Lebensplanung und so
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kerlchen
Gelöschter Benutzer
Re: Lebensplanung und so
von kerlchen am 21.04.2010 00:27Hallo Jonvabalis,
Im Grunde genommen hast Du ja die Prioritäten schon gesetzt. Jetzt noch Schritt für Schritt weiter und Du bist schon auf dem richtigen Weg. Das gesetzte Ziel verfolgen und am besten erst mal nicht Querdenken, das könnte Dich sonst sehr schnell aus der Bahn werfen, Dich verunsichern, dann wird es schwerer.
Wegen der Medikamente, Quensyl, bitte auch ein bißchen Geduld aufbringen.
LG Harald
Re: Lebensplanung und so
von anniidol am 20.04.2010 23:17Leider konnten wir uns im Leben nicht alles aussuchen, sonst wäre hier keiner abe du bist noch sehr jung und kannst bestimmt noch Kinder bekommen. Kann man denn da nicht einen Schutz geben für die Eierstöcke wie bei Endoxan ? Keine Ahnung aber ist das nicht möglich, das wirst du bestimmt besser wissen.
Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten und Erfahrungen mehr als vor 20-30 Jahren. Ich selbst habe auch keine Kinder wegen dem Lupus aber heute wäre es eher möglich mit Betreuung.
Laß dir doch erstmal noch einige Jahre Zeit finde ich.
"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)
Renate
Gelöschter Benutzer
Re: Lebensplanung und so
von Renate am 20.04.2010 22:40Hallo Jonvabalis,
eine Schwangerschaft sollte am besten in einer Phase stattfinden, in der dein Lupus ruhig ist, du dich also nicht im Schub befindest. Also jetzt noch schnell vor MTX im Schub schwanger werden und danach mit MTX anfangen finde ich daher gar nicht gut für dich und auch für das Kind das du dann austragen würdest.
Vielleicht kannst du das MTX ja mal irgendwann wieder absetzen oder eventuell gäbe es noch das Azathioprin anstatt dem MTX. Bespreche doch mal alles mit dem Arzt, auch über deinen späteren Kinderwunsch und deine Ängste bezüglich MTX.
Zu deinem Studium/Semester und eventuelle Nebenwirkungen durch MTX : Ich denke Im Schub tust du dir ja auch schwer das Semester durchzuziehen, falls Quensyl nicht greifen sollte.
LG Renate
Lebensplanung und so
von Jonvabalis am 20.04.2010 21:05Hallo,
Nachdem ich im Januar die Diagnose bekommen habe und der Schub sich seither auch nicht verabschieden will, möchte ich mir gerne etwas von der Seele schreiben. Ich habe eigentlich keine konkrete Frage, aber vielleicht kennt ja jemand das Problem.
Ich bin erst 22, habe gerade ein Medizinstudium begonnen (nachdem ich mein erstes Studium wegen dem Lupus abbrechen musste) und möchte es auch so gerne schaffen. Nehme seit Januar Quensyl und seit Dezember Cortison und bisher scheitern jegliche Reduktionsversuche des Cortisons, heißt: Quensyl scheint nicht zu wirken. Mein Rheumatologe will deshalb bald mit MTX anfangen. Davor graust es mir sehr. Ich bin doch noch so jung! Und in der Therapie dürfte ich ja unter keinen Umständen schwanger werden, aber die Pille darf ich ja auch nicht nehmen und die reinen Gestagenpillen sind ja nicht ganz so sicher, außerdem habe ich kein großes Interesse daran, noch mehr Medikamente zu nehmen und damit noch mehr Nebenwirkungen zu riskieren. Was mich aber am meisten ängstigt, ist, dass ich Angst habe, dass sich das MTX auf meine Fruchtbarkeit auswirkt. Was, wenn ich niemals Kinder bekommen kann? Das wäre sehr, sehr schlimm für mich. Mein vielleicht größter Lebenstraum wäre geplatzt. Oder soll ich versuchen, möglichst bald Kinder zu bekommen und erst dann mit MTX oder ähnlichem anzufangen?
Und wenn ich MTX bekomme, was mache ich mit meinem Studium, wenn mögliche Nebenwirkungen mich platt machen? Die Therapie würde mitten im Semester beginnen. Ich will mein Studium unbedingt schaffen und keine Zeit verlieren. Ich will einfach LEBEN und nicht ständig krank sein und mich behindert fühlen. Permanent Schmerzen haben, von einem mittelmäßig anstrengenden Tag völlig erschlagen und mit Kopfschmerzen abends im Bett zu liegen, während meine Kommilitonen noch feiern und sich Freunde suchen können.
Warum ist das alles manchmal so schwer? Ich habe so viele Pläne für die Zukunft, möchte studieren (am liebsten mehrere Fächer), heiraten, Kinder kriegen, das Leben genießen, aber die Krankheit macht mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Ich will kein Sozialfall werden, ich kann nicht untätig zu Hause sein, daran würde ich zerbrechen.
Danke fürs ausheulen.
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