Alkohol -Tabletten
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Re: Alkohol -Tabletten
von maja1978 am 10.03.2009 10:04Moin moin!
@ freeda: Ich drücke dir die Daumen, dass weiterhin deine Werte (insb. die Leberwerte) in Ordnung sein werden.
@ anniidol: Ich glaube nicht, dass das nur pure Theorie oder Wunschdenken ist. Hierbei müssen sicherlich verschiedene Faktoren zusammen kommen wzB der "Wille" (mir fällt leider nicht das passende Wort dazu ein
) der Person, das Umfeld und die ärztliche Unterstützung an. Ich will hier ja auch nicht verherrlichen, dass es schwer ist von der Sucht loszukommen - vor allem dauerhaft davon loszukommen -. Aber ich glaube schon, dass es durchaus möglich ist. Hier ein paar positive Beispiele:
Meine Tante hatte vor gut 30 Jahren einen Autounfall. Aufgrund der Verletzungen hat sie ein wesentlich erhöhtes Thromboserisiko, aufgrund der erlittenen Gefäßschädigungen im Bein, weshalb ihr Arzt ihr vom Rauchen abgeraten hat. Sie hat es geschafft (nach 15 Jahren rauchen!) und ist seit dem Unfall Nichtraucherin. Postiver Nebeneffekt: Mein Onkel hat ihr zuliebe dann auch mit Rauchen aufgehört.
Mein ehem. Handballtrainer war mind. 5 Jahre Alkoholiker (so lange kannte ich ihn) bevor er eine Entziehungskur gemacht hat und seit dem (und hoffentlich auch noch viel länger) keinen Alkohol mehr angerührt hat.
Ich glaube hier im Forum auch bereits über ein positives Beispiel gelesen zu haben.
Nee, Kehlkopfkrebspatienten habe ich nicht gesehen, wie sie über ein Loch im Hals rauchen. Ich kann mich aber noch zum größten Teil an den Tod meines Opas erinnern, der u. a. an Lungenkrebs gestorben ist. Trotz dass ich sehr jung war, kann ich mich noch gut an die Zeit der Chemo etc. erinnern und fand es sehr schlimm...
Aber wahrscheinlich kann ich es nicht verstehen, weil ich nicht nach Zigaretten oder Alkohol süchtig bin.
Ach ja, vielen Dank für den Buchtipp. Ich werde mir das Buch bei Amazon bestellen.
Viele liebe Grüße
Maja
Jeder Tag sollte mit einem Lächeln beginnen
Re: Alkohol -Tabletten
von freeda am 10.03.2009 07:44Ich trinke gerne mal was trotz des Tilidins. Aber alles mit Maß und Ziel. Zwei Gläser Wein den ganzen Abend lang, die kann man mal wirklich genießen. Mehr möchte ich aber auch gar nicht, weil ich es hasse, auch nur angetrunken zu sein und meine Leber nicht überstrapazieren will. Bisher sind die Werte in Ordnung, doch wie leicht kann sich das ändern.
Mein Suchtfaktor liegt dagegen im Glimmstengel. Reduzieren und weniger rauchen kann ich einige Zeit. Manchmal geht es mir sogar zum Rauchen zu schlecht, aber das ist "leider" nicht so oft der Fall. Die Sucht sitzt im Kopf und nicht eben selten ist die Sucht stärker als der Schmerz und stärker als die Vernunft sowieso. Wie letztens beim Arzt, wo ich länger warten musste und mich wegen ein paar Zügen zwei Stockwerke runter und wieder raufgequält habe. Einmal gings mir mit den Händen so mies, daß ich kaum ein Feuerzeug anbekam. Was habe ich Trottel da gemacht? Meinen Mann gebeten, eine Kerze anzuzünden, damit ich Feuer für meine Kippen hatte. Ich bin immer wieder selbst erstaunt, wie kreativ einen Sucht werden läßt, praktisch oder im Erfinden von Ausreden.
Alkohol ist noch ein viel stärkeres Suchtmittel als Nikotin. Wer einmal richtig in einer Sucht gefangen ist, dem kann man mit rationalen Argumenten nicht helfen. Die meisten Betroffenen wissen tief drin, daß es nicht gut ist, was sie tun. Ich habe gelesen, die Angst vor dem "Verlust" ist größer als die vor den möglichen Folgen. Aus dem Blickwinkel des Süchtigen ist es eine Erhöhung der Lebensqualität, der Sucht folgen zu dürfen und eine erhebliche Verminderung, gegen sie angehen zu müssen...außer er will es selbst aus vollem Herzen.
Re: Alkohol -Tabletten
von anniidol am 09.03.2009 23:36Ach du meine Güte, nein, das ist die pure Theorie oder Wunschdenken. Außerdem: hast du dir schonmal überlegt ob es genau das ist, was die Trinkerin für sich tut ??? Was sie möchte ?
Hast du schonmal vor einer Thoraxklinik gestanden und den Kehlkopfkrebspatienten zugesehen wie sie über das Loch in ihrem Hals rauchen ??? Ich sage nur wieder: Sucht.
Ich empfehle dir das Buch "zwei Frauen" von Diana Beate Hellman u. speziell den Schluß. Vielleicht verstehst du dann was ich meine.
Gruß
Annette
"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)
Gabi
Gelöschter Benutzer
Re: Alkohol -Tabletten
von Gabi am 09.03.2009 20:24Hallo maja1978,
Du hast Recht, so sehen wir das. Leider deckt sich die Praxis nicht nur bei Suchtthemen und der Inanspruchnahme psychologischer Hilfen herzlich wenig mit der - wohlgemeinten - Theorie....auch das ein sehr vielschichtiges Thema.
Solange sich in der gesellschaftlichen "Bewertung" und im (u. a. Sozial-) Verhalten des Einzelnen nichts wesentlich ändert, bleiben die bestehenden Abgründe erhalten oder werden gar verschärft. Das ist traurig, aber die Realität.
LG, Gabi
Re: Alkohol -Tabletten
von maja1978 am 09.03.2009 20:18Hallo!
Ich noch mal 
@Gabi: Oh, stimmt; ich wollte Krebs auch nicht als "generell" heilbar darstellen sondern eher als, dass es durchaus möglich ist, wenn es frühzeitig erkannt wird (vor allem ohne Metastasenbildung) und dementsprechend behandelt werden kann.
Zu der offenbar alkoholkranken Frau: was ich nicht verstehen kann ist, dass jemand bereits mehrer Monate (ich glaube es waren 6 Monate) "trocken" ist und dann wieder anfängt zu trinken. Sicherlich steckt was dahinter, dass sie wieder angefangen hat. Aber sämtliche Versuche von Ärzten, Familie etc. schlugen fehl. Und nun geht es ihr noch deutlich schlechter. Was ist das denn jetzt für eine Lebensqualität? 
Ich gebe dir recht, dass man nicht einfach nur so eine Entziehungskur macht und dass dies ein langer Weg ist. Und, wie ich schon geschrieben habe, habe ich unwahrscheinlichen Respekt vor den Leuten, die es geschafft haben, indem sie den schweren Kampf aufgenommen haben. Aber würde ich als schwer Kranke nicht alles versuchen, mein Leben so lange wie möglich so angenehm und gut zu gestalten wie es geht?
Wahrscheinlich fehlte ihr einfach auch nur psychologische Unterstützung. Sie wollte nicht diese Hilfe in Anspruch nehmen, weil sie "ja nicht bekloppt" ist. In manchen Menschen grassiert halt noch das Missverständnis, dass, wenn man zum Psychologen/Psychater geht, verrückt sein muss. Das dies nicht stimmt und sie eine sinnvolle Hilfe sein kann, verstand sie leider nicht...
Liebe Grüße
Maja
Jeder Tag sollte mit einem Lächeln beginnen
Re: Alkohol -Tabletten
von miou am 09.03.2009 19:25Hallo Alex,
ich trinke mir ab und zu auch mal gerne ein paar Bier, ich nehme allerdings auch nur Resochin und ab und an eine Schmerztablette.
Auf meine Kegeltour verzichte ich auch nicht, da trinke ich dann auch schon mal drei Tage hintereinander Alkohol, oder auch Karneval, das lasse ich mir nicht nehmen. Danach brauche ich dann wohl ein paar Tage absolute Ruhe und eine längere Alkoholpause lege ich dann auch ein.
Aber das muß du für dich selber entscheiden und auch rausfinden ob du es verträgst.
LG Heidi
Re: Alkohol -Tabletten
von anniidol am 09.03.2009 19:00ich bezog das auch auf deinen Opa aber Krebs heilbar ??? Schön wärs.
"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
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Re: Alkohol -Tabletten
von alex20 am 09.03.2009 18:51ohh mann das forum ist ja super hier
also das man soooo viele antowrten auf eine frage bekommt , vom einen auf den andren tage hätte ich nit gedacht
find ich super danke =)
Gabi
Gelöschter Benutzer
Re: Alkohol -Tabletten
von Gabi am 09.03.2009 18:46@Karen
Indeed!

@maja1978
Du sprichst von einer offenbar alkoholkranken Frau - das ist eine ebensolche Krankheit wie alle Anderen auch und eine Alkoholkranke verdient daher auch die gleiche Achtung wie andere Kranke; über die Gründe für den Erwerb einer solchen Sucht will ich wie in etlichen anderen Fällen hier nicht diskutieren.....ich könnte Dir unzählige andere Dinge nennen, die "kaum zu verstehen sind" - weil sie eben nicht so einschichtig sind, wie sie vielleicht scheinen!
Und eine "Entziehungskur" macht jemand nicht einfach, sondern er geht damit einen sehr, sehr schweren Weg - was übrigens auch für andere Erkrankungen gilt - der auch durchaus körperlich gefährlich sein kann...
Dass Lungenkrebs "generell" heilbar sein soll, wäre nicht nur für mich eine tolle Nachricht, stimmte sie - bis jetzt ist das leider noch nicht so offensichtlich

Tabletten und Alkohol - keine gute, aber auch keine immer und überall unverträgliche Kombination; es kommt auf die Dosis und den Verstand an, mit dem dieses Duo performed wird

LG, Gabi

tunixe
Gelöschter Benutzer
Re: Alkohol -Tabletten
von tunixe am 09.03.2009 16:23Hallo,
mein Hausarzt hat mir vor Jahren ungefragt gesagt: `Sie wissen ja, dass Sie Alkohol trinken dürfen."
Ich war ziemlich erstaunt, vielleicht meinte er man bräuchte sich nicht alles zu verkneifen. Mein Medis waren damals Cortison, Quensyl, Betablocker, Amytriptilin und ein Schlafmittel. Ich hatte allerdings gute Leberwerte. Er meinte auch, dass man besser einmal 2-3 Glas Wein trinken kann und dann eine Pause, als regelmäßig 1Glas.
Meine Einstellung zu Alkohol ist etwa so wie die von Karen, wobei mein Mann und ich schon darauf achten längere Pausen einzuhalten, eigentlich eher mehr wegen der Kalorien. Leider sind die Männer hier ja klar im Vorteil .
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt dazu:
DGE
Frau darf also nur 1 Glas Sekt, wenn ich Wein oder Bier trinke wirds auch schonmal 1 oder 2 mehr.
LG Verena

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