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freakabelle
Gelöschter Benutzer
Re: benlysta - ein neues lupusmedikament?
von freakabelle am 24.05.2011 22:01danke für den link. habe erst später gesehen, dass ihr das thema schon hattet.
ich frage den rheumatologen mal, was der so darüber gehört hat.
schade dass es noch nicht allen helfen kann, aber es ist schonmal ein erster schritt. es hört sich gut an, finde ich.
auf jeden ist es sehr interessant. 
Re: benlysta - ein neues lupusmedikament?
von Leya am 25.05.2011 02:15Hallo,
Am Ende kam es in der höheren Dosierung bei 57,6 Prozent und bei der niedrigeren Dosierung bei 51,7 Prozent der Patienten zu einer klinischen Verbesserung, der aber ein Therapieerfolg in 43,6 Prozent der Patienten im Placebo-Arm gegenüberstand. Alle Studienteilnehmer erhielten zusätzlich eine Standardtherapie.
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=37413&src=suche&p=belimumab
Weitere Details hier:
http://www.bdrh.de/informationen-fuer-rheumatologen/aktuelles/detailansicht/datum/2010/12/30/therapie-des-sle-aktuelle-studiendaten-zu-belimumab.html
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=45027&src=suche&p=belimumab
Gruß
Leya
Mirja
Gelöschter Benutzer
EULAR 2011 - Vidofludimus wirksamer als Cyclophosphamid und MMF in experimentellem Lupus-Erythematodes-Modell (deutsch)
von Mirja am 30.05.2011 08:03Planegg-Martinsried, 27. Mai 2011 - Das Biotechnologie-Unternehmen 4SC AG (Frankfurt, Prime Standard: VSC), das gezielte niedermolekulare Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen und Krebs erforscht und entwickelt, präsentiert auf der EULAR 2011, der europaweit größten Fachkonferenz für Rheumaerkrankungen vom 25. bis zum 28. Mai 2011 in London, Großbritannien, präklinische Daten über Vidofludimus bei Systemischem Lupus Erythematodes (SLE). Vidofludimus ist der am weitesten entwickelte niedermolekulare Medikamentenkandidat der 4SC AG im Bereich der Autoimmunerkrankungen.
Vidofludimus ist ein neuartiger oraler Inhibitor der Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH) und der Expression pro-inflammatorischer Zytokine einschließlich Interleukin-17 (IL-17A und IL-17F) und Interferon-Gamma. Vidofludimus befindet sich in einer Phase-IIb-Studie für Rheumatoide Arthritis und hat eine Phase-IIa-Studie in chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen erfolgreich abgeschlossen. Der Medikamentenkandidat hat sich zudem in weiteren präklinischen Modellen für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Psoriasis und Organtransplantations-abstoßung als hoch aktiv erwiesen. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hans-Joachim Anders (Medizinische Poliklinik Innenstadt, Universität München, Deutschland) wurde die entzündungshemmende und immunsuppressive Aktivität von Vidofludimus in einem experimentellen SLE-Tiermodell (MRLlpr/lpr) direkt mit Cyclophosphamid (CYC) und Mycophenolat-Mofetil (MMF) verglichen.
Vidofludimus zeigte sich hinsichtlich der Hemmung von Progressionsparametern bei Nierenerkrankungsbefund als ebenso wirksam wie CYC und MMF. Darüber hinaus verbesserte Vidofludimus sowohl Aktivitäts- als auch Chronizitätsindizes, Marker einer Nierenentzündung. CYC und MMF hatten dagegen keine signifikanten Auswirkungen auf diese Aktivitätsindizes. Während die Behandlung mit Vidofludimus auch peribronchiale Entzündungen deutlich reduzierte, hatten CYC und MMF keinen protektiven Effekt auf die Lunge. Vidofludimus reduzierte die Lymphoproliferation und war dabei ebenso wirksam wie CYC und wirksamer als MMF. Auch bei der Reduzierung von zirkulierendem Plasma IL12p40 und Gewebe-Autoantikörpern (lgG) zeigte sich der 4SC-Medikamentenkandidat wirksamer als CYC und MMF. Im Gegensatz zu CYC und MMF wirkte sich Vidofludimus, gemessen an der Anzahl der Monozyten und Neutrophilen, nicht toxisch auf das Knochenmark aus.
Diese Daten belegen, dass der verzögerte Beginn einer Therapie mit Vidofludimus immunpathologische und autoimmune Gewebeverletzungen bei MRLlpr/lpr-Mäusen wirksam unterdrückt. Diese Wirksamkeit bei der Unterdrückung von experimentellem SLE war vergleichbar mit der von CYC. Allerdings verursachte Vidofludimus im Gegensatz zum unselektiven Zellproliferationshemmer CYC keine Knochenmarkstoxizität, was mit dem spezifischeren Wirkmechanismus von Vidofludimus erklärbar sein könnte. In diesem SLE-Mausmodell zeigte Vidofludimus ein besseres Aktivitätsprofil als MMF. Vidofludimus könnte daher ein neues Medikament darstellen, das wie CYC aktiven SLE kontrollieren könnte, ohne jedoch die Toxizität von CYC aufzuweisen, und somit als Induktions- und remissionserhaltende Therapie bei SLE in Frage kommen könnte.
Dr. Bernd Hentsch, Entwicklungsvorstand der 4SC AG, kommentierte: 'Neben den primären Zielindikationen Rheumatoide Arthritis und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hat Vidofludimus das Potenzial zur wirksamen Kontrolle von aktivem SLE in einem experimentellen präklinischen Modell gezeigt, ohne dabei die Nebenwirkungen aufzuweisen, die häufig bei Standardtherapien zu beobachten sind. Vidofludimus könnte daher als neuartige Induktions- und remissionserhaltende Therapie bei SLE in Betracht kommen. Lupus ist eine Autoimmunerkrankung mit einem hohen medizinischen Bedarf, für die bisher nur unzureichende therapeutische Optionen existieren.'
Informationen zur Posterpräsentation:
SAT0477: 'Vidofludimus shows a superior profile compared to cyclophosphamide and MMF in an experimental systemic lupus erythematosus model' Datum und Uhrzeit: 28. Mai 2011, von 9:00 bis 14:00 Uhr Thema: SLE, Sjögren's and APS - etiology, pathogenesis and animal models Session-Typ: Poster-Session Präsentatoren: Onkar Kulkarni1, Hans-Joachim Anders1, Robert Doblhofer2, Bernd Hentsch2, und Aldo Ammendola2
1Medizinische Poliklinik Innenstadt, Universität, München, Deutschland; 24SC AG, Planegg-Martinsried, Germany
Eine Kopie der Posterpräsentation ist auf der Website der 4SC AG unter http://www.4sc.de/product-pipeline/publications-posters erhältlich.
Über Vidofludimus
Vidofludimus (4SC-101) ist ein neuer, oral verfügbarer, niedermolekularer Wirkstoff zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Die therapeutische Wirksamkeit von Vidofludimus basiert auf einem dualen Prinzip: Vidofludimus unterdrückt die Bildung von pro-inflammatorischen Zytokinen einschließlich Interleukin-17 (IL-17A und IL-17F) und Interferon-Gamma, deren Aktivität mit zahlreichen Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Vidofludimus inhibiert zudem die Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH), ein Schlüsselenzym der Pyrimidin-Biosynthese, und führt zur Hemmung des Zellwachstums aktivierter T- und B-Zellen, welche in die Pathologie von Autoimmunerkrankungen involviert sind. Die Kombination dieser beiden Wirkmechanismen ist ein innovativer Therapieansatz mit breitem Anwendungspotenzial bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen.
Über Systemischen Lupus Erythematodes (SLE)
Systemischer Lupus Erythematodes (SLE) ist eine systemische Autoimmunerkrankung, die jeden Teil des Körpers befallen kann. Wie bei anderen Autoimmunerkrankungen attackiert auch bei SLE das Immunsystem die Zellen und das Gewebe des eigenen Körpers, was zu Entzündungen und Gewebeschäden führt. Dabei handelt es sich um eine durch Antikörper-Immunkomplexbildung verursachte Typ-III-Überempfindlichkeitsreaktion. SLE schädigt besonders häufig das Herz, die Gelenke, die Haut, die Lunge, Blutgefäße, die Leber, die Nieren und das Nervensystem. Der Verlauf der Krankheit lässt sich nicht vorhersagen; Krankheitsschübe können sich mit Remissionsphasen abwechseln. Die Krankheit betrifft Frauen neun Mal so häufig wie Männer, besonders Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 35 Jahren. Auch Menschen nicht-europäischer Herkunft sind häufiger von SLE betroffen als andere. Obwohl die Symptome von SLE vor allem mit Cyclophosphamid, Kortikosteroiden und Immunsuppressiva behandelbar sind, ist die Krankheit bisher nicht heilbar. SLE kann tödlich verlaufen, allerdings sind diese Fälle durch medizinischen Fortschritt in den letzten Jahren selten geworden. Die Überlebensrate bei SLE liegt in den USA, Kanada und Europa nach fünf Jahren bei ca. 95%, nach zehn Jahren bei ca. 90% und nach 20 Jahren bei ca. 78%. Mit dem intravenös zu verabreichenden Antikörper Belimumab (Benlysta) wurde kürzlich nach fast 50 Jahren erstmals eine neue Therapie für SLE zugelassen.
Über die 4SC
Die 4SC AG ( ISIN DE0005753818 4 SC AG ) erforscht und entwickelt gezielt wirkende, niedermolekulare Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen mit einem hohem medizinischen Bedarf in verschiedenen Autoimmun- und Krebsindikationen. Damit sollen den betroffenen Patienten innovative Therapien mit verbesserter Verträglichkeit und Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden Behandlungsmethoden für eine höhere Lebensqualität geboten werden. Die ausgewogene Pipeline des Unternehmens umfasst vielversprechende Produkte in verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung. Durch Partnerschaften mit führenden Unternehmen der Pharmaindustrie setzt die 4SC AG auf zukünftiges Wachstum und Wertsteigerung.
Die 4SC AG wurde im Jahr 1997 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit 94 Mitarbeiter und ist seit Dezember 2005 am Prime Standard der Börse Frankfurt gelistet.
Weitere Informationen finden Sie unter www.4sc.de.
Rechtlicher Hinweis Dieses Dokument kann Prognosen, Schätzungen und Annahmen im Hinblick auf unternehmerische Pläne und Zielsetzungen, Produkte oder Dienstleistungen, zukünftige Ergebnisse oder diesen zugrunde liegende oder darauf bezogene Annahmen enthalten. Jede dieser in die Zukunft gerichteten Angaben unterliegt Risiken und Ungewissheiten, die nicht vorhersehbar sind und außerhalb des Kontrollbereichs der 4SC AG liegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Angaben enthalten
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
4SC AG Yvonne Alexander Investor & Public Relations Tel.: +49 (0) 89 70 07 63 66
MC Services Raimund Gabriel Tel.: +49 (0) 89 21 02 28 30
Ende der Corporate News
Quelle: Klick mich
Re: Blutwerte???
von Fischerin am 17.08.2011 11:34Hallo Mädels,
jetzt war ich im KH Ambuland bei der Oberärztin ,weil meine RA alles egal ist .
Sie war ganz endsetzt ,das Sie das Azathioprin soweit runter genommen hat meine Blutwerte waren ja immer schlecht
Die Leukopeni gehört zu meinem Krankheitsbild .Jetzt hat Sie sofort Quenzyl dazu gegebeb und Azathioprin wieder hoch auf 150mg genommen. Sie hat noch angeordnet einen Bluttest TPMt um ein Enzym zu bestimmen ob das Azathioprin richtig verstofwechselt wird. Bei meinen Ha standen erst mal alle Kopf ,weil den Bluttest keiner kannte aber der Leiter des Labors wuste es .Muss ich selbst zahlen. Sollte das nicht anschlagen muss ich ins KH und Mabthera oder Benlysta als Therapie zu überdenken. Davon hab ich noch nichts gehört. Kennt Ihr diese? Nun hab ich noch eine Frage zum Quenzyl ich hab ja Hir schon oft gelesen das es sehr viele zur Ihrer Basistherapie dazu bekommen wann nehmt Ihr das? Ich habe vergessen zu fragen die Oberärztin bekomme ich nicht ans Telefon und RA hat Sie mir erst einen Neuen empfolen und bis dahin mache ich alles über HA .Ich muss einen Tag 200mg nehmen und den nächsten 400mg immer im wechsel. Würdet ihr die 400mg auf den Tag verteilen oder auf einmal nehmen ?
Schreibt mal wie Ihr es einnehmt Bitte.
LG Fischerin
Re: Blutwerte???
von Leya am 18.08.2011 00:41Hallo Fischerin,
ich drücke Dir die Daumen, dass Deine jetzige Therapie bald anschlägt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es korrekt ist, dass Du die Bestimmung des von der KH-Ambulanz geforderten Blutwertes selbst bezahlen musst. Wer hat Dir das erzählt? Was sagt Deine Krankenkasse dazu? Wie viel soll es denn kosten?
Zu den anderen Medikamente, nach denen Du gefragt hast, hier Informationen:
Rheuma-Online zu MabThera
außerdem könntest Du Dir den Patientenaufklärungsbogen zu Rituximab (MabThera) ansehen
DGRH Patientenbögen
und
Ausführungen der Rheuma-Liga zu Biologika
Benlysta ist die Handelsbezeichnung für Belimumab. Du findest Informationen dazu hier
Benlysta seit dem 15.08.2011 zugelassen - Kurzinfo
Deutsches Ärzteblatt zu Benlysta
Bei LupusLive haben wir auch schon dazu geschrieben
hier, hier, hier und hier
Gruß
Leya
Re: Benlysta
von Puenktchen am 21.09.2011 12:23hi,
ich bin seit 2007 in der belimumab studie (seit 2010 in der freiwilligen verlängerung) und bekomme alle 4 wochen eine infusion.
ich vertrage es sehr gut und habe, soweit man das immer von den nebenwirkungen der andern medis, bzw. von den symptomen des lupus unterscheiden kann, keine nebenwirkungen.
laut blutbefunden sind meine antikörper dadurch wohl tatsächlich reduziert worden. in meinem alltag jedoch, würde ich behaupten keinen großen unterschied zu spüren. also mir geht es nicht wesentlich besser und ich bin auch weiterhin auf kortison, immunsuppresiva, etc. angewiesen.
ich hoffe das konnte dir ein wenig helfen!?
bei fragen auch gern eine mail an: [email protected]
liebe grüße
Re: Benlysta
von elly am 21.09.2011 16:16Hallo Puenktchen!
Vielen Dank für Deine Antwort!.Nun ist es garnicht sicher ob ich es verabreicht bekomme.Der Arzt hat nun gemeint ich solle erst ein anderes Medi.probieren,denn ich habe doch recht weit zu fahren wenn ich zum Rheuma Doc muß.Da es ja nur per Infusion geht ist das immer sehr zeitaufwendig.Da ich selbständig bin hab ich immer wenig Zeit.
Gerne darfst Du mir auch Mailen unter
[email protected]

Re: Benlysta
von Uta am 21.09.2011 16:44Hallo Pünktchen,
ich habe da mal eine Frage zu der Studie. Sagt der Arzt einem Bescheid?
Oder wie erfährt man, ob der Arzt an einer Studie teilnimmt?
Würde mich echt mal interessieren.
Grüße
Re: Benlysta
von Marion am 22.09.2011 09:23Ich habe auch schon an einer Studie teilgenommen und das ging nicht ohne schriftliche Einwilligung.
Ich mußte mehrere Seiten ausfüllen, welche in 3-facher Ausführung waren.
Eins für das Institut, eins für den Arzt und eins für mich.
Kann mir nicht vorstellen das der Arzt irgendwelche Ergebnisse ohne Dein Wissen weitergibt.
Gruß Marion
Re: Benlysta
von Puenktchen am 25.09.2011 15:11Sorry, versteh deine Frage nicht ganz... Meinst du wie man generell von der Studie erfährt?
Also ich bin eh im Krankenhaus in Behandlung, was eine große Studienabteilung hat. Und so bin ich da halt recht schnell hin gekommen.
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