Leben mit Angststörung

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Thea40

86, Weiblich

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Re: Leben mit Angststörung

von Thea40 am 27.04.2013 12:01

von BadCat

Wenn eine kollagenose z.B in zns aktiv ist kann es durchaus bestimmte areale stören und dann kommt es eben auch u.a zu psychischen symptomen.

Das fällt unter "Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen."  ICD F06 nicht F40 - F42

Die Symptome können dieselben sein, sind aber organisch bedingt. Genau deshalb verlangt die Krankenkasse die ärztliche Untersuchung bevor eine Psychotherapie beginnt. Man muss die organische Erkrankung behandeln; die psychischen Probleme im akuten Zustand natürlich auch. Wie Rosi schon schreibt, Rheumatologe und Neurologe müssen erst einmal nach dem Rechten sehen und gegebenenfalls behandeln. Psychotherapie und Psychiatrika können stützen und entlasten. Wenn ich eine Depression bekäme, bei der ich keine Gefühle mehr habe, würde ich, egal was dem zugrunde liegt, auch ein Antidepressivum nehmen - und Cortison.




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BadCat

53, Weiblich

Beiträge: 76

Re: Leben mit Angststörung

von BadCat am 27.04.2013 11:58

P.S. falls jmd nicht das wort interdisziplinär nicht kennt-hier eine erklärung :


1 Definition [bearbeiten]

Interdisziplinär bedeutet "unter Einbeziehung mehrerer wissenschaftlicher Teilgebiete (Disziplinen)".
2 Hintergrund [bearbeiten]
Ein interdisziplinäres Vorgehen ist in der Medizin vor allem dann gefragt, wenn die Therapie einer komplexen Erkrankung das Know-how mehrerer ärztlicher Fachrichtungen erfordert. So findet man z.B. im Rahmen der Tumortherapie häufig eine Zusammenarbeit von Ärzten für Innere Medizin, Chirurgie und Strahlentherapie in so genannten Fallkonferenzen.
Interdisziplinäres Vorgehen erstreckt sich jedoch nicht nur auf die Zusammenarbeit innerhalb der Medizin, sondern bezeichnet auch das Zusammenspiel zwischen Medizin und entfernteren akademischen Fächern wie Biochemie, Biophysik oder Informatik, wie man es vor allem in der Grundlagenforschung findet.


quelle:http://flexikon.doccheck.com/de/Interdisziplin%C3%A4r


Liebe Grüße BadCat    

"Sie sind eine sehr mündige Patientin"  


~ Zitat:mein Rheumatologe ~  

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BadCat

53, Weiblich

Beiträge: 76

Re: Leben mit Angststörung

von BadCat am 27.04.2013 11:54

wie wärs denn mit INTERDISZIPLINÄRER medizin ? Da dürfte der Psychiater dann auch dabei sein! Wie auch immer ... wenn ich sage wenn eine zns beteiligung vorliegt muss man bei Kollagenose mit sicherheit Rheumatologisch die Basistherapie verstärken und evtl. auch kann der Neurologe drauf schauen.NUR am besten kennt sich der Psychiater mit Psychofarmaka aus da dies oft trozt andere Therapien in Anwendung kommt daher würde ich den Psychiater nicht sofort ausschliessen damit meine ich ja nicht dass KOLLAGENOSEN psychiatrische erkrankungen sein.Wie auch immer manchmal kann auch der einsatz psychofarmaka sinnvoll und hilfreich sein.


  

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~ Zitat:mein Rheumatologe ~  

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Rosi
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit Angststörung

von Rosi am 27.04.2013 11:07

Wenn eine aktive ZNS Beteiligung vorliegt, da ist nicht der Psychiater zuständig, das ist was entzündliches-Entzündungen im zentralen Nervensystem und gehört in die Hand des Neurologen und Rheumatologen. Bei Entzündungen im ZNS reicht das nicht aus ein Antidepressivum oder andere Psychopharmaka zu nehmen.

Bei Depressionen (ohne Entzündungen) hilft auch sehr gut Sport, Tageslicht und Psychotherapie, um den Gehirnstoffwechsel wieder gerade zu rücken. Bei leichten bis mittelschwerden Depressionen ist nicht immer ein Medikament nötig.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.04.2013 11:19.

BadCat

53, Weiblich

Beiträge: 76

Re: Leben mit Angststörung

von BadCat am 27.04.2013 07:25

Hallo katerlieschen !


Möchte dir gerne meine Erfahrung schreiben.Als mein lupus so richtig ausbrach hatte ich knieschmerzen,war tot müde und bekam vom heiterem himmel "angst" dazu hatte ich auch eine schwere depression also ich war nicht nur einbischen schlecht drauf sondern ich war leer,keine gefühle,tiefe sinnlosigkeit,starke antriebsstörung.Für mich waren diese probleme eindeutig "gehirnchemie" das medikament was mir auch gegen depression hilft lässt auch die angststörung verschwinden.es gab wirklich kein "trauma" oder ereignis die dies ausgelösst hätte.Habe auch begleitend lange psychotherapie gemacht und das hat mir gut getan um mit allem klar zu kommen.ich finde es wichtig zu wissen dass unser gehirn auch stofflich und nicht nur "geistig" funktioniert...man kann schon auch sagen das unsere gefühle etc auch chemie ist und wenn das nicht stimmt kommt es auch zu störungen wie panik angst depression etc.Wenn eine kollagenose z.B in zns aktiv ist kann es durchaus bestimmte areale stören und dann kommt es eben auch u.a zu psychischen symptomen.daher fände ich es wichtig beide seiten zu berücksichtigen;psychotherapie und medikamentös.vielleicht kannst du deinen therapeuten dadrauf ansprechen oder dazu noch am besten psychiater besuchen.(der kennt sich gut mit medis aus)


wünsch dir alles liebe...


BadCat     

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~ Zitat:mein Rheumatologe ~  

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Thea40

86, Weiblich

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Re: Leben mit Angststörung

von Thea40 am 24.04.2013 21:54

Ist mir jetzt auch nicht verständlich, wie Kollagenosen Angststörungen machen sollen.

Eine Angststörung geht vom Kopf aus. Die Seele schlägt Alarm, sagt "stopp, renn weg, bleib stehen, mach's nicht." Man kann lernen, damit umzugehen, gewissermaßen über den Verstand, der Seele sagen, dass sie sich beruhigen kann. Es war ein Fehlalarm. Irgendetwas hat an eine Gefahr erinnert, die früher mal da war. Jetzt ist die Gefahr nicht mehr gegeben. Alles in Butter, die Alarmglocken hören gleich auf zu schlagen, ich kann schon mal weiter gehen. Ich mach das was ich wollte und stör mich nicht an dem Alarm. - Ist nicht leicht, aber lernbar und macht einen wieder handlungsfähig.

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Rosi
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit Angststörung

von Rosi am 24.04.2013 20:35

von daisydoo am 09.04.2013 21:56
Auch wegen dem ständigen Fieber, angeblich war auch das psychosomatisch.

Ich weiß das SLE/Kollagenosen auch Fieber verursachen können, habe damit bei Krankheitsaktivität auch selbst damit zu tun, aber dennoch gibt es trotzdem eben auch psychisch bedingetes Fieber bzw. psychogenes Fieber.

Wer sich mal damit befassen möchte:
Psychogenes Fieber: Beschwerdebild, Ursachen, Unterschiede zum organisch ausgelösten Fieber
Weiterlesen: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/fieber.html

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.04.2013 20:37.

Rosi
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit Angststörung

von Rosi am 24.04.2013 20:26

Hier noch was interessantes zu Angststörungen:

Angststörungen entstehen durch "Fehl-" bzw. "Überreaktionen" des Körpers, der im vegetativen Nervensystem auf Alarm schaltet, obwohl von außen gesehen kein Grund für eine solche Reaktion vorliegt.

 Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Angstst%C3%B6rung

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.04.2013 20:27.

Rosi
Gelöschter Benutzer

Re: Leben mit Angststörung

von Rosi am 24.04.2013 19:13

Wenn ich in Stress komme, das kann schon auch mal bei Kontakt mit Gruppen oder einfach nur, wenn ich etwas wichtiges sagen soll usw. merke ich das auch körperlich, Luft anhalten, Konzentrationsschwierigkeiten. Das ist bei mir erst die letzten Jahre so geworden. Das es an den Medikamenten liegt kann ich mir nicht vorstellen, aber wer weiß. Zittrigkeit der Hände oder so innerliches Zittern ist bei mir auch ein Thema. Ich kann mir gut vorstellen, daß es bei Dir auch so eine Art innerlicher Stress ist. Ist ist ja leider wohl so, daß wir alle nicht mehr so belastbar sind, je nachdem wie früh oder wie spät die Erkrankung entdeckt wurde.

Innerlicher Stress usw., das hat aber doch nicht unbedingt mit SLE/Kollagenosen zu tun, wenn man da nicht mit umgehen kann, so was haben doch auch viele Menschen ohne SLE/Kollagenosen. Und was hat das damit zu tun wie früh oder spät die Erkrankung einer Kollagenose entdeckt wird ?

hab "nur" Hautlupus, aber das reicht mir auch schon.

Und nach wie vor meine ich, das ein reiner Hautlupus, der ja nicht systemisch ist nicht solche Symptome macht und die Symptome Angststörung und co dann andere Ursachen haben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.04.2013 19:28.

john

65, Weiblich

Beiträge: 3

Re: Leben mit Angststörung

von john am 23.04.2013 19:32

Hallo Katerlieschen,
habe Deinen Eintrag gerade erst gelesen, da ich noch nicht so oft auf dieser Seite. So richtige Angstzustände sind es bei mir glaube ich nicht, oder aber es wirkt sich einfach bei jedem anders aus.
Wenn ich in Stress komme, das kann schon auch mal bei Kontakt mit Gruppen oder einfach nur, wenn ich etwas wichtiges sagen   soll usw. merke ich das auch körperlich, Luft anhalten, Konzentrationsschwierigkeiten. Das ist bei mir erst die letzten Jahre so geworden. Das es an den Medikamenten liegt kann ich mir nicht vorstellen, aber wer weiß. Zittrigkeit der Hände oder so innerliches Zittern ist bei mir auch ein Thema. 
Ich kann mir gut vorstellen, daß es bei Dir auch so eine Art innerlicher Stress ist.
Ist ist ja leider wohl so, daß wir alle nicht mehr so belastbar sind, je nachdem wie früh oder wie spät die Erkrankung entdeckt wurde.
Konnte Dir leider nicht wirklich weiterhelfen.
Tschuess und machs gut!
john

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