Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
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Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von Leya am 29.03.2009 00:26Ich auch.
Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen wird. Am 12.01.09 hat man mir noch vom Büro des EU-Parlamentes geschrieben,
Haben vielleicht inzwischen die Interessenvertretungen der Betroffenen zu laut Einspruch erhoben und wollte man deshalb das Gesetz lieber schnell durchdrücken? Who knows?
Das bingt mich auf eine Idee: abgeordnetenwatch.de
Ich werde bei Gelegenheit unsere 99 deutschen Abgeordneten über dieses Portal befragen.
Sie wollen wiedergewählt werden. (Bis auf Frau Beer. Hut ab!) Ich bin auf die Antworten gespannt.
Gruß
Leya
kerlchen
Gelöschter Benutzer
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von kerlchen am 28.03.2009 23:58Hallo Leya
Verstehe deinen Ärger, wirklich. Ich habe das aber schon geahnt, wie es jetzt gekommen ist. Was interessieren schon Minderheiten, wo die Allgemeinheit profitiert. Wo sind denn mehr Stimmen zu holen? Hintergrund ist ja Energie zu sparen. Das Dilemma bei der Sache ist, Energie ist so billig wie lange nicht mehr, sogar die Gaspreise sinken, Eigenartigerweise ist auch die Heizsaison bald zu ende. Irgendwann werden diese Leute sich erklären müssen.
Aber was erwarten wir denn, wenn Politiker nebenbei auch Lobbyisten und nach ihrer Karriere als Politiker direkt in irgendwelche Vorstände wechseln.
LG
Harald
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von Leya am 28.03.2009 23:28Hallo,
was sagt Ihr denn nun dazu?
Mir ist gleich eingefallen: "Mit einem Wisch ist alles weg". Mit einer beiläufigen Handbewegung von Tisch gefegt.
Die Minderheit von 250.000 Menschen interessiert überhaupt nicht.
Man wollte diese Verordnung durchdrücken und basta.
Allein der Hinweis, die Konsumenten / Verbraucher könnten ja auch Halogenlampen kaufen. Oder eben die Energisparlampen mit Ummantelung. Hallo?!?! Die 250.000 Menschen können das doch gar nicht immer selbst entscheiden. Ich denke da z. B. an einen Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber z. B. wird uns was husten, wenn er diese oder jene Lampen kaufen soll. Wie sieht es im Restaurant aus und und und?? Hab schon wieder die Wut.
Da soll die EU nochmal behaupten, sie würde sich ja soooo um Menschen mit seltenen Erkrankungen bemühen und sooo viele tausend Euro in die Forschung investieren. Augenwischerei!
Gruß
Leya
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von geli am 28.03.2009 16:33Hallo Leya,
vielen Dank für die Info.
LG,
Geli
GEMEINSAM STARK PRO FORUM
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von Leya am 28.03.2009 04:24Hallo,
erstaunlicherweise ist die Verordnung ganz schnell durchgepeitscht worden und wird jetzt kurzfristig zum Gesetz!
http://www.umweltbundesamt.de/energie/licht.htm
Auf http://www.umweltbundesamt.de/energie/licht.htm
finden sich auch Informationen dazu, wann und wie der Glühlampenausstieg vor sich geht.
Die EU hat auf der folgenden Seite zu den vielen Fragen zum Glühlampenausstieg Stellung genommmen
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/09/113&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en
III.18. The light produced by compact fluorescent lamps aggravates the symptoms of people suffering from auto-immune diseases such as lupus and ME. They now use incandescent bulbs in their homes, if these are phased out will they be left in the dark?
The Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (on a mandate from the Commission services) has been looking into the question of possible health effects of compact fluorescent lamps on people with certain diseases and on the general public, following up to complaints from certain patients' associations. The Committee examined flicker, electromagnetic fields (EMF) and ultraviolet / blue light radiation from the lamps to determine whether they aggravate the symptoms of such patients. In its report[4], the Committee found no evidence that would indicate that either EMF or flicker could be a significant contributor. For the general public, very close exposure to a bare lamp (< 20 cm) for more than 8 hours could eventually affect health by exceeding workplace limits on UV emissions. This is a situation that does not occur in normal use. Hands held very close to halogen lamps or touching incandescent lamps get burnt much more quickly because of the intense heat, so such a situation is not usual anyway with household lamps.
On the other hand, according to the report the symptoms of a maximum of 250.000 people in the EU suffering from diseases accompanied by light sensitivity could be aggravated in the presence of bare compact fluorescent lamps (independent of distance) due to UV and blue light emissions.
Using commonly available compact fluorescent lamps with a second lamp envelope can both solve the problem of light-sensitive patients and prevent overexposure of the general public even in extreme situations. However, the envelope slightly lowers (about 10%) the efficacy of the compact fluorescent lamp, meaning more lamps using more power will be needed for the same light output. Transparent or translucid luminaires that fully cover up the bare lamps have the same effect as a second lamp envelope. Also alternative technologies can be chosen by consumers, such as improved halogen lamps that have identical light spectrum to incandescent bulbs.
In addition, the ecodesign regulation on non-directional household lamps introduces maximum UV emmission limit values for the lamp types involved.
III.19. Is it true that compact fluorescent lamps produce light through high frequency discharges causing flicker and triggering attacks on people suffering from epilepsy?
The Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (on a mandate from the Commission services) did not find proper evidence underpinning any negative health effects relating to flicker. The Committee examined flicker, electromagnetic fields (EMF) and ultraviolet / blue light radiation from the lamps to determine whether they aggravate the symptoms of such patients. In its report[5], the Committee found no evidence that would indicate that either EMF or flicker could be a significant contributor. Modern compact fluorescent lamps operate at frequencies so high that they are beyond human perception. Also alternative technologies can be chosen by consumers, such as halogen lamps.
III.20. Is it true that compact fluorescent lamps generate electromagnetic fields and should not be used as bedside lamps or desk lamps where they are too close to the human body?
Compact fluorescent lamps have to comply with the EU requirements on product safety which also include electromagnetic fields. Also alternative technologies can be chosen by consumers, such as improved halogen lamps without integrated transformer, which only generate the same type of electromagnetic fields as incandescent bulbs..................
Meine Übersetzung (bitte ggf. um Korrekturvorschläge.)
Fragen und Antworten
III.18. Das Licht von Energiesparlampen verstärkt die Symptome von Betroffenen, die an Autoimmunerkrankungen wie Lupus und ME erkrankt sind. Sie nutzen jetzt normale Glühbirnen in ihren Häusern, wenn diese stufenweise aus dem Verkehr gezogen werden, müssen die Betroffenen dann im Dunkeln sitzen?
Das wissenschaftliche Komitee (The Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (on a mandate from the Commission services) hat sich aufgrund der Einwendungen bestimmter Patientenorganisationen der Frage der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Energiesparlampen auf die Betroffenen bestimmter Erkrankungen und auf die Allgemeinheit angenommen.
Das Komitee untersuchte Flackern, elektomagnetische Felder und UV-Strahlung sowie den Blaulichtanteil der Strahlung der Lampen um festzustellen, ob die Beschwerden der Betroffenen hierdurch verschlimmert werden.
In seinem Bericht führt das Komitee aus, dass kein Hinweis gefunden wurde, der darauf hindeutet, dass elektomagnetische Felder oder Flackern einen wesentlichen Einfluss aufweisen.I
Für die Allgemeinheit gilt, dass die Gesundheit nach mehr als 8 Stunden in sehr kurzem Abstand (< 20 cm) zu einer „nackten“ (= ohne zweite Hülle) Lampe schließlich beeinträchtigt wird durch das Überschreiten der für einen Arbeitsplatz festgelegten UV-Grenzwerte. Dies ist eine Situation, die bei normalem Gebrauch nicht auftritt. Hände, die sehr dicht an Halogenlampen gehalten werden oder normale Glühlampen anfassen, erleiden sehr viel schneller Verbrennungen durch die erhebliche Hitze und eine solche Situation ist bei Haushaltslampen nicht einmal ungewöhnlich.
Andererseits könnten gemäß dem Bericht (des Komitees) die Symptome von maximal 250.000 Menschen in der EU, die unter Erkrankungen leiden, die von Lichtempfindlichkeit begleitet werden, in der Nähe von „nackten“ Energiesparlampen (unabhängig von der Entfernung) durch UV- und Blaulichtemissionen verschlimmert werden
Die Nutzung der üblicherweise auch erhältlichen Energiesparlampen mit einer zweiten Hülle kann die Probleme der lichtempfindlichen Personen lösen und die Überbelastung der Allgemeinheit sogar in extremen Situationen vermeiden. Jedoch verringert die zweite Ummantelung leicht (10%) die Effizienz der Energiesparlampe, was bedeutet, dass mehr Lampen für die gleiche Leuchtkraft (im Vergleich zu den „nackten“ Lampen) benötigt werden. Transparente oder lichtdurchlässige Leuchten, bei denen die „nackte“ Lampe vollkommen ummantelt ist, haben den gleichen Effekt wie die Energiesparlampen mit der zweiten Hülle. Alternative Technologien wie verbesserte Halogenlampen, die ein mit den normalen Glühbirnen identisches Lichtspektrum aufweisen, können ebenfalls von den Verbrauchern ausgewählt werden.
Die Ökodesignrichtlinie zu den Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht bringt zusätzlich ein UV-Emissions-Limit für die entsprechenden Leuchtentypen ein.
III.III.19. Trifft es zu, dass Energiesparlampen Licht durch hochfrequente Entladungen produzieren, die Flackern verursachen und so Anfälle bei Personen, die unter Epilepsie leiden, auslösen?
Das wissenschaftliche Komitee (The Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (on a mandate from the Commission services)) fand keine einwandfreien Beweise, die negative Gesundheitseinflüsse durch Flackern untermauerten. Das Komitee untersuchte Flackern, elektromagnetische Felder und UV-/ Blaulichtstrahlung der Lampen um festzustellen ob sie die Symptome dieser Patienten verschlimmern. Das Komitee berichtet in seinem Report, dass es keine Belege gefunden hat, die darauf hinweisen, dass Flackern oder elektromagnetische Felder wesentlichen Einfluss haben. Moderne Energiesparlampen arbeiten
in solch hohen Frequenzen, dass diese sich außerhalb menschlicher Wahrnehmung befinden.
Konsumenten können außerdem auch alternative Technologien wählen wie Halogenlampen.
III.20. Ist es wahr, dass Energiesparlampen elektromagnetische Felder erzeugen und daher nicht als Nachttischlampe oder Schreibtischlampe benutzt werden sollten, weil sie sich dort zu nah am menschlichen Körper befinden?
Energiesparlampen müssen den EU-Anforderungen für Produktsicherheit, die auch Bestimmungen zu elektromagnetischen Feldern beinhalten, entsprechen. Außerdem können Konsumenten alternative Technologien wählen, wie verbesserte Halogenlampen ohne eingebauten Transformator, die nur ein elektromagnetisches Feld wie die herkömmlichen Glühbirnen erzeugen.
Anmerkungen von Leya zum Text:
Die Energiesparlampen mit einer zweiten Hülle / Ummantelung sind wahrscheinlich solche wie auf dem unteren Foto auf dieser Seite
http://www.hpa.org.uk/webw/HPAweb&HPAwebStandard/HPAweb_C/1223534061375?p=1204186170287
Gruß
Leya
P.S.: Ich gehe jetzt schnellstens Glühbirnen hamstern
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von geli am 11.03.2009 18:12Hallo Leya,
danke Dir für Deine Informationen.
Was möchtest Du denn genau von den Ärzten zu den Energiesparlampen wissen?
Ob ein Dermatologe weiß, wieviel UV-Licht eine Energiesparlampe abgibt, möchte ich bezweifeln.
Ich dachte das die Ärzte vielleicht Infos haben zu den Energiesparlampen. Welche evtl. wenig UV-Licht haben.
LG,
Geli
GEMEINSAM STARK PRO FORUM
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von Leya am 11.03.2009 09:08Hallo Geli,
so schnell geht das doch nicht. Verordnungen, Gesetze, Pläne, Ausnahmen....lentamente senora.
Ich habe gerade bei der LE SHG angerufen und Frau Winkler-Rohlfing hat mich auf den neuesten Stand gebracht:
Die LE SHG ist gerade dabei alle Abegeordneten des Europaparlaments anzuschreiben. Es hat eine Abstimmung mit anderen Selbsthilfeorganisationen stattgefunden, deren Mitglieder ebenfalls aufgrund Ihrer Erkrankung UV-Licht nicht vertragen. Auch diese Organisationen bombardieren im Moment die Europaabgeordneten mit Schreiben, mit denen sie aufgefordert werden, dem Verordnungsentwurf nicht zuzustimmen solange es keine Ausnahme-Lösung für die Menschen gibt, die UV-Licht nicht vertragen. Ebenso gehen diese Schreiben an die Politiker, die sich für die Europawahl (im Juni) zur Wahl stellen.
Ich habe gefragt, ob wir die Europaabgeordneten vielleicht auch alle anschreiben sollen, damit noch mehr Druck da ist, aber Frau Winkler-Rohlfing meint, es ist ausreichend, was die LE SHG im Moment schreibt und verschickt. Ich kann mir vorstellen, dass das ein enormer Arbeitsaufwand ist.
Des Weiteren ist die LE SHG natürlich über das Quecksilberverbot informiert und hat die Diskrepanz zu dem Verordnungsentwurf für Energiesparlampen im Blick und ist an der Aufklärung dran.
Inzwischen soll es auch eine Energiesparlampe auf dem Markt geben, die nur sehr wenig UV-Licht abgibt.
Im nächsten Schmetterling werden ausführliche aktuelle Informationen sein. Ich werde gleich nach Erhalt berichten.
Gruß
Leya
P.S.
@ geli
Was möchtest Du denn genau von den Ärzten zu den Energiesparlampen wissen?
Ob ein Dermatologe weiß, wieviel UV-Licht eine Energiesparlampe abgibt, möchte ich bezweifeln.
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von geli am 10.03.2009 17:53Hallo zusammen,
habe grade mit meiner RT gesprochen wg Energiesparlampen. Sie meinte am besten mal einen Dermatologen fragen.
Ich bin im April wieder bei meinem Dermatologen und werde den mal ausquetschen.
Eine richtige Lösung scheint es wohl noch nicht zu geben, oder?
LG,
Geli
GEMEINSAM STARK PRO FORUM
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von Leya am 27.02.2009 04:55Hallo,
also die Entscheidung der UNO, Quecksilber zu verbieten, ist ganz neu.
Der Verordnungsentwurf der EU, normale Glühbirnen zu verbieten, liegt schon seit längerem vor.
Ich denke, bisher ist der Widerspruch noch nicht gelöst worden
Mal sehen, was ich Definitives dazu herausfinden kann.
Gruß
Leya
Re: Glühbirnen-Verbot beschlossen - was machen wir Lupis nun?
von maja1978 am 26.02.2009 14:13PS: Deshalb sollen Energiesparlampen - trotz des Quecksilbers - nicht verboten werden.
Jeder Tag sollte mit einem Lächeln beginnen

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