Extreme Erschöpfung

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carosada
Gelöschter Benutzer

Re: Extreme Erschöpfung

von carosada am 07.11.2008 17:53

Hallo Renate,
ja du hast ja Recht...aber ich habe wirklich immer diese Angst.

Brauche manchmal die Bestätigung, dass es ok ist, dass ich nur 3 Tage arbeite, weil ich krank bin...klingt pervers, aber dann geht es mir besser. Im Büro höre ich ja immer nur, wie gut es mir doch geht. Darauf kann und will ich nicht mehr reagieren....
Ich zeige niemanden dass ich krank bin...bin immer fröhlich und fleißig. Muss glaube ich auch mehr jammern im Büro und öfters zu Hause bleiben;-) aber das kann halt nicht....

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kleinepebbles

59, Weiblich

Beiträge: 1096

Re: Extreme Erschöpfung

von kleinepebbles am 06.11.2008 14:04

Hallo!

Heute bin ich so müde und kaputt, dass ich kaum geradeaus schauen kann und mich kaum auf den Beinen halten kann. Könnte nur auf der Couch liegen und schlafen. Mir fehlt jede Kraft, schon zur Toilette gehen ist eine enorme Belastung!

Liebe Grüsse-Inge

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Extreme Erschöpfung

von Renate am 05.11.2008 23:42

mich über die kleinen Erfolge zu freuen. Mich an das zu freuen, was ich geschafft habe und mich nicht darüber zu ärgern, was ich noch nicht geschafft habe..


Sunflower das ist auf jeden Fall ein guter Ansatz .

Und bei uns ist es ja so, dass wenn man 3 Tage zu Hause ist, gleich die Einladung zur Begutachtung bei der Krankenkasse gehen muss...und wenn ich dann mein Blutbild herzeigen muss, lachen mich die vielleicht aus. DAs ist halt meine Angst


Carosada ich glaube nicht, dass die dich bei der Krankenkasse auslachen und deine Blutwerte sind auch nicht normal und deine Nieren sind auch nicht okay. Es ist also doch normal, dass du dich nicht so fit fühlst wie ein gesunder. Du hast SLE mit Nierenbeteiligung und ich meine du bist auch nicht in Vollremission sondern in Teilremission. Warum sollte man dich mit deiner Diagnose dort auslachen.

LG Renate

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carosada
Gelöschter Benutzer

Re: Extreme Erschöpfung

von carosada am 05.11.2008 21:22

Mir geht es wie euch. Ich bin auch so erschöpft, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, zusammenzubrechen. Mir rinnt dann der Schweiss runter und am liebsten würde ich laut herausschreien, dass ich nicht mehr kann.
Getraue mir das aber auch nicht zu sagen, da ich ja "nur" 3 Tage in der Woche arbeiten gehen muss. Mittwoch bis Freitags. Aber nach den 4 freien Tagen habe ich nicht das Gefühl, Kraft getankt zu haben. Kann eigentlich gar nicht mehr "shoppen" gehen, da ich schon lange keine Kraft dazu habe. Und wenn doch, dann mach ich es alleine. Denn wenn ich mit einer Freundin gehe und nach einer STunde abbrechen muss...fehlt leider jedem das Verständnis.

kann mir z. B. überhaupt nicht vorstellen, von der ARbeit fern zu bleiben...da hätte ich so ein schlechtes Gewissen, weil ich mir immer denke, die Anderen sind ja auch so arm, und müssen Vollzeit arbeiten. Es ist ein Teufelskreis.

Und das Beste ist, ich war am Montag bei der Kontrolle. Meine Werte sind eigentlich alle ok. Naja, die Senkung ist wie immer hoch: 55/93. Kreatinin ist aber runter auf 1,5. Kreatininclearence ist auf 55,6%. Rotes Blutbild ist halbwegs ok. Eiweiß im Harn ist unter der Grenze also fast gar keines....
Was soll ich also im Büro sagen, wenn ich Zuhause bleibe. Und bei uns ist es ja so, dass wenn man 3 Tage zu Hause ist, gleich die Einladung zur Begutachtung bei der Krankenkasse gehen muss...und wenn ich dann mein Blutbild herzeigen muss, lachen mich die vielleicht aus. DAs ist halt meine Angst.
Ja Angst...das ist mein Problem. Angst vor Allem und Jeden. Auch habe ich Angst, dass ich den Anschluß im Büro verliere.

Ich glaube, ihr könnt mich sehr gut verstehen, denn ich bin mir sicher, es geht vielen von euch auch so.....

Entschuldigt bitte, dass ich jetzt so viel über mich geschrieben habe....aber es hat gut getan

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wolvesse

-, Weiblich

Beiträge: 171

Re: Extreme Erschöpfung

von wolvesse am 05.11.2008 19:42

Hallo Theo,,
wenn das nur so einfach wäre, denn er ist auf dem Standpunkt, dass er mich ja nun schont und sagt, er habe sich überlegt, wie man meinen Stundenplan für mich einrichten kann- das Problem ist, dass er nicht kapiert, dass er mich vielleicht fragen könnte, was für mich Entlastuung bedeutet.

Nun, heute ist wieder Mittwoch, also kann ich davon ausgehen, dass ich morgen wider total erschöpft bin - mein unterrichtsfreier Tag... Gerade richtig, um wieder meine Phsyiotherapie und die Doc-Termine zu legen... Aber wieder einmal habe ich es bis hierher geschafft, das ist ja auch was...

Viele Grüße,
wolvesse

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Sunflower

58, Weiblich

Beiträge: 1416

Re: Extreme Erschöpfung

von Sunflower am 05.11.2008 13:27

Ich werde mich bemühen, mich über die kleinen Erfolge zu freuen. Mich an das zu freuen, was ich geschafft habe und mich nicht darüber zu ärgern, was ich noch nicht geschafft habe..

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theo1956
Gelöschter Benutzer

Re: Extreme Erschöpfung

von theo1956 am 05.11.2008 09:32

Hallo wolvesse,

gegenüber Deinem Chef muß Du hart sein. Du hast ihn wahrscheinlich verwöhnt durch "Ja-Sagen" Dein Leben und Deine Gesundheit gehen vor. Ich habe diese Situation fast 13 Jahre mit durchgemacht.

Schöne Grüße Theo

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Micky

55, Weiblich

Beiträge: 2487

Re: Extreme Erschöpfung

von Micky am 05.11.2008 08:26

Genau, Renate,
du machst das genau richtig. Ist halt schwer, erst mal im Denken soweit zu kommen. Aber auch ich arbeite daran, dass es nicht immer 150% sein müssen.

LG Micky

Gruß Micky

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Extreme Erschöpfung

von Renate am 05.11.2008 07:53

Was kann man bloß dagegen tun?

Habe aber das Gefühl, das so viel zu tun ist. Papiere wollen erledigt werden, Rechnungen bezahlt, Arzttermine wahrgenommen werden..die Kinder wollen Hilfe mit den Hausaufgaben, Mittagessen, saubere Kleidung... Einfach irre.


ja ich leide auch an chronischer Erschöpfung. Ich habe aber mit der Zeit gelernt mir die verbliebene Kraft besser einzuteilen, denn ich habe festgestellt, dass ich sonst wirklich regelrecht zusammenklappe und nix mehr auf die Reihe bringe. Also es ist zwar viel zu erledigen, aber ich überlege was ganz wichtig ist und was warten kann. Die Kinder bekamen auch nicht immer pünktlich ein gekochtes Mittagessen. Dann gabs halt mal was kaltes oder sie machten sich selbst was. Außerdem waren zwei von meinen drei Kndern einige Jahre nach der Schule in einer Tagesstätte wo es auch Mitagessen gab. Im Kindergarten musste der Jüngste auch öfter über Mittag bleiben. Die Wäsche war nicht immer schön in den Schrank sortiert. Hauptsache sauber und dann wurde halt gleich vom Wäschetrockner die Kleidung angezogen. Ins Kaufhaus/Stadt gehe ich zB. nur wennich mich vorher ausgeruht habe, denn ich weiß mittlerweile wenn ich mich abhetze geht es mir sehr bescheiden und ich bekomme Schwächeanfälle. Klar wurde ich in den Jahren auch immer wieder mal Rückfällig und wollte mehr schaffen als geht, aber mein Körper zeigt mir schnell was Sache ist und umdenken angesagt ist. Jetzt habe ich aktuell auch wieder einiges verändert, weil ich das große Haus samt großen Garten nicht mehr alleine bewältige müssen eben andere helfen und auch die Kinder(mein Mann fällt ja auch aus wegen seiner inkompletten Querschnittlähmung) . Dieses Ärgern über andere weil sie meine Krankheit nicht verstehen habe ich jetzt geschafft etwas abzulegen, denn das nimmt mir nur meine Kraft.

LG Renate

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.11.2008 08:06.

Sunflower

58, Weiblich

Beiträge: 1416

Re: Extreme Erschöpfung

von Sunflower am 04.11.2008 23:43

Liebe Conny,
nein, ich habe keinen Kontakt mehr zu meinem Exmann. Nur durch die Kinder. Das bringt auch nichts außer Krach.
LG
Sabine

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