Kleiner Reisebericht: WIEN

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NiNoa

48, Weiblich

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Kleiner Reisebericht: WIEN

von NiNoa am 25.06.2009 10:14

Hallo Foris!

Ich war am vergangenen Wochenende mit einer lieben Freundin im schönen Nachbarland und habe die Hauptstadt Wien besucht. Am Freitagvormittag sind wir gelandet (ökologisch durchaus fragwürdig, diese kurzen Strecken zu fliegen:-/) und haben uns direkt im näheren Umfeld unseres Hotels getummelt.
Dazu noch die Anregung: Tchibo bietet ja zu recht fairen Preisen Städtetouren an und in der Vergangenheit haben wir diese auch schon genutzt. Nun wollten wir aber 3 statt 2 Übernachtungen und sind daher selbstständig an das schicke ****Radisson Style Hotel Vienna (sehr zentral, relativ ruhig, coole Zimmer, nettes Personal) herangetreten und siehe da: Specialpreis 3 für 2 Ü. Empfehlenswerter Weg!

Am Freitag stand dann also das legendäre Cafè Central und erste Blicke in die Hofburg, bzw. den Stephansdom an. Es ist schon eine imposante Stadt! Und fast 2 Mio. Einwohner...

Am Samstag hat es phänomenal geregnet und daher haben wir uns kurz entschlossen auf eine stramme Museumstour begeben: Kombiticket Ludwig Museum und MuMoK (Museum für Moderne Kunst). Dort nutzte mir übrigens erstmalig meine Schwebi-Ausweis, statt 17 nur 11 € Eintritt.

Der Sonntag bot ganz anderes Wetter. Um 12 Uhr genossen wir eine Messe im Stephansdom und danach ein krasser Kurswechsel: auf zum Prater (365-Tage-Kirmes)! Leider wirkte er streckenweise wie eine verwaiste Westernkulisse und wartete eher mit schlichtem Publikum auf. Das bekannte Wiener Riesenrad (auch da mit Ausweis schöne Ermäßigung) aber ist definitiv toll, wenn man nicht zu Höhenangst neigt! Danach ging es für uns zum Hundertwassser-Haus: ein tolles Gebäude und ein klasse Künstler. Leider auch nicht mehr ganz taufrisch, bzw. gepflegt. Und auf dem Rückweg (inzwischen taten die Füße schon recht weh) dann noch Schloß Belvedere: unglaublich, für damalige Regenten ein kleines Stadthaus. Für unsereiner riesige Gärten, Statuen ohne Ende und jede Menge Historie - wer soll das alles putzen?!;-)

Nicht so richtig zu Gesicht bekamen wir die Donau und auch die Spanische Hofreitschule bot während unseres Aufenthaltes keine Anschaumöglichkeit, aber Musik erlauschten wir von dort beizeiten.

Fazit: Städtetouren sind anstrengend - das ist nicht neu. Aber es macht auch Spaß, sich mal ein paar Tage in einer anderen Welt zu tummeln und der Wiener Schmäh ist schon putzig:D.
Zwei Dinge fand ich schwierig: die Touri-Fiaker (Kutschen) fahren dort von früh bis spät zwischen Bussen, Taxen und Unmengen Menschen - die Pferde taten mir so leid!! Ab und an mal ein Möhrchen, aber sonst bei Sonne, Regen, Sturm zum Teil ohne Scheuklappen oder Ohrenschutz: so was bringt mich auf die Palme!! Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich alle zwei Meter einen Pferdekopf streicheln musste!
Und: die freundliche, offene, warme Art der Wiener?! Zum Großteil leider nicht aufzufinden:-(. Teils arg pampige und arrogante Menschen, ob als Dienstleister oder auf der Straße. Aber vielleicht hatten wir dahingehend einfach nur etwas Pech. Grds. erlebe ich die Österreicher nämlich wie o.g.

Tja, das war es. Wien ist m.E. durchaus eine Reise wert, aber man braucht auch starke Nerven und Hornhaut an den Füßen, denn auf denen ist man viel!!

Daheim schmecken dann die mitgebrachten Mozartkugeln umso besser:D. Liebe Grüße, NiNoa

P.S. Sobald ich Fotos habe, werde ich sie nachträglich einzubasteln versuchen.

"Ich habe unter denen, die sich einer unerschütterlichen Gesundheit erfreuen, noch keinen getroffen, der nicht nach irgendeiner Seite hin ein bißchen beschränkt gewesen wäre; wie solche, die nie gereist sind." André Gide (1869-1951)

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