Cymbalta

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Renate
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Re: Cymbalta

from Renate on 12/15/2010 01:12 PM

Ich denke, jsca meint eine psychotherapeutische Behandlung.

Das funktioniert aber nicht bei allen Patienten die sofortige Psychotherapie. Auf einer Patientenschulung zu Depressionen an der ich in der Klinik teilnahm wurde gesagt, dass bei einigen zuerst nur ein AD gegeben wird und diese Patienten überhaupt erst zu einer Psychotherapie fähig sind, wenn das AD wirkt.

Reply Edited on 12/15/2010 01:13 PM.

Renate
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Re: Cymbalta

from Renate on 12/12/2010 03:11 PM

Ein guter Nervenarzt und jede psychiatrische Klinik gibt Medikamente erst nach einem Labor und testet nochmals nach einigen (2-4) Wochen zumindest die Leberwerte.

Ja das ist ganz wichtig, die Leber und auch Nierenwerte unter Antidepressiva zu kontrollieren sagte mir meine Neurologin. Und das in gewissen Abständen solange die medikamentöse Therapie läuft.

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Patina
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Re: Cymbalta

from Patina on 12/12/2010 03:03 PM

Ich möchte jsca auch deutlich unterstützen. Psychiatrika, egal ob wegen Schmerzen oder seelischer Probleme genommen greifen immer in den Hirnstoffwechsel ein. Außerdem können sie gerade bei uns unter Umständen Leberschäden verursachen. Bitte macht keine Experimente mit solchen Medikamenten. Auch ist hier die individuelle Reaktion höchst unterschiedlich. Beschreibt dem Nervenarzt und dem Rheumatologen/Internisten/Hausarzt sehr genau, was sich bei euch unter der Einnahme verändert. Oftmals muss lange probiert werden, bis das passende Mittel gefunden wird. Auch kann ein seit Jahren passendes Mittel plötzlich nicht mehr vertragen werden. Ein guter Nervenarzt und jede psychiatrische Klinik gibt Medikamente erst nach einem Labor und testet nochmals nach einigen (2-4) Wochen zumindest die Leberwerte. Die Wirkung stellt sich je nach Medikamenten sofort, nach 2 Wochen oder in seltensten Fällen nach Monaten ein. Meistens merkt man die Nebenwirkungen zuerst :-/ , die werden aber mit der Dauer der Einnahme oft immer weniger :-) . Bei fast allen Psychiatrika ist ein Ausschleichen notwendig, weil sich auch der Körper wieder daran gewöhnen muss. - Depression wird oftmals als Gummibegriff genannt. Das ist sowas wie Rheuma, wenn's weh tut. Eine gründliche organische Untersuchung und eine gründliche Anamnese der Biografie und der Lebensumstände sind zur genauen Diagnose notwendig. Organische Erkrankungen, Mangelernährung, gestörte Biochemie im Kopf, Lebensereignisse, Überforderung durch Beruf oder Pflege von Angehörigen, der Schock einen SLE zu haben,der Verlust eines Angehörigen und vieles mehr macht depressiv. Für jeden Menschen ist es gut zu lernen, damit um zu gehen. In Patientenschulungen lernt man die Anzeichen ganz individuell bei sich zu erkennen, sich die nötige Hilfe zu holen (Ausschlafen, Arzt, Medikamente, Therapie, Urlaub) und notfalls auch ins Krankenhaus zu gehen. Für manche ist eine Gesprächstherapie wichtig, andere finden durch Malen, Walking, Umgang mit Tieren wieder ins Gleichgewicht. Manche müssen ihr Leben lang Antidepressiva nehmen. Bei anderen hat der Körper von den Depressiva irgendwann zu viel. Dafür ist immer ein Nervenarzt wichtig. Am besten ist, man hat einen, dem man vertraut und der einen auch lange begleiten kann. Wer mehrere Depressionen erlebt hat, sollte sich einen Arzt, ein Krankenhaus, einen Menschen seines Vertrauens suchen. Ihn informieren und ihm schriftlich in die Hand geben, wie, wo und von wem er bei einer schweren Depression behandelt werden möchte. Für Kinder ist es wichtig, die Krankheit des Elternteils zu akzeptieren, und zwar als Krankheit. Kinder sind da meistens viel offener als die Erwachsenen. Manche Kinder meinen, es sei ihre Schuld, nee ist es nicht. Es ist gut mit Oma, Tante Freundin darüber zu reden und zu vereinbaren, dass sie die Kinder unterstützen. Man kann auch mit einer Sozialstation, die über die Krankenkasse im Notfall die Kinder bis 12 Jahren zu hause versorgt, reden. Wenn es dann ganz dicke kommt, geht es mit der Krankenhauseinweisung bedeutend leichter.

Reply Edited on 12/12/2010 03:11 PM.

jsca

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Re: Cymbalta

from jsca on 12/12/2010 02:34 PM

Genau die meinte ich :)

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Renate
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Re: Cymbalta

from Renate on 12/12/2010 01:55 PM

Ach ja das könnte sein, dass sie eine zusätzliche psychotherapeutische Therapie meinte.

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Dani
Admin

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Re: Cymbalta

from Dani on 12/12/2010 01:52 PM

Ich denke, jsca meint eine psychotherapeutische Behandlung.

Liebe Grüße
Dani

Das ganze Leben ist ein Irrenhaus und das Forum ist die Zentrale! :D

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Renate
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Re: Cymbalta

from Renate on 12/12/2010 12:30 PM

Wenn man wirklich ne Depression hat gehört man Übergangsweise in Behandlung

Wer ein Antidepressivum nimmt, wird ja in ärztlicher Behandlung sein, denn diese Medikamente sind ja rezepflichtig.

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jsca

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Re: Cymbalta

from jsca on 12/11/2010 07:52 PM

Ihr dürft auch nicht erwarten, dass wenn man ein Antidepressivum nimmt, es einem nach 4 Wochen auf einmal wieder besser geht. Wenn man wirklich ne Depression hat gehört man Übergangsweise in Behandlung. Sei es stationär oder ambulant. Zudem gibt es eine vielfalt an Medikamente gegen Depression. Und nur ein Psychiater oder Neurologe kann nach einem längeren Gespräch entscheiden, welches Mittel das Beste ist.

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Renate
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Re: Cymbalta

from Renate on 12/11/2010 06:20 PM

Alle AD wirken auch gegen Schmerzen, einfach, weil man die Schmerzen dann nicht mehr so schwer nimmt.

Ich denke da stecken schon andere Wirkmechanismen dahinter:
Die schmerzhemmende Wirkung von Duloxetin dürfte auf eine Verstärkung der absteigenden hemmenden Schmerzbahnen im zentralen Nervensystem zurückzuführen sein.

Quelle: Klick

Zum Beispiel wird Amitriptylin gegen Schmerzen ja niedriger dosiert eingesetzt als bei Depressionen, es wirkt dann ja nur auf das Schmerzzentrum im und nicht auf Depressionen oder Gefühle oder ähnliches.

Reply Edited on 12/11/2010 06:26 PM.

Heidi

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Re: Cymbalta

from Heidi on 12/11/2010 06:11 PM

Ist schon klar Renate, das Problem ist nur, dass m. E. viel zu häufig und zu schnell Fybromyalgie diagnostiziert wird, wenn man keine andere Erklärung für die Schmerzen findet und dann gibt`s Cymbalta und wenn dann trotzdem Probleme mit Depressionen auftreten, heißt es, aber Sie nehmen ja schon ein AD. Und die Betroffenen denken, bei ihnen wirken nicht mal AD und leiden weiter, ohne , dass ein anderes probiert wird. Darin sehe ich das Problem, ansonsten habe ich garnichts gegen Cymbalta, wenn es denn ausreicht. Alle AD wirken auch gegen Schmerzen, einfach, weil man die Schmerzen dann nicht mehr so schwer nimmt.
LG Heidi

"Umwege erhöhen die Ortskenntnis!"

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