Cortison-Reduktion
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Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Cortison-Reduktion
von Renate am 04.02.2012 22:23Hallo Lupsi,
ich würde wieder hoch gehen mit dem Cortison, mindestens auf die vorherige Dosis, bei der es dir ja lange viel besser ging, notfalls auch kurzfristig noch höher. Jetzt kann man es vielleicht noch abfangen, wenn gleich wieder hochgefahren wird, bevor das noch heftiger wird. Ich finde es überhaupt nicht in Ordnung, dass der Rheumatologe für dich nicht ansprechbar ist, gerade jetzt beim Reduzieren. Und auch sonst sollte der Rheumatologe im Notfall für dich da sein. Ich würde mich auf die Suche nach einem anderen machen. Schade, dass dein alter Rheumatologe dich nicht mehr betreuen kann.
Ich habe auch schon lange eine Osteopenie und war auch schon mal laut WHO im Osteoporosebereich, mein Rheumatologe kam nie auf die Idee meine Erhaltungsdosis Cortison deshalb auszuschleichen, denn wir wollen da nicht riskieren, das meine Kollagenose wieder so heftig aktiv wird oder gar noch neue Manifestationen hinzukommen. Vielmehr konzentrierte sich mein Rheumatologe dann auf die Therapie Osteoporose bzw. jetzt wieder Osteopenie, ich bekomme Calzium, Vitamin D und ein Bisphosphonat, das ich dauerhaft nehmen soll, bin damit schon im vierten Jahr und die Werte wurden wieder besser, trotz der Weitereinnahme von meinem Cortison.
Ich wünsche dir gute Besserung.
LG Renate
tunixe
Gelöschter Benutzer
Re: Cortison-Reduktion
von tunixe am 04.02.2012 22:00Hallo Lupsi,
ich würde auf keinen Fall aussitzen, sondern in Eigenregie gehen und den Rheumatologen wechseln. Er kann doch nicht das Corti ausschleichen und nicht ansprechbar sein. Mit neuen Manifestationen kannst du lange Probleme haben, das würde ich nicht riskieren.
Behandelt er denn die Osteopenie?
LG und gute Besserung
Tunixe
Re: Cortison-Reduktion
von Stella2 am 04.02.2012 21:14Hallo Lupsi,
hat sich der Rheumatologe nur auf die Hormone fixiert oder auch all die anderen typischen Rheumamaker, Entzündungswerte kontrolliert?
Ich würde auf jeden Fall mich trotz allem telefonisch dort melden und die Situation erklären. Auch wenn Du die Sprechstundenhilfe dran hast, kannst du es ihr als sehr dringlich klar machen, dass du hier einen Rat brauchst was jetzt zu tun ist. Wenn das nicht geht, ruhig nach einer E-Mail Adresse fragen. Kann ja sein, dass der Rheumadoc. "die Hütte" voll hat, dann kann er zumindest sich sobald er Zeit hat, die Anfrage durchlesen und hoffentlich antworten. Vielleicht kannst Du ihm aber auch vorher eine Mitteilung schreiben, sollte er im Netz auffindbar sein.
LG Stella2
In der Demokratie ist eine abweichende Meinung ein Akt des Vertrauens.
James William Fulbright
Re: Cortison-Reduktion
von Leya am 04.02.2012 20:48Hallo Lupsi,
tut mir leid, dass Du an einen solchen Rheumatologen geraten bist.
Das ist doch ein absolutes No-Go.
Da gibt es m. E. nur eines, Cortison hochfahren und schnellstens einen anderen Rheumatologen auf-suchen.
Gute Besserung und viel Erfolg bei der Suche.
Gruß
Leya
P.S. Ich würden diesen Rheumatologen bei der Ärztekammer melden.
Cortison-Reduktion
von Lupsi am 04.02.2012 20:18Hallo in die Runde,
nachdem ich hier lange nur noch stiller Mitleser bin mit einem (unter Medikation) ruhigem SLE schnappt der Wolf momentan wieder zu.
Ich hätte gern ein paar Meinungen/Erfahrungswerte zu folgender Situation:
SLE seit 1993, sieben Jahre ohne Diagnose mit entsprechenden Beschwerden und ohne sinnvolle Medikation, Diagnose 2000 seitdem Azathioprin (100 - 150 mg) und Decortin (im Mittel 7,5 mg), Stabilisierung der Erkrankung nach etwa 5 Jahren, also 2005. Ich leide unter der chronischen Form des SLE, habe mal mehr, mal weniger Beschwerden, jetzt seit einigen Jahren weniger, mit einzelnen Spitzen, die sich meist auf Stress oder Infekte zurückführen lassen und mit Cortisonerhöhungen erfolgreich behandelt wurden.
Letztes Jahr musste ich den Arzt wechseln, da der "Alte" nur noch forscht und nicht mehr behandelt. Gelandet bin ich nun bei einem Rheumatologen und Endokrinologen, der sich dann auch prompt auf die Hormone (das Cortison) stürzte, eine Knochendichtemessung durchführte und eine Osteopenie diagnostizierte. Aufgrund der Stabilität empfahl er eine sofortige Reduktion des Cortisons, ich willigte blauäugig ein.
Sei Oktober reduziere ich nun in Minischritten (0,25 mg die Woche), anfänglich litt ich unter "Entzugssymptomen", die wohl auf die stotternde Nebennierenprduktion zurückzuführen sind. In den letzten Wochen schleichen sich ganz leis und zart wieder Lupussymptome ein, die ich zunächst auch für Entzugssymptome hielt. Seit gestern ist es ziemlich heftig (jedenfalls heftiger als irgendwann in den letzten Jahren) Gelenkschmerzen, auch Schwellungen unter denen ich eigentlich nur selten leide, die Müdigkeit nimmt zu, die Haare, der Schmetterling, naja, ihr wisst schon...
Montag in einer Woche habe ich einen Telefontermin (Ergebnisse des ACTH-Tests) bis dahin soll ich bei 3 mg sein... Zwischendurch gibt es keine Termine, auch nicht telefonisch
, mein Hausarzt behandelt nichts lupus-spezifisches und ich grübele jetzt, ob ich die Reduktions-Plackerei einfach in den Wind schiesse und wieder erhöhe (bei meinem vorherigen Doc durfte ich immer selbst steuern) oder die Woche aussitze und eine neue Manifestation in Kauf nehme...
Denkanstösse willkommen
!
Lieben Gruss
Lupsi
"Jeder sieht, was Du scheinst. Wenige fühlen, was Du bist..." Niccolo Macciavelli
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