von Therapeuten abrätst.

Du bist doch immer noch sehr krank. Vielleicht wäre es Dir längst viel besser gegangen, wenn Du den Rat der Psychologin befolgt hättest. Wie gesagt: Vielleicht. Wer weiß. Sie hat ja schließlich nicht gesagt, dass Ihr nicht glücklich seid, sondern nur, dass Dein Mann Dir nicht gut tut.

Ich gratuliere Dir, dass Deine Familie so viel Verständnis für Dich hat und hatte. Lies Dich doch mal durch dieses und das Vorgängerforum und Du wirst herausfinden, dass Verständnis Mangelware ist.

Übrigens, wenn Du mir einen Barscheck über eine große Summe ausstellst, geht es mir auch gleich viel besser.

Gruß

Leya

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Dani
Administrator

51, Weiblich

Beiträge: 8639

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von Dani am 22.07.2010 22:38

Wenn wir uns so über ihre Arbeit unterhalten meint sie auch, dass die Patienten viel zu hohe Erwartung an sie bzw. eine Therapie stellen.

Die Pat. denken z.T. sie hat ein Wundermittel oder einen Schlüssel den sie drehen kann und es macht klick, so dass alles plötzlich wieder okay ist. So läuft es aber leider nicht, denn man muss schon bereit sein selbt etwas zu tun.

Wenn Du das "die Patienten" durch "viele Patienten" ersetzt, dann stimme ich Dir diesbezüglich weitesgehend zu.

Ich muss sagen, als ich letztes Jahr stationär in die Klinik ging, dachte ich auch: Wenn ich dann dort wieder raus bin, dann bin ich geheilt. So dachten viele "Mitinsassen" von mir. Dieser Zahn wurde uns aber durch die Therapeuten ganz schnell gezogen. Denn das ist harte Arbeit, bei denen die Therapeuten "nur" unterstützend tätig sind. Aber diese Unterstützung ist oftmals sehr, sehr nötig. Eben weil kein Verständnis/Unterstützung durch den Partner da ist (wenn es überhaupt einen Partner gibt). In einer Depression ziehen sich die meisten ja auch total zurück.. Brechen ihre sozialen Kontakte ab, gehen nicht mehr raus etc.. So war es damals auch bei mir. Meine Eltern, Freunde, Bekannte.. die waren einfach nur überfordert und wussten nicht, damit umzugehen.
Mittlerweile gehe ich ganz anders mit mir um und dadurch fällt es auch meinen Mitmenschen einfacher.

Es ist ja schön und freut mich für Dich, Hanni, wenn Dein Umfeld so stabil ist, dass Du keine "professionelle" Hilfe brauchst (obwohl Du diese ein Stück weit sicherlich auch in Deiner Freundin hast).
Aber leider haben die wenigsten dieses Glück. So meine Erfahrung in den letzen 1,5 Jahren. Bei den meisten wurde das Eheleben oder ähnliches erst wieder in der Klinik in die "richtige" Bahn gebracht (durch Paargespräche) , obwohl sie wegen ihrer chronischen Schmerzen/Erkrankungen da waren.

Yoga, Autogenes Training.. haben wir auch gelernt, aber das allein hätte mich nicht aus meiner damaligen psychischen Verfassung geholt.

weil sie viel zu wenig Zeit haben sich so intensiv um den Einzelnen Patienten zu kümmern,

Das verstehe ich nicht.. Eine Therapiestunde dauert doch in der Regel 50-60 Minuten. Ist doch nicht so wie bei einem Arzt, wo man im ungünstigen Fall nach 5 Minuten wieder draußen ist.
Und wenn man das Gefühl hat, ein Therapeut kümmert sich nicht intensiv genug um das Problem des Patienten, dann denke ich, ist es einfach nicht der richtige Therapeut.
Und ein Therapeut, der einem sagt, was er zu tun und zu lassen hat (in Deinem Fall die Trennung vom Partner), finde ich meines Erachtens auch nicht ok. Ich denke, ein Therapeut soll seinem Patienten auf dem Weg zur Lösung "begleiten" bzw. "führen" . Auf die Lösung selbst, sollte der Patient von alleine kommen. Ich denke, Du bist damals einfach nur an die für Dich "Falsche" geraten, ohne jetzt zu sagen, dass sie "schlecht" war.. Vielleicht konnte sie ja anderen wiederum helfen..

Aber das jetzt auf alle Psychotherapeuten zu verallgemeinern, nur weil man selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat, finde ich jetzt nicht so dolle.. :-/

Liebe Grüße
Dani

Das ganze Leben ist ein Irrenhaus und das Forum ist die Zentrale! :D

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anniidol

56, Weiblich

Beiträge: 3173

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von anniidol am 22.07.2010 23:05

zu mir hat vor Jahren auch mal eine (ehem) Freundin gesagt sie verstehe nicht warum ich einen Therapeuten bräuchte, wo ich doch einen Partner hätte... Das ist für mich ein Zeichen dass jemand weder Ahnung vom Einen, einer Therapie, noch vom Anderen, einer Partnerschaft hat. Meine Krankheit oder Psyche haben in diesem Fall so gar nichts mit meiner Familie zu tun. Meine Eltern möchte und kann ich mit Negativem eh nicht belasten und mein Freund ist sehr lieb und nachsichtig aber leider total ahnungslos in dem Bereich. Über vieles möchte ich auch gar nicht mit ihm sprechen und man kann es auch gar nicht weil ein Therapeut eben die richtigen Fragen stellt und Themen einführt. Ich hatte schon eine Therapie aber momentan nicht. Ich überlege noch. Ich stecke halt immer wieder in dem Wechsel zwischen: mir gehts doch super und ich kann nicht mehr. Es ist einfach so: ich bin im Prinzip glücklich, habe total vieles im Leben erreicht und besitze alles was man sich wünscht aber da ist ab und zu so ein Schatten und es geht mir schlecht ohne dass ich weiß warum ich traurig bin. Mit dem rausgehen ist es bei mir so dass ich theoretisch schon gerne vieles erleben würde aber praktisch bin ich nicht mehr fit genug oder einfach zu faul. Bin sooo froh wenn ich nicht mehr weg muß abends oder wenn das Tel. nicht klingelt... versteht ihr das ? Ist aber nicht so dass ich nicht aus dem Haus gehe, nein ... nur so ausgehen wie früher oder regelmäßig, dass halt nicht mehr. Wir sind einfach auch so zufrieden in unsrem Haus, mit den Tieren, der Familie und allem.

"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)

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hanni_nanni
Gelöschter Benutzer

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von hanni_nanni am 22.07.2010 23:17

xxzxyz

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.08.2010 22:31.

wolfskind

37, Weiblich

Beiträge: 1577

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von wolfskind am 22.07.2010 23:20

ich denke das ewige auf und ab ist auch eine art "nebenwirkung" vom lupus. weil manchmal (oder auch öfter) hat der kopf einfach keine lust mehr krank zu sein. hat einfach keinen bock mehr auf die ganze scheiße und ist total beleidigt weil er so ein schicksal mitmachen muss. das ist verständlich finde ich.
man muss dann aufpassen dass man nicht aufgibt und muss am ball bleiben und weiter kämpfen. das ist leichter gesagt als getan, wenn man dann doch so gar kein licht sieht. und sich so ganz alleine fühlt, weil keiner wirklich versteht im umfeld, weil keiner so leidet und so viel mitmachen muss.
aber ich denke wir haben doch alle irgendwie dinge die wir dann gerne machen wenn wir und mal okay fühlen. und daran müssen wir uns festhalten. ein hoch auch "gute löffel-tage" ;-)

Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über.

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hanni_nanni
Gelöschter Benutzer

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von hanni_nanni am 22.07.2010 23:26

verlassen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.08.2010 22:32.

tunixe
Gelöschter Benutzer

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von tunixe am 22.07.2010 23:28

Viele Forumsteilnehmer berichten von sehr guten und vor allen Dingen hilfreichen Therapie-Erfahrungen. Eigentlich habe ich hier noch nie von negativen Erfahrungen gelesen. Ich finde es daher sehr bedenklich, dass Du von Therapeuten abrätst.



Da muß ich mich jetzt wirklich einreihen.

Ich hatte schon 1985 das Glück einen Rheumatologen zu haben, der die Wichtigkeit einer seelischen Verarbeitung aller kollagenosebedingten Probleme für wichtig erachten hat. Deshalb war ich nach meiner Diagnose 2 Jahre bei einem Neurolgen/Psychiater in Behandlung. Als es mir vor ein paar Jahren schlechter ging bin ich erneut zur Behandlung gegangen und gehe auch jetzt in Abständen zu ihm.
Ich wäre ohne diese "Seelenarbeit"bestimmt nicht in meiner jetztiger körperlichen Verfassung.
Ich bin glücklich verheiratet und habe 2 wunderbare Töchter. Für meine Familie war meine Therapie auch eine Erleichterung.
Mit der Kollagenose müssen wir ein schweres Paket tragen und sollten Hilfe aus verschiedenen Richtungen annehmen.
Dazu zählt für mich auch eine Psychotherapie.

dass sie gegen die ärztliche Schweigepflicht verstöß

macht mich sprachlos!

LG
Verena

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hanni_nanni
Gelöschter Benutzer

Re: Was tun - welcher Arzt ?

von hanni_nanni am 22.07.2010 23:32

den Tatsachen!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.08.2010 22:32.
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