Hallo bin neu hier!!!

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Fischerin

-, Weiblich

Beiträge: 335

Re: Hallo bin neu hier!!!

von Fischerin am 02.07.2011 11:23

Hallo Kumpia,

Du gehst den richtigen Weg ,wenn man den Wolf akzeptiert und ihn annimmt wird es leichter.
Es gibt natürlich auch Tage wo man denkt es geht nicht mehr aber das sind nur kurze Fassen !
Und was auch sehr wichtig ist Familie und Freunde mit ein zu beziehen es wird auch Freunde geben die sich mit der
Zeit zurück ziehen aber damit müssen wir alle Leben . Das ist auch nicht einfach zu verstehen ,das wir nicht so Spontan seinen können und mit unseren Kräften haushalten müssen .Und mit der Müdigkeit ist auch so eine Sache .Wie oft hab ich schon den Spruch bekommen " Ich bin auch müde reiß Dich mal zusammen ".Aber da steh ich drüber.
Ich denke Du hast die größte Hürde genommen .
LG.Fischerin

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kumpi4711

42, Weiblich

Beiträge: 43

Re: Hallo bin neu hier!!!

von kumpi4711 am 30.06.2011 15:50

Hallo zusammen,
ich weiss auch erst seit April 2011 von meinem SLE! Am Anfang war es wie ein Schlag ins Gesicht,meine Hausärztin überwies mich direkt in die Rheumatologische Klinik hier bei uns. Dort wurde ziemlich schnell fest gestellt das meine Nieren mit beteidigt sind und ich musste im Mai 2 Nierenbiopsien über mich ergehen lassen! Nich weiter schlimm hab ich mir gedacht,so habe ich wenigstens Gewissheit,denn bis dato hab ich nicht dran geglaubt das es so schlimm ist! Schade Schockolade,meine Nieren sind schon sehr beteidigt und jetzt mache ich zusätzlich zu der Resochin Basistherapie eine Endoxan Therapie,vor der ich am Anfang echt Angst hatte und Tage lang nur geheult habe und alles Mögliche darüber gegoogelt habe!!!
Jetzt bin ich aber soweit mir selber zu sagen,okay nun haste die Krankheit und jetzt kommt noch nen harter Weg auf dich zu,aber ich lass mich jetzt nicht verrückt machen un sehe alles was noch kommt irgendwie positiv an un lass mich von meiner Krankheit nich komplett einschüchtern! Ich weiss das ich diese Krankheit habe und ich weiss das ich mit ihr Leben muss,auch wenn ich es mir anders wünschen würde. Bei mir hat´s irgendwann klick im Kopf gemacht und seit dem Tag kann ich sehr gut damit umgehen! Mit meinen Freunden und meiner Familie rede ich oft über diese Krankheit,die ja jetzt ein Teil von mir ist! Ich habe meine "Leidensgeschichte" für mich selber aufgeschrieben,das hat mir irgendwie geholfen!
Ich glaube wenn man den Lupus annimmt und anfängt ihn zu akzeptieren,wird es leichter damit zu leben!!!
Lg

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Maries

58, Weiblich

Beiträge: 5

Re: Hallo bin neu hier!!!

von Maries am 30.06.2011 09:40

Hallo Zusammen,

ich komme auch noch nicht zu recht damit bin zwar froh das ich jetzt weiß woher die schmerzen kommen.
Bei wir wurde 02.11 SLE festgestellt.
Ich hatte immer schmerzen in den Füssen und Händen und auch im Unterleib.
Nehmen seid dem Resochin ich weiß auch das die Tabletten erst später ihre Wirkung zeigen.
Nur ich komme mir so vor ob Sie niemals wirken. Ich kommen mir zur zeit auf vor ob mich jeden tag ein Bus überfahren würde .

Ihr redet auch alle von Schüben, da kann ich mir auch noch kein Bild von machen,
ich habe seid ca. 2 Jahren diese schmerzen und sie sind immer da, könntet ihr mir sagen wie ein Schub ist.
o.k. ich fühle mich manchmal so richtig ausgelaugt wenn ich von der Arbeit komme, dann muss ich mich erst mal was ihn legen. Und an machen tag könnte ich einfach nur Heulen.

Ihr sagt /schreib man soll sich eine List mit den neuen Beschwerden machen und diese dann mit Rheuma-Arzt besprechen. Ich hatte mir auch die neue Beschwerden aufgeschrieben aber Ärztin ist gar nicht darauf eingegangen, Sie hat mir einfach untersucht.

Ich habe da mal paar Fragen
Wenn SLE hat für das automatisch zu Problem mit der Haut? Mein R-Ärztin sagte Sie kann mir darüber keine Auskunft geben.
Wie meint ihr das, das man sein Leben umstellen muss?

Was mir auch große Angst macht, ich kann nicht gut über meine Krankheit reden und wenn dann verstehen die Leute das nicht, Sie tut die Krankheit mit Heuschnupfen vergleichen und das wäre ja nicht schlimm, dadurch habe ich mich zurück gezogen und rede nur noch selten von Lupus da die meinst es nicht verstehen.

Möchte euch danken das ich hier was los werden durfte

Und wenn ich das von euch lesen finde ich es einfach toll das ihr uns neuen so unterstützt, ich habe noch nicht so viel hier im Forum geschrieben. :-)

Vielen dank Maries

:#:
Kommt man wirklich irgendwann mit der Krankheit zurecht???????

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Michaela

-, Weiblich

Beiträge: 149

Re: Hallo bin neu hier!!!

von Michaela am 14.06.2011 09:21

Oh Gott, Fragen von a-z.

Angefangen von Beginn meiner Krankheit - bis hin zum eigentlichen Leben, wie sichs dadurch verändert hat ...
Saßen da fast 2 Stunden drin ^^

,,Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

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wolfskind

37, Weiblich

Beiträge: 1577

Re: Hallo bin neu hier!!!

von wolfskind am 13.06.2011 23:29

was für fragen haben sie denn so gestellt?

Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über.

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Michaela

-, Weiblich

Beiträge: 149

Re: Hallo bin neu hier!!!

von Michaela am 13.06.2011 21:55

Hallo Ihr Lieben,

ich bin auch gerade mal WIEDER in der Annehmphase. Bei mir gibts dir Tage bzw. eher Stunden, (v.a. in der Schule) wo ich meine Krankheit mal ganz vergessen kann und wirklich kein bisschen daran denke und dann kommen aber auch wieder ganz schnell die Phasen, gerade da wos ruhig ist, geschrieben wird, wo ich wieder total daran denke und mir Gedanken über meine Zukunft und so mache und dann wieder richtig sentimental werde ... -_-
Aber ich denke, dass das zum Teil auch normal ist und eigentlich auch nicht so schlimm, wenn das ganze nicht überhand nimmt.
Was mir sehr gut hilft (was ich letzte Woche erleben durfte), ist wenn ich merke dass sich Menschen für mich und meine Krankheit interessieren. War ja Stationär und mein Prof. fragte mich dann ob ich Interesse/Lust hätte evtl. mit ihm in die Vorlesung der Medizinstudenten zu gehen und ihnen etwas über meinen Lupus erzählen möchte.
Bin dann natürlich gleich mit in den Hörsaal und fands echt unglaublich wieviele Interesse (trotz der Tatsache dass sie jungen Leute das ja auch studieren) sie alle gezeigt haben. Sie hatten Fragen über Fragen gestellt und ich konnte ihnen in den Augen ansehen, dass sie wirklich gerührt und nachdenklich waren wie ich ihnen von meinen Erfahrungen und mein Leben seit der Krankheit erzählt habe. Dann noch der Applaus - hat wirklich richtig gut getan.
Dazu war ich noch richtig stolz, dass ich mehr wissen über Medizin (Medikamente) hatte als die JungDocs selbst :-P
Hehe, nein, aber war wirklich schön und mir hats meinen Selbstbewusstsein mal wieder echt gut getan. Was ja echt tierisch gesunken ist, muss ich ehrlich sagen :(
Gegen meine Depressiven phasen werde ich wohl zu einem Psychologen gehen. Denke das wird mir auch noch gut tun
Viele Grüße,
Michaela

,,Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

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Uta

62, Weiblich

Beiträge: 58

Re: Hallo bin neu hier!!!

von Uta am 13.06.2011 20:10

Hallo freakabelle,

es tut gut zu hören, dass noch mehr mit der Akzeptanz der Krankheit kämpfen. (Soll nicht heissen, dass ich es gut finde das du auch die Krankheit hast).
Das schlimme ist glaube ich, dass es niemand sieht. Aber ich denke das es vielleicht besser so ist, sonst würde man ja auch ständig angesprochen. Im Moment bin ich noch nicht bereit mich ständig mit der Krankheit zu befassen. Mal gehe ich nach draußen, weil es mir gut geht, vergesse aber die Sonnencreme und die Sonnenbrille. Ich kann es einfach noch nicht begreifen, dass es jetzt nicht mehr ohne geht. (Merke es dann aber später)
Nur was auch unheimlich nervt , das habe ich vorhin erst wieder bemerkt als ich spazieren war, wenn man jemanden nach längerer Zeit mal wieder trifft und der sagt: du siehst aber gut aus. Ich weiß, wie ich aussehen (alles andere als gut!!!) Das Cortison sieht man im Gesicht ganz gewaltig und ansonsten auch. 5 KG sind es inzwischen und der Zeiger steigt ständig.
Aber von so vielen Lupis zu lesen, wie sie mit der Krankheit klar kommen tut schon gut. Ich werde auch daran arbeiten und ich glaube fest daran, dass ich es schaffe. Ich muss mir vielleicht mehr Zeit geben. Quensyl nehme ich ja auch erst seit 2 Wochen.
Liebe Grüße
Uta

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freakabelle
Gelöschter Benutzer

Re: Hallo bin neu hier!!!

von freakabelle am 13.06.2011 11:43

hallo uta,

befinde mich ungefähr im gleichen stadium wie du, was das "akzeptieren" angeht. :-)

und auch das mit den ständig neuen symptomen kenne ich. habe immer eine kleine liste dabei beim rheumatologen was ich so bemerkt hab. er ist aber sehr verständnisvoll und schreibt immer fleissig alles mit. ich finde das wichtig. so merke ich, er nimmt mich ernst.

an guten tagen tu ich auch noch so, als hätte ich nichts. vergesse den sonnenschutz und laufe rum. am nächsten tag kommt dann die quittung. das gehört bei mir dazu. auch die heultage. mein sagt dann immer ich brauch länger um zu merken, was mein körper mir sagen will. ist so.

aber auch wenn aus heiterem himmel (und ohne mein verschulden) ein schlechter tag kommt weiß ich, darauf werden einige dieser guten tage folgen. das ist tröstlich. meine medikamente wirken noch nicht optimal, das quensil braucht noch etwas zeit und das cortison kriege ich einfach nicht reduziert. sobald ich 1 mg runtergehe habe ich wieder schmerzen.
aber dan bin ich wieder froh, dass ich das überhaupt weiß und nehmen kann.

mein letzter "gesunder" tag war der 13.08.2010. lustig dass man sich sowas merkt, oder?
wir werden das aber bestimmt hinkriegen. ich bin immer ganz beeindruckt wenn ich hier von den lupis lese, die seit zig jahren krank sind und schon etliche komplikationen hatten und trotzdem ganz normal weiter machen. finde das bewundernswert. da will ich auch mal hin. ich denke wichtig ist, die krankheit zu akzeptieren ohne daran zu verweifeln. man darf nicht sarkastisch werden oder abstumpfen. nur wenn man auch tiefe trauer empfinden kann, kann man noch glückseligkeit empfinden ;-)

sehr tiefschürfend heute. gehe mal ne runde raus :D

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Uta

62, Weiblich

Beiträge: 58

Re: Hallo bin neu hier!!!

von Uta am 13.06.2011 11:15

Hallo Fischerin,
es ist toll, das du es geschafft hast deine Krankheit anzunehmen.
Soweit bin ich leider noch nicht. Manchmal ignoriere ich meine Krankheit einfach und mache alles wie bisher auch, aber ich stoße dann an die Grenze, wo ich einfach nicht mehr kann. Dann könnte ich nur noch heulen und frage mich, warum ich diese Krankheit habe. Ich wünsche mir dann mein Leben bis Nov. 10 zurück. Da war ich noch gesund (dachte ich).
Inzwischen weiss ich ja, das ich SLE schon länger habe, aber bis dahin war alles harmlos. Der Hautarzt meinte Sonnenallergie, Ekzeme von zu häufigen Duschen, Gelenkgrippe...
Ich habe eine gute Rheuma-Klinik gefunden, wo ich regelmäßig hingehe. Nur kommen mir meine Fragen manchmal so blöd vor. Ständig habe ich etwas anderes. Seit neuestem habe ich manchmal so ein Brennen im Nacken, meine Fingerspitzen werden für ca. 10 Min taub, vergesslich oder schusselig bin ich auch noch....
Dann kommt auch noch der Stress mit meinem Arbeitgeber dazu. Im Grunde verstehe ich ihn ja, aber was soll ich machen, er hat mir schon einen Termin gesetzt, wo ich wieder arbeiten sollte, aber das ging gar nicht. Okay, die Kündigung hat er noch nicht geschickt, aber ich rechne jetzt ständig damit.
Mein Rheumatologe hat lange mit mir gespochen. Er meinte ich solle alles langsam angehen und froh sein, dass ich noch lebe. Das ist das wichtige, daran soll ich mich ständig erinnern. Mit den Medikamenten wird es besser, nur frage ich mich dann immer, wann!!!
Liebe Grüße
Uta

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freakabelle
Gelöschter Benutzer

Re: Hallo bin neu hier!!!

von freakabelle am 10.06.2011 18:56

hallo uta, hallo sabine.

bei mir fing das mit hohem fieber an, dass nicht runtergehen wollte, trotz ibuprofen.
dann kamen die schübe ca 1 mal im monat, wieder ohne grund, und nach ca 24 std war jedesmal der spuk wieder vorbei. allerdings kamen da schon die gelenkschmerzen dazu. am ende konnte ich mir nicht alleine die jeans anziehen.

dazu kamen dann kreislaufprobleme, übelkeit und migräne. gerne alles auf einmal.

das glück in dem ganzen unglück war, dass ich jedesmal wenn ich so einen schub hatte, eh in der uni war und die dort blut abgenommen haben. so konnte man dann vergleichen und hat bald die entzündungswerte gefunden, die zu weiteren untersuchungen führten und nach einiger zeit stand sle fest. da meine milz und sehr viele lymphknoten vergrößert waren, mussten mir einige lymphknoten am hals entnommen werden, zwecks biopsie. die ärzte haben auf lymphdrüsenkrebs getippt.

bei mir ist das alles jetzt auch noch nicht so lange her und ich hab noch keinen weg, wie ich damit umgehe. erst hab ich versucht das alles zu verdrängen aber dadurch wurde komischerweise der lupus aktiver und ich merkte die körperlichen beschwerden wieder stärker. also gebe ich mir jetzt etwas mehr zeit dazu. weiß noch nicht, wie ich das alles finden soll.

einige haben die krankheit für sich akzeptiert und das ist sicher des bessere weg. ich habe eine krankheit, aber ich will nicht krank sein. also nicht nur.

es wäre mir leichter gefallen, gegen eine krebserkrankung zu kämpfen, weil ich meine energie gegen einen feind hätte verwenden können, der dann weg wäre, falls es klappt. mir ist klar, dass niemand sich krebs wünscht und das soll bitte auch nicht so rüberkommen. ich hatte ja nicht die wahl, ob gesund oder lupus.

nun ist es aber lupus, und dieser "feind" ist ein teil von mir. sehr schwierig, diese tatsache zu akzeptieren.
habe aber beschlossen, dass der lupus, egal wie viele schübe ich noch haben werde und wie viele neue folgeerkrankungen dazu kommen, nur maximal 49 % bekommt, die mehrheit von 51 % behalte ICH (ohne lupi)

mir hilft es z.b. hier mal so einen roman anzuheften und dann nicht mehr groß darüber nachzudenken. hatte auch schon ein gespräch mit einer psychotherapeutin. mit familie und freunden kann ich darüber nicht reden - ich bin die, zu der sie alle kommen, wenn es ihnen schlecht geht.

ist doch gut, dass man sich wenigstens mit menschen austauschen kann, die ähnliches durchleben.

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