Angst vorm Sterben
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Re: Angst vorm Sterben
von leni am 01.04.2010 20:34Hi!
Ich kann deine Ängste gut verstehen, es scheint alles zeitweise recht unübersichtlich, wenn noch andere Krankheiten dazukommen!
Du hast von Infekten gesprochen, da kann ich dich vielleicht etwas beruhigen. Ich habe berufsbedingt mit vielen verschiedenen Infektionskrankheiten nebenbei zu tun, da ich in der Schule arbeite. Deshalb habe ich mich mit Thema schon ziemlich eingehend auseinander gesetzt:
Es gibt etliche Viruserkrankungen, gegen die du dich impfen lassen kannst, auch mit Immunsuppression/Lupus. Falls du diese Infekte dann trotzdem bekommen solltest, dann sollte der Verlauf milder sein. Außerdem kann dein Arzt die Antikörper gegen bestimmte Infektionen im Blut bestimmen. Wenn du genügend davon hast, wirst du sehr wahrscheinlich auch nur einen milden Verlauf ( falls überhaupt ) der jeweiligen Infektion bekommen.
Bei bakteriellen Infektionen hilft normalerweise ein Antibiotikum. Also, frühzeitig bei Fieber zum Arzt gehen!!
Ich hatte auch schon eine sehr schwere Blutvergiftung/Sepsis. Das lag daran, dass ich nicht durchgegartes Fleisch gegessen hatte. Ich achte seitdem vielmehr darauf was ich esse: Durchgebratenes, richtig abgewaschenen Salat, usw. . Sozusagen als wenn ich im Süden in Urlaub wäre ( Das hat mir aber kein Arzt angeraten. ). Ach ja, Urlaub in exotische Länder verkneife ich mir, dazu bin ich nicht risiofreudig genug.
Bei den Medikamenten ist wohl vor allem das Problem, dass einige evtl. einen Schub auslösen können, nicht dass man morgens nicht mehr aufwacht ( Das hört sich eher nach Herzproblemen an, oder ?
)
Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte,
Leni
Re: Angst vorm Sterben
von Proserpina24 am 31.03.2010 18:56Hej!
Mh...ich glaub, ich kann ziemlich gut nachvollziehen, wie du dich fühlst, denn diese Ängste habe ich auch seit einiger Zeit immer mal wieder...und das, obwohl ich doch weiß, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen soll...und einfach mein Leben genießen soll! Naja, nur manchmal ist es schwer, sich daran zu halten und die bösen Gedanken wegzuscheuchen...
Bei mir wurde vor einem halben Jahr ein Muttermal entfernt, bei dem sich rausstellte, dass es bösartig ist... Die Diagnose Hautkrebs hat mich echt schwer getroffen und ich dachte wirklich, dass ich sterben muss.. Aber zum Glück konnte alles per OP entfernt werden und es wurde soweit nichts mehr gefunden... Naja, die Sorgen und Ängste, die ich in der Zeit ausgestanden hab, waren wirklich schlimm, aber mit der Hilfe meiner Familie und meiner Freunde hab ich das alles gut überstanden.
Nun war ich gestern mal wieder in der Klinik...wurden vor einer Woche ein parr Tests gemacht, weil meine Blutwerte nicht stimmten, und nun habe ich die vorläufige Diagnose Lupus erhalten... Und natürlich sind plötzlich alle Ängste wieder da... Aber ich werde sie wieder niederkämpfen, zusammen mit meiner Familie und meinen Freunden...! Ich mein, ich hab vorallem Angst, weiol ich einfach nicht weiß, was genau auf mich zukommt...
Und das rate ich dir auch! Sprich mit anderen darüber, red dir die Seele vom Leib und lass dich trösten...das hilft wirklich sehr! Genau das werde ich nämlich heute Abend auch machen...und ich weiß, dass es mir dann besser geht und die ganze Angst erstmal verschwindet, sobald ich mit jemandem reden kann.
Lg, Proserpina
Re: Angst vorm Sterben
von Cosima am 12.03.2010 13:02Hallo Farfalle8, ich kann dich verstehen, als ich erfuhr das ich Lupus habe, fiel ich in ein tiefes Loch.Meine erste Frage war
ob ich es noch schaffe meine Kids aufwachsen zu sehen.In der Klinik wo ich war , war eine kleine Kirche und ich bin jeden Tag da gewesen und hab gebetet und geweint.Ich wollte die ersten Tage nach der Diagnose nicht mal meine Familie sehen.Irgendwann bin ich sehr früh aufgestanden,die Klinik hatte einen schönen Park mit Blick auf den Neckar,ich
hab auf einer Bank gesessen,die Sonne schien ,um mich war alles ruhig und ich fühlte Leben in mir.Ich lebe hier und jetzt,ich muß auf einiges achten,aber ich bin noch da und ich kämpfe.Von da an ging es mir besser.Natürlich hab ich gute
und schlechte Tage, aber was solls.Ich will leben und es gibt soviele Menschen denen geht es schlechter.
Jeder Tag ohne Schub ist für mich ein Geschenk und wenn ich mal einen Schub habe , dann hole ich mir die Kraft durch die Liebe der Menschen die um mich sind,z.b meine Kids.Und dann gibts das Forum, wo man sich auch mal fallen lassen
kann und das tut gut.Lebe, genieße jeden Tag,es gibt soviele Kleinigkeiten die einem Freude machen.
Grübel nicht soviel...alles wird gut,nicht so wie du es dir vorgestellt hast,aber mach das Beste draus!!!!!Du bist stärker als du denkst!!!!...Angst frisst die Seele auf....Deine Cosima
"...Angst frisst die Seele auf..."
Re: Angst vorm Sterben
von Drago am 11.03.2010 22:43Juhu farfalle8,
hmm...also ich persönlich hatte diese Angst in meiner Kindheit immer und hab auch vom sterben geträumt, bis ich dann ins Teenie alter kam und da ganz andere dinge in meinem Teeniehirn abgespult wurden, hatte dann auch erstmal wieder ne ganze weile Ruhe, bis ich dann den Lupus bekam mit 20 und ich 3 Monate ..davon 1 Monat im sterben lag ( Quarantäne und so, weil Leukos nur noch nen Wert von 0,4 hatten ), als ich dann zu meiner Mom und damaligen Freundin sagte, ich will nicht mehr, hatte ich mit meinem Leben schon abgeschlossen und ich hatt diesbezüglich dann auch keine angst mehr davor und das ist bis heute so geblieben.
Als ich durch die nerverei meiner Mom ( Eltern wollen ja ungern ihre Kinder überleben ) wieder anfing zu Essen, hab ich den Lebenswillen nach ein paar Wochen wieder gefunden und bin mit der Einstellung ins 2te Leben gegangen, das ich nun die 2 Chance die ich erhalten habe, mein Leben geniessen werde und mir der Tod nun nichts mehr ausmacht, weil ich es heute genau so sehe wie Anniidol, sterben kannst du heutzutage an allem worauf man nicht wirklich vorbereitet ist, ob es ein sturz ist und du dir das genick brichst, oder du gehst über die Straße und wirst angefahren, wie auch immer. Wenn du dran bist biste dran, egal ob Lupus oder nicht.
Denke nicht zuviel darüber nach ob dich der Wolf, mit irgendwelchen anderen Medis die du einnehmen musst zwecks erkältung oder wie auch immer, ins GRab bringt und wann, denn es wird wohl eher was anderes sein als diese eine Krankheit die einem Menschen den letzten Atemzug gönnt.
Da ich es ja allein geschafft habe darüber hinweg zu kommen, auch wenn es andere umstände waren, empfehle ich dir ganz dringen mit einem Therapeuten darüber zu reden, sonst wirst du diese Ängste nie los werden bzw. sie soweit unterdrücken kannst, das du nicht weiter darüber nachdenkst.
Geniesse jeden Tag den du hast, auch wenn du mal gegen deine Gesundheit angehst. Lebe einfach, auch wenn es ab und an sehr schwer fällt. ( es ist eine Lebenseinstellung )
Ich schick dir ganz viel Kraft und hoffe drauf du wirst dir bald, über die schönen Dinge des Lebens gedanken machen und sie dann auch geniessen.
Lg Thomas
Trenne dich nie von deinen Träumen, wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu Leben.
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Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten und nicht an ihren Krankheiten.
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Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, das das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.
Re: Angst vorm Sterben
von mondbein am 11.03.2010 22:09Annette, ich denke aber auch ganz oft daran und ich hab auch große Angst. Seit letztem Jahr ist das richtig schlimm geworden und als ich letzten Monat im Krankenhaus mit lebensbedrohlich hohen Entzündungswerten und einer Lungenentzündung lag, war ich auch nicht sicher, dass ich mein Kind noch einmal wiedersehen würde...
Das ist alles nicht so einfach, dabei bin ich doch schon doppelt so alt geworden wie die threaderöffnerin und sollte darüber schon mal froh sein (muss gerade wieder an Stierchen denken *sehrtraurig*)
Am Schlimmsten finde ich den Gedanken, dass mein Kind ohne mich aufwachsen müsste, das qüält mich wirklich sehr.
Beste Grüße
Monika
Die beste Medizin gegen entgleiste Größenordnungen ist die Lektüre von Todesanzeigen.
Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.
Václav Havel
Ewig währt am längsten!
Re: Angst vorm Sterben
von anniidol am 11.03.2010 15:04Komisch, das habe ich noch nie gedacht. Ich denke, an "sowas" stirbt man doch nicht. Ziemlich sicher nicht an einer Gürtelrose, nichtmal wahrscheinlich an Nierenversagen. Vielleicht am Schlaganfall oder anderen extremen Komplikationen aber davon muß man doch nicht ausgehn.
Daran mußt und kannst du sicher mit einem Therapeuten arbeiten um das positiver zu sehn. Das stimmt schon, sterben kann manauch an Schnupfen wenns in einbem von 1 Mio Fällen ganz blöd läuft aber wer denkt schon an sowas ? Sterben kannst du auch auf der Straße am Herzschlag ... also.
"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht."
(Gautama Buddha, 560-480)
Re: Angst vorm Sterben
von Esther am 11.03.2010 14:32ich glaube die angst vorm sterben wird einem schon in die wiege gelegt.
ist ja irgendwie gut so.......
allerdings so wie du das beschreibst farfalla..... na ja - das ist tatsächlich etwas extrem.

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ich hatte vor 3 jahren eine sepsis und BIN FAST gestorben.
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aber eines versteh ich schon sehr gut.... das du angst hast - weil du nicht weißt, was auf dich zukommt.
das hab ich auch manchmal...
lg esther
Wer Fragen stellt, muss auch akzeptieren, dass er Antworten bekommt.
Re: Angst vorm Sterben
von Gaby am 11.03.2010 14:21Hallo farfalla
Es ist schon nicht einfach mit der Diagnose dieser schweren Erkrankung zu leben.
Ich selber versuche mich mit dem Satz einer Psychologin zu "beruhigen","Jeder kann morgen tot sein".Also jeder der völlig gesund ist, kann durch irgendwas aus dem Leben gerissen werden.
Manchmal hat man so Phasen wo man verstärkt darüber nachdenkt und ich denke dann an den Satz und versuche das Hier und Jetzt mehr zu geniessen.NIEMAND weiß halt was morgen ist.
Du machst das schon richtig das Du auf Dich achtest um Veränderungen zu erkennen,das gehört eben bei uns dazu und ist wichtig.
LG Gaby

Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,wie sie die Tiere behandelt.(Mahatma Gandhi)
mausi
Gelöschter Benutzer
Re: Angst vorm Sterben
von mausi am 10.03.2010 22:25Hi,
ich kann dich gut verstehen. Mir ging es auch mal so.
Ich habe in meiner Gruppe eine Frau die ist etwa 93 Jahr alt und hat Lupus.
Also man kann alt damit werden.
Regel ist: 1. regelmäßig zum Doc
2. auf Änderungen achten und dementsprechend handeln
3. Medis nehmen auch wenn man denk man brauch sie nicht mehr.
4. Mit Leuten reden die einen verstehen
5. Seinem Körper auch ruhe gönnen wer er sie braucht.
6. Sein Leben trozdem geniesen soweit es möglich ist
7.Nicht so viel über andere Ärgern - lohnt sich die meiste zeit nicht
8. auch mal weinen oder schimpfen - das tut auch gut und muss mal sein.
9. Gibt sicher noch mehr so ratschläge
Wenn es trotz allem einem immer schlechter geht und alles nur negativ verläuft.
Versuchen in dieser Situation das beste drauß zu machen.
Und sollte es mal zum Ende gehen - Dann versuchen Frieden zu finden mit sich und der Welt.
Und wenn man nicht alleine zurecht kommt - dann ist es angesagt sich Proffessionelle Hilfe zu holen.
Man kann auch mal mit dem Pfarrer reden - mir hatte es geholfen.
Ich geniese jeden Tag. Und freue mich wenn er besonders schön war - noch ein bisschen mehr
Ich selber habe auch Angst, weil ich noch einiges vor habe. Aber ich habe schon heute versucht für alles zu sorgen.
Denke aber dass ich minde. noch so 40 Jahre habe. (dann wäre ich 80 und das reicht mir völlig aus)
Re: Angst vorm Sterben
von Sarahli am 10.03.2010 22:06Hej!
Du bist doch in ärztlicher Behandlung dass gerade eben nichts Schlimmeres passiert!
Und dass Du auf Deinen Körper achtest ist doch auch super, dann weisst Du ja wann etwas nicht stimmt und kannst direkt zum Arzt gehen ohne dass es zu Komplikationen kommt....!
Wahrscheinlich hat das jeder mal der an so einer "komplizierten" Krankheit leidet, vor allem weil der Lupus ja auch echt manchmal unberechenbar ist!
Und klar darf man auch nicht einfach ignorieren dass es durchaus Todesfälle gibt!
Aber so lange es Dir relativ gut geht und alles erträglich ist hast Du wirklich (noch) nicht das Alter erreicht Dir über den Tod Gedanken zu machen!
Findest Du nicht? 
Liebe Grüße und "Kopf hoch" !

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