Lupis und Familie / Kindheit
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Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Renate am 03.12.2011 17:30Meine Kollagenose ist nach einer Schwangerschaft ausgebrochen. Ich denke, bei mir hat das nichts mit meiner Kindheit zu tun, allerdings habe ich die Veranlagung zu Autoimmunerkrankungen/entzündlichem Rheuma und anderen in die Wiege gelegt bekommen, da in meiner Familie ( Vater,Oma,Onkel zB.) und auch andere Vorfahren bzw. Verwandte schon unter solchen Erkrankungen litten und auch heute mehrere in der Verwandtschaft betroffen sind.
Was dann letztendlich der Auslöser ist, das wird wahrscheinlich bei jedem was anderes sein. Gibt ja mehrere Trigger, aber soviel ich weiß muss man schon die Veranlagung in sich tragen, jedoch muss es dann nicht unbedingt ausbrechen, aber kann dann durch irgendeinen Trigger eben dann eher ausbrechen, als bei jemandem der die Veranlagung durch Vererbung nicht in sich trägt. Ich habe ja die Veranlagung auch bereits weitergegeben, ein Sohn ist CCP Ak positiv.
Trigger für Krankheitsaktivität sind bei mir persönlich, Infekte, hormonelle Dinge, Sonne und Stress und zwar Stress jeder Art, leider auch positiver Stress.
LG Renate
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Stella2 am 03.12.2011 17:00@Fischerin, da hast Du wirklich viel Glück und das finde ich beneidenswert.
Sicherlich denke ich auch nicht, dass man alles an geschehene Dinge in der Kindheit festmachen kann. Ich bin mir einfach absolut sicher, dass mich selber psychische Belastungen mit meinen Eltern in ein Schub bringen. Habe aber auch in guten Zeiten Schübe gehabt. Es ist schwer zu filtern. Ich denke jeder muss da für sich den richtigen Weg finden. Einem etwas einreden, was nicht vorhanden ist, halte ich auch für nicht richtig. Jeder weiß am besten, wo seine Schwachstellen sind.
LG Stella2
In der Demokratie ist eine abweichende Meinung ein Akt des Vertrauens.
James William Fulbright
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Fischerin am 03.12.2011 11:04Hallo Mädels,
mal ganz kurz zu diesem Thema ich hatte eine wunderbare Kindheit ,wenn ich nicht so Glücklich aufgewachsen wäre
hätte ich vielleicht jetzt nicht die Stärke mit dem Wolf so umzugehen!!
LG.Fischerin
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Stella2 am 03.12.2011 06:08@Leya, damit beschreibst Du ja in deinem Fall genau das, was nicht gerade wenige erleben.
Mir ging es nicht wirklich anders, trotz Entzündungswerte und dauernd erhöhter Temperatur. Ich bin da schier manchmal dran verzweifelt, weil ich damit auch noch arbeiten ging und Familie zu versorgen hatte.
Irgendwann bin ich dann auch nicht mehr zum Arzt, weil mir nachher gesagt wurde die BSG sei auch bei gesunden erhöht und erhöhte Temperatur gibt es auch bei gesunden. Mir war nachher nicht mehr klar, wozu man überhaupt noch Blut abnimmt, wenn ja doch als psychisch ist?
Ich weiß auch nicht wirklich, ob man es mit der Kindheit in Verbindung setzen kann? Kann mir aber doch vorstellen, dass es ja Faktoren geben muß die den einen empfänglicher machen für solche Erkrankungen und den anderen nicht. Ich hatte einige gravierende Erlebnisse auch in meiner Kindheit. Wie du aber auch beschrieben hast, hat so gut wie jeder einschneidende Erlebnisse in der Kindheit und es stellt sich hier jetzt auch die Frage, warum schafft der eine es damit gesund durchs Leben zu kommen und der andere nicht?
Vielleicht liegt es aber auch an einer gewissen Charakteristik? Anerzogen? Keine Ahnung. Z.B ist mir aufgefallen, dass die Erkrankten oft sehr hilfsbereit sind. Schon so hilfsbereit, dass sie auf sich selbst nicht achten. Auf keine Signale des Körpers achten. Meinen allen und jedem helfen zu müssen. Ein gewisser gesunder Egoismus fehlt. Mir geht es auch so. Und ich übe gerade daran mich nicht schlecht fühlen zu müssen, sobald ich mal nicht:"jaaaaa, hier bin ich" schrei!
Das ist auch nur ein Gedanke von vielen dazu.
LG Stella2
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James William Fulbright
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Leya am 02.12.2011 23:55Hallo,
die Aussage der Ärztin
kann doch gar nicht so fehlinterpretiert werden. Klar, hinterher kann man sich immer wieder herausreden, aber so wie die Aussage getroffen wurde (siehe oben) bedeutet es ganz eindeutig, dass ALLE Lupus-Patienten eine schwere Kindheit hatten. Und das ist Schmarrn.
Dass negative Erfahrungen, Stress oder wie auch immer man es nennen will - von mir aus auch außerordentliche psychische Belastungen - niemanden gesünder machen, ist unbestreitbar. Allerdings sind die tatsächlichen Auswirkungen unterschiedlich.
Off-Topic:
Bianca
Ich wäre froh, wenn die Ärzte, die bei mir jahrelang zu keiner korrekten Diagnose, sondern zu anderen bzw. keiner, gekommen sind und damit die heute bei mir vorhandenen Schädigungen zu verantworten haben, mich an andere Ärzte überwiesen hätten. Aber im Gegenteil. Sie waren von ihrem Allwissen und ihrer Allmacht so überzeugt, dass sie auf mein Bitten und Flehen nicht reagiert und mir sogar eine Krankenhauseinweisung verweigert haben.
Will sagen, lieber viele Meinungen um zum Schluss zu einer korrekten zu gelangen, als eine überzeugte, aber falsche.
Gruß
Leya
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Stella2 am 02.12.2011 16:21@anniidol, nein wir kennen uns nicht. Ich komme zumindest nicht aus Wien. Würde ich mal gerne hin. Ist glaube ich eine ganz tolle Stadt.
Hatte mich hier aber als Stella abgemeldet.
Wen meinst Du jetzt damit? Ich kann dem nur zustimmen und denke da gibt es auch nichts rütteln.
Es ist aber auch ein Prozess den man durchmacht um zu diesen Erkenntnissen auch zu kommen. Es liegt schon auch viel daran, dass viele Patienten Gesundheitliche Probleme haben, diese auf die Psyche geschoben werden und dann zwar psychologisch behandelt werden, die Medikamentöse Behandlung bleibt aber auf der Strecke. Und das ist das, warum sich der eine oder andere nicht an das Thema traut. Dem Arzt natürlich ersteinmal seine Physischen Beschwerden erklärt. War bei mir kein bisschen anders. Wenn ich weiß der Arzt nimmt beide Beschwerden für Ernst und ich werde nicht nur in eine Schublade gepackt, dann würde es sich auch ändern, glaube ich zumindest.
Nun ja, ich kann nicht für alle sprechen und jeder ist anders. Ich für meinen Teil suche nach den Triggerpunkten. Da gehört Stress dazu, Hormone und die Psyche. Dessen bin ich mir schon sicher.
LG Stella2
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Re: Lupis und Familie / Kindheit
von anniidol am 02.12.2011 14:28Stella: kennen wir uns ? Du hast was von neuangemeldet und Streß geschrieben ? Hießt du vorher hier auch Stella ? Du bist aber nicht die Stella aus Wien ???
Das Körper und Psyche zusammenhängen ist ja wohl eine Erkenntnis, keine Vermutung.
"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von anniidol am 02.12.2011 14:27ich persönlich hätte diesen Satz niemals in Richtung Auslöser für Lupus interpretiert. Das läge mir total fern. Wenn überhaupt dann vielleicht wie manche schreiben als mitgrund, negativer Punkt als Schubauslöser etc aber niemals als Auslöser und das wollte meine Ärztin auch gar nicht aussagen damit. Sie hat selbst Lupus.
Aber, wiederum sehr vielsagend wer wie interpretiert und wer mal einen Satz zu Ende liest oder sich nur für seine Meinung interessiert.
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Re: Lupis und Familie / Kindheit
von Stella2 am 02.12.2011 14:26Ich war vorhin beim HA, um mit ihm meine neuen Werte zu besprechen und natürlich auch um doch ein wenig psychologische Hilfe zu bekommen. Das Thema ist bei uns auch ein wenig in der Einbahnstraße gemündet, weil ich das als ein absolutes No Go gesehen habe. Er meinte zu mir, dass die Blutwerte nicht alleine für ein Psychologisches Problem gesehen werden kann, hat aber auch aus seiner nun mal sehr langen Zeit als Arzt erfahren, dass chronisch Kranke oft mit der Psyche zu kämpfen haben. Ist ja auch logisch, wenn sobald es mir schlechter geht, spielt die Psyche auch verrückt. Oder aus seiner aktuellsten Erzählung eine schlechte Botschaft zu einem schnellen Sterben führen kann. Ich denke auch das man schon was mit der Psyche erreichen kann.
Ganz klasse fand ich aber auch, dass mir mein HA bestätigte was hier viele erfahren. Die Psyche muss oft herhalten. Und gerade das ist es ja auch, warum viele es den Ärzten nicht sagen können. Ich weiß, ich habe da Glück gehabt und bin dankbar, auch wenn es mal drunter und drüber geht, so einen HA zu haben.
Es ist für mich vieles verständlich, doch auch vieles nicht klar. Erfahren kann ich es ja erst durch die eigenen Erfahrungen. Und wenn man die Möglichkeit hat, diese auch zu nutzen, sollte man es auch tun. Und mit jeder Erfahrung mehr wächst man auch. Was ist daran so verkehrt? Ja, ich weiß, die Angst als Psycho abgestempelt zu sein. Es ist schon schade, dass es tatsächlich bei Ärzten auch so vorkommt. Schätze aber auch, das hängt mit einer Überbelastung zusammen.
Ich möchte da auf jeden Fall Hilfe bekommen, weil ich schon glaube, dass die Psyche eine nicht zu übergehende Rolle spielt. Aus welchen Grund auch immer, sei dahingestellt.
LG Stella2
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James William Fulbright
Re: Lupis und Familie / Kindheit
von anniidol am 02.12.2011 14:23Manche scheinen eine geradazu auffällig große Angst davor zu haben eine Krankheit mit psyschichem Hintergrund zu haben...
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