Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
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Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von coffeesickly am 22.12.2010 13:04Die Ambulanz in Weißen nimmt leider keine Patienten mehr auf, sonst wär ich da längst, ich würde sogar Schlange stehen. Ich schaue mich hier in Erfurt mal um.
Ich bin ein bisschen verwundert, weil ja im Bericht steht, ich hätte eine Polyneuropathie. Aber es wurden gar keine weiteren Untersuchungen gemacht. Was mache ich jetzt damit? Lasse ich das gelten? Steht sogar mit Diagnoseschlüssel da. Mich hat auch keiner darüber aufgeklärt, dass wirklich eine vorliegt.
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von Renate am 22.12.2010 12:54Es gibt bestimmt auch Internisten die was mit Kollagenosen anfangen können, beziehungsweise Ahnung davon haben, aber ein Internist mit dem Fachgebiet Rheumatologie ist schon sinnvoller bei Kollagenosen meine ich. Und wie wäre es wenn du dann weiterhin in der Ambulanz in Weißen zu der weiteren Betreuung hingehst?
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von coffeesickly am 22.12.2010 12:46Mir wurde erzählt, dass ich das Stangerbad selbst bezahlen müsste, weil das die Krankenkassen nicht mehr übernehmen. Schade ist das auf jedenfall.
In Weißen nahm man mich sehr ernst und da wurde ich auch auf die Medis eingestellt. Glaubst du, dass ein Internist auch eine Kollagenose behandeln kann? Ich würde nur sehr ungern bei meinem Rheumatologen bleiben.
Und zu den Terminen. Da sagten mir die Ärzte, ich muss eben Prioritäten setzen. Entweder ich habe starke Schmerzen oder ich gehe zur Uni. Muss ich halt selbst wissen wie es geht. Aber du sagst es ja schon, dass schafft man nicht mal ohne Uni.
Wie kann es sein, dass ein Krankenhaus einfach eine Diagnose (ich meine nicht mal speziell meine sondern allgemein) nicht anerkennt? So von wegen, ach Diabetes, gibt es nicht. Multiple Sklerose, Krebs, das gibt es alles nicht. Sie haben nur was an der Waffel.
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von Renate am 22.12.2010 12:35Versuch das mal mit der Hausärztin, in Weißen nimmt oder nahm man dich aber bisher schon ernst, oder ? die haben doch auch das MTX empfohlen, falls ich da jetzt nicht was verwechsle.?
Diese ganzen Therapien oder zumindest einen Teil müssten dann halt langfristig ambulant weitergeführt werden, aber selbst ich würde soviele Termine in der Woche nicht schaffen, obwohl ich nicht auswärts berufstätig bin und kein Studium mache. also insofern kann ich dich da verstehen.
Und gerade wenn dir das Stangerbad hilft gibt es das nicht mal ambulant, das ist doch bescheuert. Das könnte man dann ja 1 mal die Woche wenigstens unterbringen oder vielleicht zweimal, aber das gibts dann nicht.
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von coffeesickly am 22.12.2010 12:13P.S.: Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass es hilft.
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von coffeesickly am 22.12.2010 12:10Hallo,
ihr seid voll lieb! Toll das du da angerufen hast Leya, diese Info bringt mich wirklich weiter. Ich denke das ist mein nächster Anknüpfpunkt.
Erstmal bin ich jetzt wieder zuhause und verdammt froh darüber. Ich fasse jetzt mal eben zusammen was in den letzten Tagen noch so passiert ist. Es wurde noch eine weitere physiotherapie hinzu gezogen, eine manuelle Therapie. Die war sehr hilfreich, aber auch hier bleibt der Effekt nur sehr sehr kurz. Am nächsten Tag ist er schon wieder vorbei. Der Psychiater ist wegen Überlastung nicht mehr erschienen. Ich hatte auch keine Gespräche mehr mit der Psychologin. Auf diesem Gebiet kann man also nicht von Behandlung reden. Sie war trotzdem nett, hat aber keinen langfristigen Effekt auf mich erzielt. Hat mir nur empfohlen die Psychotherapie wieder aufzunehmen und gegebenenfalls einen mehrwöchigen Aufenthalt in Erwägung zu ziehen. Hm naja, nun hat meine Psychologin mich aber abgewiesen, nach Angaben war sie aber in Beziehung zum Krankenhaus sehr kooperativ und besorgt. Vielleicht höre ich ja noch was von ihr, wer weiß. Das Tilidin wurde weiterhin tatsächlich noch durch Tramnadol ausgetauscht.
Jetzt zum Arztbrief: Erstaunlich war für mich, bei den Diagnosen ist sogar eine Polyneuropathie aufgeführt, sonst nichts neues. Als Therapie wurde hier wie gesagt hauptsächlich Physiotherapie empfohlen. Noch mal zur Wirksamkeit: progressive Muskelrelaxation: 0 Entspannung; Stangerbad: hilfreich, wird aber ambulant nicht durchgeführt, Rückentraining: unwirksam und daher wird von mir nicht weiter geführt; manuelle Therapie: am sinnvollsten aber nur von kurzer Dauer (ich ziehe es in Erwägung)
In diesem Arztbrief steht noch folgender durchaus interessanter Satz: "Das Grundproblem des hohen Chronifizierungsgrades, des anhaltenden Wunsches, durch eine medikamentöse Therapie endlich schmerzfreier zu werdeb und die vielen Begründungen dafür, dass nichtmedikamentöse physiotherapeutische und entspannungstechnische Maßnahmen eben nicht regelmäßig durchgeführt werden können, bergen im Verlauf die Gefahr, dass ohne adäquate somatisches Korrelat die medikamentöse Therapie unkritisch ausgebaut wird." aha, worauf weist sie hier also hin? Sie sagt ganz klar (hat sie auch im Abschlussgespräch gesagt), dass es sicher Ärzte gibt, die mir sehr gern was ordentliches verordnen. Sie empfiehlt mir nur von diesen Abstand zu nehmen.
So jetzt noch mal die eigentliche Erklärung dafür, dass ich so inadäquat behandelt wurde, die Chefärztin hat es mir nämich erklärt: Undifferenzierte Kollagenosen gelten in diesem Krankenhaus nicht als akzeptable Diagnose. Das ist also als ob ich nichts hätte. Im Anschluss hat man auch noch einen Test auf Fibromyalgie durchgeführt, des übrigens negativ ausgefallen ist. Ja genau, ich sage es ja, mir tut eben nicht alles weh. Und jetzt kommt es .....Wär der Test auf Fibromyalgie positiv ausgefallen, hätte man mir auch noch das MTX und das Prednisolon weggenommen. Als sie mir das sagte sind mir fast die Augen rausgefallen.

Wenigstens aber hat die Rheumatologin empfohlen mir doch diese Medis zu lassen.
So wie fühle ich mich jetzt: Ich würde jetzt gern vor einen Zug springen
. Mir geht es nicht wirklich besser.
Es wollte auch keiner verstehen das ich vollzeit Studium und 2 x Physiotherapie, 1 x Rehasport, 1 x Psychotherapie, 2x Arzttermine in der Woche nicht vereinbar sind. Die meinten echt, da wär ja nichts dran das zu schaffen. - Error.
In so fern ich mich dazu entschließen könnte weiter zu leben, würde ich diesen ganzen Mist 3 Wochen machen (also was ich für sinnvoll halte) um dann zur Hausärztin zu gehen, damit sie mich nach Weißen schickt, um endlich adäquat behandelt zu werden. Aber stimmt ja, ich habe ja nichts.
Manchmal wünschte ich, es gäbe eine ganz neue Sprache in der man zum Ausdruck bringen könnte, was es heißt sich so zu fühlen, wie ich mich jetzt fühle, denn dafür fehlen mir bei weitem die Worte.
LG
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von Leya am 20.12.2010 09:02Hallo,
von der Klinik an der Weißenburg erhielt ich soeben die Auskunft, dass in Rheuma-"Notfällen" jetzt auch noch Patienten vor Weihnachten aufgenommen werden können. Die Absprache muss direkt zwischen dem einweisenden Arzt und der Klinik erfolgen.
Einweisen kann jeder Hausarzt, Rheumatologe, Orthopäde.
Wenn der Arzt sich unsicher ist bezüglich der Einweisung bei den vorhandenen Symptomen kann er Rücksprache nehmen mit dem Oberarzt Dr. Lautenschläger oder dem Chefarzt Dr. Geiler, zu erreichen über das Sekretariat, Frau Thiel, Telefon 03672 66103
@ coffeesickly
Vielleicht können Dir obige Angaben weiterhelfen.
Gruß
Leya
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von Leya am 19.12.2010 15:08hallo,
habe gerade in der Klinik angerufen: Einweisung vom Hausarzt ist in Ordnung und ausreichend für die Rheumaklinik.
Ob "Notfall"-Plätze zur Verfügung stehen, konnte man mir heute noch nicht beantworten. Dazu soll kann ich mich morgen telefonisch an die Aufnahme wenden.
Gruß
Leya
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von SnowWhite am 19.12.2010 08:26hi
also ein hausarzt geht auch mich hatte das letzte mal auch nur meine hausärztin eingewiesen und vorher mein internist. aber der arzt muss halt anrufen und termin machen , dass darf man dort selbst nicht das ist halt blöd.
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Wie komme ich über die Schmerzen hinweg?
von Renate am 18.12.2010 22:56Hab jetzt nochmal bei der Rheumaklinik an der Weißenburg gelesen:
Eigentlich heißt das doch, dass zur stationären Aufnahme auch ein Hausarzt einweisen kann?
Und nur bei der ambulanten Behandlung dort, soll es ein Rheumatologe bzw. Internist oder Orthopäde sein:
Quelle: http://www.capio-klinik-an-der-weissenburg.de/fachbereiche/rheumatologie-und-innere-medizin/

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