Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

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Mirja
Gelöschter Benutzer

Re: Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

von Mirja am 11.05.2011 12:32

Hallo Dani,

dies hat mir gerade eine Freundin gepostet und ich fand es so schön und irgendwie passend, dass ich es gleich weitergeben möchte:

Im Leben geht es nicht immer darum die höchste Punktzahl zu erreichen. Es geht nicht darum wie viele Menschen dich anrufen und mit wem du verabredet bist oder nicht. Es geht nicht darum, wen du geküsst hast, welchen Sport du treibst oder welches Mädchen od...er welcher Junge dich gern hat. Es geht nicht um deine Schule, deine Frisur, deine Hautfarbe oder wo du lebst. Es geht überhaupt nicht um gute Noten, Geld, Kleidung, Krankheit und Arbeit. Es geht im Leben nicht darum viele Freunde zu haben oder allein zu sein oder gut auszusehen, nicht darum ob du beliebt bist oder nicht. Das alles spielt im Leben keine Rolle. Es spielt eine Rolle, wen du liebst und wen du verletzt. Es spielt eine Rolle, wie du dich selbst siehst. Es geht um Vertrauen, Glück und Mitgefühl, darum Neid und Missgunst zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Es geht darum Menschen so zu sehen, wie sie sind und nicht danach zu beurteilen, was sie haben.

Am meisten aber geht es darum, das Herz von jemand auf eine Art und Weise zu berühren, wie es vorher noch nie berührt worden ist...


Liebe Grüße
Mirja

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Lupusinchen

44, Weiblich

Beiträge: 61

Re: Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

von Lupusinchen am 10.05.2011 20:55

Hallo,

als ich damals meine diagnose bekommen habe, war ich auch single, hatte aber nie das Problem, das ich mich als Belastung für den Mann gesehen habe. Versuche immer positiv an die Dinge ran zu gehen und wie schon geschrieben wurde, sind wir ja viel mehr als unsere Krankheit und bringen soviel in eine Beziehung mit (Stärke, Durchhaltevermögen, eine andere Sicht auf die kleinen Dinge im Leben, usw....).

Habe bei allen Männern die ich kennengelernt habe, eigentlich von anfang an mit offenen Karten gespielt. Hatte dann oft das Problem, dass die Männer sich zurück gezogen haben, weil sie überfordert waren und sich so eine "Verantwortung" nicht aufhalsen wollten.
Zumal bei mir noch das Problem, mit dem Kinder bekommen, im Raum steht (ist halt bei mir nicht ohne weiteres möglich). Also war ich Ihnen zu "stressig" und sie haben sich zurückgezogen.

Aber eines Tages als ich es nicht erwartet habe, stand der richtige vor mir, er akzeptiert mich so wie ich bin und gibt mir, vor allem wenn es mir schlecht geht, die Kraft das alles durchzustehen.

Irgendwann wird auch dir der richtige begegnen, nur musst du die Kraft und den Mut haben dich ihm zu öffnen und dann wird er dir durch alles helfen was vor dir/euch liegt. Du darfst nur keine Angst davor haben.

lg

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Blue

52, Weiblich

Beiträge: 120

Re: Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

von Blue am 10.05.2011 12:52

Hallo Dani,

ich kann das Problem zu gut, als ich vor gut 1,5 jahren die Diagnose bekam hatte ich ein Single leben und hab viel mit Männern unternommen. Wenn es dann brenzlich wurde habe ich die Flucht ergriffen.

Irgendwann habe ich mir einen Ruck gegeben und die Karten auf den Tisch gelegt( Löffeltheorie).
Mein gegenüber hat mich etwas verdutzt angeschaut und angefangen Fragen zu stellen.

Kann nur sagen das es positiv angekommen ist und ich seitdem in eine Beziehung lebe. Diese gibt mir an schlechten Tagen Kraft. Allein würde ich mich nur verkriechen und mit meinem Wolf mich beschäftigen.

Habe dies dann so erklärt und ganz offen und die Leute akzeptieren es. Ich fühle mich seither besser, da ich weiß red es einfach drauf los und lass den gegenüber entscheiden. Bin bisher nicht angeeckt.
Das sind meine Erfahrungen bisher gewesen.

Lg Astrid

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solea

-, Weiblich

Beiträge: 262

Re: Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

von solea am 10.05.2011 11:50

Liebe Dani,

warum glaubst du nicht, dass Du, auch als Frau mit einer chronischen Erkrankung, eine unglaubliche Bereicherung in dem Leben eines Mannes oder einer Freundschaft bist?

Du kannst Liebe geben, verlierst dich nicht in Oberflächlichkeiten und Befindlichkeiten, kannst Schmerz und Kummer nachvollziehen und Mut zum Kämpfen machen.

Und das vermute ich einfach nur dadurch, dass Du diese Dinge durch deinen Kampf mit deiner Krankheit erlernen musstest.
Die ganzen "Leckerbissen", die du sowieso zu bieten hast und die ich ja nicht kenne, mal gar nicht mitgerechnet!

Du bist doch nicht der böse Wolf, sondern das süße Rotkäppchen. ;-)

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Anthea

56, Weiblich

Beiträge: 196

Re: Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

von Anthea am 10.05.2011 11:17

Hallo Dani,

ich kann dein Problem gut verstehen. Obwohl ich in einer gut funktionierenden Partnerschaft lebe habe ich auch solche Gedanken. Da meine beiden Jungs und mein Mann einen sehr hohen Aktivitätsdrang haben muss ich mich immer mal raus nehmen und sagen "Lasst mich mal zu Hause." Was mir nicht leicht fällt, mal abgesehen, dass ich das Gefühl habe es gibt da nicht immer ein Verständnis dafür. Das führt schon auch zu Spannungen, was dann auch belastet.
Aber im Grunde sollte man da doch offen sein. Ich denke, wenn man von vornherein mit offenen Karten spielt und der Gegenüber weiß auf was er sich einlässt, sollte man die Bedenken auch mal ablegen. Natürlich ist es aber immer leichter gute Ratschläge zu geben. Denn am Ende ist es vielleicht besser glücklich als Single durch die Welt zu laufen als neben unserer sehr belastenden Krankheit sich auch noch mit einer Beziehungskrise rumschlagen zu müssen. Wobei es natürlich auch sehr viel positive Energie auslösen kann. Es beflügelt nichts so sehr wie sich zu verlieben.
Entschuldige, dass ich dir nicht wirklich eine Hilfe bin, ich neige immer dazu alles Für und Wieder auf die Waage zu legen. Aber gerade bei Partner- und Freundschaftsangelegenheiten kann man auch schlecht Ratschläge geben, da man da auf seine inneren Stimmen hören muss und die kann einfach ein Anderer nicht nachvollziehen.

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Dani
Administrator

51, Weiblich

Beiträge: 8639

Kollagenose und Partnerschaft/Freundschaften

von Dani am 10.05.2011 09:48

Sagt mal.... hmmm..wie formuliere ich das jetzt..
Also ich bin ja seit über 4 Jahren Single, von 2 kurzen Unterbrechungen abgesehen.
Ich lerne schon genug Männer kennen, mein Problem ist aber, dass ich gefühlsmäßig immer "abblocke", weil ich mich+meinen Lupus niemanden "antun" will.
Also ich habe damit auch Probleme bei Freundinnen, auch wenn meine ganz, ganz klasse sind. Nur bei Männern, wenn sich eine Beziehung anbahnt, blocke ich vom Kopf her ab. Gerade wenn ich sie ganz doll mag, dann will ich denen keine "kranke Frau antun".
Ich weiß, das ist bescheuert und jeder sollte selber entscheiden, ob er diese "Last" aus Liebe oder aus Freundschaft auch tragen will.

Wie geht Ihr denn damit um?

Liebe Grüße
Dani

Das ganze Leben ist ein Irrenhaus und das Forum ist die Zentrale! :D

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