Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Renate am 31.05.2011 11:22

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Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Leya am 01.06.2011 01:22

So, zwei der bisher in Hamburg positiv auf EHEC getesteten Gurken tragen zwar den EHEC-Keim, aber nicht den, der (O104) die für die momentane Häufung von Erkrankungen verantwortlich ist. Suche nach dem EHEC-Erreger beginnt von vorn

Trotzdem ist es EHEC auch auf diesen beiden spanischen Gurken und deshalb frage ich mich gerade, ob die Spanier eigentlich noch ganz normal im Kopf sind, sich zu empören, Deutschland wäre zu früh mit Informationen vorgesprescht und und und. 'Nen heftigen Durchmarsch und vielleicht noch mehr (wenn man Baby, alt und/ oder sowieso krank ist) bekommt man doch wohl von den beiden Zwar-EHEC-Aber-Nicht-EHEC O104-Gurken auch, oder? Darmbakterien gehören nun einmal nicht auf Gurken - oder ist das bei den Spaniern normal?!

Also - weiterhin Vorsicht - oder besser - noch mehr Vorsicht als bisher, denn nun gibt es gar keinen Anhaltspunkt mehr -.
Heute gab es bei mir Apfelmus anstatt Äpfeln. Hmm, lecker. Und ich habe viel Tiefkühlgemüse erworben.

Gruß

Leya

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.06.2011 01:24.

Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Leya am 02.06.2011 22:58

Die Suche nach dem
Auslöser der EHEC-Epidemie beginnt
wieder von vorn. An zwei aus Südspanien
an den Hamburger Großmarkt gelieferten
Gurken hat das Hamburger
Hygiene-Institut den Durchfallerreger
zwar entdeckt – doch nach weiteren Laboranalysen
stellte sich jetzt heraus,
dass es sich dabei nicht um den Untertyp
O104 handelt, der für die aktuellen
Krankheitsfälle verantwortlich ist.
„Unsere Hoffnung, die Quelle der
schweren Komplikationsfälle mit dem
Hämolytisch-urämischen Syndrom zu
entdecken, hat sich nicht erfüllt“, sagte
Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-
Storcks (SPD).
Sie verteidigte die Entscheidung,
die Namen der spanischen Produzenten
zu nennen: „Die spanischen Gurken
trugen einen anderen EHEC-Keim und
waren daher ebenfalls gefährlich
.“ Der
Schutz von Leben müsse wichtiger sein
als wirtschaftliche Interessen.
In Spanien hatte die namentliche


Quelle: Hamburger Abendblatt vom 01.06.2011, Seite 1

Infektionsgefahr wächst wieder
...
Dennoch ist
die Suche nach der Quelle des Erregers
weiter offen. Die Warnung des Robert-
Koch-Instituts vor dem Verzehr von rohen
Tomaten, Gurken und Salat müsse
aber aufrechterhalten bleiben
, sagte
Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks.
So habe eine epidemiologische Studie in
Hamburg gezeigt, dass betroffene Patienten
die genannten Lebensmittel bedeutend
häufiger verzehrt hatten als gesunde
Studienteilnehmer. Auch im Fall
der Schule in Othmarschen mit mehreren
EHEC-Verdachtsfällen gehe man
inzwischen sehr stark von einer Primärinfektion
durch Lebensmittel aus, sagte
die Senatorin.
Im Hamburger Hygiene-Institut
würden zudem weiter auch etliche andere
Lebensmittel untersucht. Die Proben
werden von den Verbraucherschutzämtern
der Bezirke aus Restaurants,
großen Handelsketten und Märkten
sowie den Haushalten der Patienten
genommen. Die Identifizierung des
O104-Stamms sei aber sehr langwierig,
weil es zu EHEC mehr als 100 Unterarten
gebe.
Der jetzige Erregertyp sei in
Deutschland zudem bisher nie in Erscheinung
getreten, sondern eher in
den USA
, wie Hans-Joachim Breetz, der
Geschäftsführer des Hygiene-Instituts,
sagte.
Unterdessen bestätigte sich ein
EHEC-Verdacht auf Strauchtomaten,
Salaten und Gurken in Mecklenburg-
Vorpommern bei einer genauen Laboranalyse
nicht. Dort und in Hamburg sollen
daher auch die Transportwege von
Gemüse und die weitere Behandlung –
etwa in Verpackungsstationen – auf eine
mögliche Übertragung mit EHEC
hin untersucht werden. „Die Suche ist
sehr schwierig, und es kann sein, dass
man die Quelle nie findet“, sagte Hygiene-
Experte Breetz.
Dass der Erreger über das Trinkwasser
oder gar einen terroristischen
Akt verbreitet wird, schloss Gesundheitssenatorin
Prüfer-Storcks hingegen
weitgehend aus.


Quelle: Hamburger Abendblatt vom 01.06.2011, Seite 16

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Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Leya am 02.06.2011 23:12

Ich denke, dies ist auch noch wichtig:

Ärzte des Universitätsklinikums Eppendorf beantworteten die Fragen der besorgten Abendblatt-Leser zur EHEC-Infektion


Antwort Arzt:
„Ich verzichte beim Essen auf alle
Dinge, die man nicht kochen kann“, erklärte
der Nierenspezialist Iking-Konert


Ja, ich verzichte jetzt auch auf
meine geliebten Erdbeeren, die sind
jetzt billig und können eingekocht werden.“
Erklärung: Nach zehn Minuten
bei 70 Grad Hitze sterben Bakterien ab.


„ich esse auch im Restaurant nur
gekochte Speisen"


Ansteckungswege und wie man sich schützt:

„Das Risiko, sich über normale Alltagskontakte
anzustecken, ist gering“,
sagte Janneck, „geringer als bei einer
Grippe.“ Nach Feststellungen der UKEÄrzte
ist davon auszugehen, dass der
Erreger über den Mund aufgenommen
wird. Also über Nahrung oder über verunreinigte
Finger, die mit dem Mund in
Kontakt kommen.


Und wie sieht es mit Obst auf Backwaren
aus? „Wenn das Obst mitgebacken
wurde, kann man es unbedenklich
verspeisen“, sagte Iking-Konert. Denn
bei über 70 Grad würde der Erreger unschädlich.


Jeder sollte heute darauf achten, seine
Hände sorgfältig zu waschen – und zwar
mehrfach täglich mit Seife



Quelle: Abendblatt vom 01.06.2011, Seite 16

Gruß

Leya

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.06.2011 23:14.

Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Renate am 03.06.2011 10:11

Freitag, 3. Juni 2011
Noch kein Durchbruch bei EHEC – neurologische Komplikationen

Münster/Frankfurt/Hamburg – Noch immer ist ungeklärt, wie sich die Variante des EHEC-Erregers verbreitet, die für die augenblickliche Infektionswelle verantwortlich ist. Allerdings erwarten die Wissenschaftler in den kommenden Tagen kon­krete Ergebnisse. „Wir erhoffen uns im Laufe der nächsten Woche Hinweise zur Verhin­derung weiterer Infektionen“ sagte Dag Harmsen vom Universitätsklinikum Münster.

Zahl der EHEC-Fälle steigt derweil rapide. Sorgen bereitete Medizinern der schwere Verlauf, den die Infektion bei einigen Patienten nimmt. Der Direktor der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Standort Lübeck, Hendrik Lehnert, sagte, bei der Hälfte aller HUS-Patienten träten neurologische Komplikationen auf. Die Störungen auf der Ebene des Gehirns würden etwa drei bis vier Tage nach Beginn des HU-Syndroms auftreten.

Sie reichten von milderen Symptomen wie Kopfschmerzen bis hin zu Sprachstörungen und Epilepsien. Das bestätigte die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). „Etwa die Hälfte aller Patienten mit HUS zeigt ernste neurologische Verläufe“, sagte Joachim Röther, Chef der Neurologie in der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona, wo derzeit 16 EHEC-Patienten neurologisch-intensivmedizinisch behandelt werden.

Alarmierend bei diesen Patienten sei, dass sich ihr neurologischer Zustand trotz frühzeitiger Plasmapherese-Behandlung nicht bessere oder sogar weiter verschlechtere. Diese Beobachtung bestätigt auch Christian Gerloff, Leiter der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätskrankenhauses in Hamburg-Eppendorf (UKE).

Quelle und kompletter Bericht, hier:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46100/Noch_kein_Durchbruch_bei_EHEC_-_neurologische_Komplikationen.htm

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Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Leya am 04.06.2011 00:57

Führt EHEC-Spur nach Lübeck?

EHEC-Patienten könnten sich einem Be-
richt der "Lübecker Nachrichten" zufol-
ge in einem Restaurant der Hansestadt
mit dem Darmkeim infiziert haben.

Das Restaurant sei von Experten des Ro-
bert Koch-Instituts und des Bundesin-
stituts für Risikobewertung untersucht
worden. Zum Befund gab es keine Details

In der Gaststätte infizierten sich der
Zeitung zufolge 17 Menschen mit EHEC.
"Die Lieferantenkette kann möglicher-
weise den entscheidenden Hinweis geben,
wie der Erreger in Umlauf gekommen
ist", wird ein Mikrobiologe zitiert.


Quelle am 04.06.2011 um 00.37 Uhr: http://www.ndr.de/fernsehen/videotext/index.html?seite=130


Die obige Nachricht wird auch vom Hamburger Abendblatt bestätigt hier:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1912430/Medienberichte-Moegliche-EHEC-Quelle-in-Luebeck.html
und wie folgt ergänzt:

EHEC-Erreger aggressiver als angenommen

Der EHEC-Erreger ist nach Einschätzung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein noch aggressiver als zunächst angenommen. Er sei eine Kombination aus einem Bakterium, das in Zentralafrika blutige Darmentzündungen verursache und dem hier bekannten EHEC-Erreger. „Hier sind zwei tödliche Keime miteinander vereinigt“, sagte der Direktor der Kieler Klinik für Innere Medizin, Prof. Stefan Schreiber, am Freitag. „Wir müssen extrem gewappnet für schwere Komplikationen sein.“ Es gebe aber keinen Grund für Panik. Mit der Sequenzierung des ersten Stammes habe der „Schrecken jetzt ein Gesicht“.

Allein wegen des zentralafrikanischen EAEC-Erregers (Enteroaggregative E.coli) können Menschen durch blutigen Durchfall zu schweren Schäden kommen. Die Kombination mit EHEC berge nun mehr Probleme als bislang gedacht. „Dieser Keim hat alle heimtückischen Eigenschaften, um sich im Darm zu verhaften, ihn maximal zu entzünden und er produziert zusätzlich Toxine, die HUS und die schweren neurologischen Nebenwirkungen verursachen.“ Das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) ist eine besonders schwere Verlaufsform der Infektion mit dem EHEC-Erreger. Im UKSH liegen derzeit knapp 100 Patienten mit HUS.

Die Identifizierung habe auch Auswirkungen auf die Therapie der Patienten. So sei über eine frühere Therapie mit Antibiotika nachzudenken, weil EAEC-Erreger darauf anspringen. Wie sich das neue Bakterium gebildet hat, ist dem Gastroenterologen zufolge unklar. „Das ist ein Gen-Experiment der Natur. Wenn Sie aus diesen beiden Keimen eine Art Kampfstoff schmieden wollten, könnte dies dabei herauskommen – nur dass es mit Sicherheit natürlich entstanden ist.“

Schreiber verlangte einen besseren, effektiven Infektionsschutz. Alle Kliniken müssten mit klinisch-infektiologischem Sachverstand ausgerüstet sein. Das sei bislang nicht so und auch in großen Kliniken wie dem UKSH seien diese Fachärzte eher durch Zufall in der Inneren Medizin verfügbar. Schreiber rechnet damit, dass ein Teil der HUS-Patienten bleibende Nierenschäden davon tragen wird. „Der Einschnitt ist viel tiefer als bei der Schweinegrippe.“ (abendblatt.de/dpa)



Das RKI hat am 03.06.2011 verkündet hier
http://www.rki.de/cln_145/nn_205760/DE/Home/Info-HUS.html

Das BfR empfiehlt derzeit weiterhin vorsorglich Tomaten, Salatgurken und Blattsalate nicht roh zu verzehren. Diese Hinweise, die insbesondere auf in Norddeutschland erhältliche Ware abzielen, haben weiterhin Bestand, solange die Ermittlungen des Ausbruchsgeschehens andauern“ (Stellungnahme Nr. 016/2011 des BfR vom 31. Mai 2011). Eine vom Robert Koch-Institut gemeinsam mit den Hamburger Gesundheitsbehörden durchgeführte epidemiologische Studie zeigt, dass vom aktuellen EHEC-Ausbruch betroffene Patienten signifikant häufiger rohe Tomaten, Salatgurken und Blattsalate verzehrt hatten als gesunde Studienteilnehmer. Es steht noch nicht fest, ob nur eines oder mehrere dieser drei Lebensmittel mit dem Ausbruchsgeschehen in Zusammenhang stehen
...
Bei dem aktuellen Geschehen handelt es sich um einen der weltweit größten bislang beschriebenen Ausbrüche von EHEC bzw. HUS und den bislang größten Ausbruch in Deutschland, wobei insbesondere die Alters- und Geschlechterverteilung ungewöhnlich ist. Nach wie vor sind vor allem Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen. Zu anderen Zeiten entwickeln vorwiegend Kinder dieses schwere Krankheitsbild: Im Jahr 2010 zum Beispiel wurden dem Robert Koch-Institut 65 HUS-Fälle übermittelt, 6 Betroffene waren älter als 18 Jahre.
...
Untersuchungen .... haben gezeigt, dass der gegenwärtig zirkulierende Stamm Eigenschaften zweier verschiedener Typen von pathogenen Escherichia coli trägt. Zudem liegen besondere Resistenzeigenschaften vor (http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/EHEC/EHEC__Diagnostik.html) Eine solche Neukombination krankmachender Eigenschaften sowie die Aufnahme von Resistenzgenen ist bei Eschcherichia coli bekannt.




Zu den EHEC-Gurken der Spanier schreibt das Hamburger Abendblatt hier
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1912626/Behoerden-erneuern-Warnung-vor-Gurken-Tomaten-und-Salat.html
u. a. dies:

Polizei ermittelt gegen zwei Großhändler und ein Restaurant

Derweil ermittelt die Polizei nach dem Fund von EHEC-Erregern auf vier Gurken in Hamburg gegen zwei Großhändler und eine Restaurant aus Hamburg. Der Keim, der auf den Gurken nachgewiesen wurde, ist nicht für den derzeitigen Krankheitsausbruch verantwortlich – nach Darstellung der Hamburger Gesundheitsbehörde stellt er aber dennoch eine Gesundheitsgefahr dar. "Wir ermitteln wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag.....



Gruß

Leya

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kima

52, Weiblich

Beiträge: 20

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von kima am 05.06.2011 11:50

Ich komme ebenfalls aus Lübeck und ich kann nur sagen, dass die Situation hier wirklich schlimm ist: die Krankenhäuser benötigen dringend Blut und Plasma und jeder der spenden kann ich herzlich willkommen.
Es ist schon komisch für mich und meiner Familie auf Obst und Salat zu verzichten und tatsächlich nehmen wir nur Gemüse zu uns, die wir kochen können. Desinfektionsmitel hab ich schon immer dabei, denn gerade bei meinem Lupus (Infektionsgefahr und Co) achte ich schon sehr auf Hygiene. Meine Kinder sind meine größte Sorge. Wir haben gesagt sie sollen häufiger Hände waschen als sonst und nichts auf der Strasse essen(Döner "Kratzeis", usw), aber es sind trotzdem Kinder und sie sind immer draußen, spielen mit andere und in der Schule kommen sie auch in Kontakt mit andere Kinder und evtl. auch mit Lebensmittel die die Kinder selber mit zur Schule nehmen.
Ich hoffe dass sie bald die Quelle finden und vorallem dass bis dahin meine Familie geschont bleibt:s 9

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Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Leya am 06.06.2011 20:29

Ja, ich hoffe auch, dass wir alle von EHEC verschont bleiben.


Die neuesten Meldungen habt Ihr ja bestimmt schon gehört: Sprossen aus einem Betrieb in Niedersachensen sollen die Infektionsquelle für die Erkrankten aus dem Lübecker Katoffelkeller sein. Ebenso lassen sich Infektionen aus anderen Restaurants im Bundesgebiet zu diesem Lieferanten zurückführen. Bisher gibt es aber noch keinen Nachweis von EHEC auf den bisherigen Sprossen-Proben. Auffällig ist aber, dass eine Beschäftigte in diesem Unternehmen an EHEC erkrankt ist.

Die Hamburger Gesundheitssenatorin hat heute Abend im Hamburg Journal berichtet, dass ein vormals an EHEC Erkrankter, der in einer Klinik in Niedersachensen stationär behandelt worden war und jetzt wieder genesen und nach Hamburg zurückgekommen ist, in seinem Kühlschrank noch eine Packung Sprossen aus dem niedersächsischen Betrieb, der im Moment im Folus steht, gefunden und in das Hamburger Hygiene Institut gebracht hat. Morgen rechnet die Gesundheitssenatorin mit einem Laboruntersuchungsergebnis.

Gruß

Leya

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Renate
Gelöschter Benutzer

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Renate am 07.06.2011 07:27

EHEC: Sprossen nun doch negativ?

Sprossen, kleine Keimlinge, stehen im Verdacht, eine Quelle für den EHEC-Ausbruch gewesen zu sein. Doch erste Laboranalysen waren am Montag negativ. Die Suche geht weiter - und es steigt die Hoffnung auf ein Abebben der Welle.

Quelle:http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/magen-darminfekte/article/657986/ehec-sprossen-negativ.html

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Leya

-, Weiblich

Beiträge: 4779

Re: Zur Info: EHEC-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

von Leya am 09.06.2011 01:54

Sogar die Sprossen des EHEC-Erkrankten, die aus dem Betrieb in Niedersachsen stammten und schon Wochen in seinem Kühlschrank lagen, sind nicht positiv auf EHEC getestet worden. Ebenso fand sich bisher kein EHEC-Nachweis in den neueren Sprossen.
Aber:

EHEC-Ausbruch durch Biohof-Mitarbeiterin?

Immer neue Hinweise deuten darauf hin, dass der Gärtnerhof in Bienenbüttel ein Ausgangspunkt für die EHEC-Epidemie ist. Möglicherweise trug eine Frau den Erreger in den Betrieb.......

...eine Kantine im Raum Cuxhaven die Sprossen aus Bienenbüttel bezogen hatte. In der Kantine waren 18 Menschen erkrankt.

Außerdem habe sich herausgestellt, dass auf dem Hof in Bienenbüttel eine dritte Mitarbeiterin Anfang Mai an Durchfall gelitten habe, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch. Fest stehe, dass die drei Kolleginnen nacheinander am 6., 11. und 12. Mai erkrankten. Bei einer von ihnen habe man definitiv EHEC festgestellt. Möglicherweise habe eine der Frauen "den Erreger in den Ablauf des Betriebes eingespeist", sagte der Sprecher. Dafür spreche der frühe Zeitpunkt der Erkrankungen. Zudem hätten die Teilzeit beschäftigten Frauen Sprossen verpackt. Die Frauen könnten sich aber auch erst in dem Betrieb mit dem Erreger infiziert haben.

Widerspruch vom Arzt
Ein behandelnder Arzt in Niedersachsen widersprach der Vermutung, dass die als erste erkrankte Biohof-Mitarbeiterin die dortigen EHEC-Fälle ausgelöst haben könnte. "Sie selbst ist sicherlich nicht die Infektionsquelle", sagte Torsten Kucharzik vom Klinikum Lüneburg dem NDR Fernsehen. Denkbar sei eher, dass die Frau sich auf dem Gärtnerhof durch Kontakt mit den Sprossen infiziert habe.

Haben Rinder nichts mit EHEC-Ausbruch zu tun?Zu dem Fall in Bienenbüttel könnte eine neue Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) passen. Die Experten dort halten es für "wahrscheinlich", dass die gefährlichen EHEC-Erreger vom Menschen auf die Lebensmittel gelangten. "Nach jetzigem Kenntnisstand" seien Menschen das Reservoir für den aktuellen Erreger-Stamm, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Dies würde bedeuten, dass die Darmkeime nicht von Tieren stammten. Somit wäre auch die Theorie vom Tisch, dass Gemüse auf den Feldern über Dünger verunreinigt wurde...................




Quelle: http://www.ndr.de/regional/erreger101.html


Gruß

Leya

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.06.2011 01:59.
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